Blackberry bessert Bilanz durch Immobilienverkauf auf

Der Smartphone-Pionier Blackberry, immerhin stammt das allererste Produkt aus dem Haus der Kanadier, schreibt schon seit längeren rote Zahlen. John Chen ist der neue Mann, der das sinkende Schiff wieder auf Kurs bringen soll. Zunächst wurden Mitarbeiter entlassen, um den sinkenden Verkäufen finanziell entgegenzuwirken. Bereits im Januar wurde schließlich bekannt, dass auch die Gebäude in Kanada zum Verkauf stehen.

Bis vor kurzem wurde jedoch weder ein Käufer genannt, noch gab es konkrete Zahlen, der diesen Schritt des kanadischen Unternehmens belegt. Immerhin handelt es sich um eine Fläche von 280.000 Quadratmeter von Fabrik- und Büroflächen. Auch unbebautes Land zählt zur Gesamtfläche dazu. Natürlich wird aber nicht der gesamte Immobilienbesitz veräußert. Blackberry-CEO Chen versicherte, dass die Firmenzentrale nicht verkauft wird und das Unternehmen in Kanada auch weiterhin eine starke Präsenz bilden wird.

Käufer der Flächen und Gebäude ist das amerikanische Immobiliengeschäft Spear Street Capital. Der Preis, welchen Blackberry für sein Eigentum erzielt, liegt bei 305 Millionen Euro. In Euro umgerechnet ergibt dies 200 Millionen. Es handelt sich entsprechend um eine Summe, die den angeschlagenen Konzern durchaus helfen kann. Um ausreichend Platz zu haben, wird Blackberry gleich einige Flächen zurückmieten.

Weniger Mitarbeiter brauchen auch weniger Platz, so wohl die Überlegung von John Chen, der sich zu diesem Schritt entschlossen hat. Sein Ziel das Blackberry wieder für Geschäftskunden interessant zu machen, befindet sich in der Umsetzung. Er selber ist realistisch, aber optimistisch. Bis ins Jahr 2016 soll das Unternehmen wieder schwarze Zahlen schreiben.

Um diese Zielsetzung zu erreichen, müssen auch im unternehmerischen Bereiche die Konkurrenten Apple, Google und Samsung ausgestochen werden. Der Smartphone-Markt bietet genügend Platz für weitere Unternehmen, sofern diese konkurrenzfähig sind. Im Jahr 2013 wurden laut Marktforschungsinstitut Gartner 968 Millionen Geräte veräußert. Dies bedeutet einen Anstieg in Höhe von über 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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