RIM fährt Verluste mit dem Playbook ein

Als neues Flaggschiff war das Playbook geplant. Es sollte den Markt der Tablets erobern und mit den Angeboten des Konkurrenten Apple gleichziehen. Von einem Erfolg in diesem Unterfangen kann wahrlich nicht die Rede sein. Derzeit sieht es danach aus, dass ein über 3 Millionen teurer Betrag abgeschrieben werden muss.

Das Produkt der Firma RIM ging in diesem Frühjahr schon mit Verzögerungen an den Markt. Marktforscher und diverse Fachleute sahen für das Playbook keinen großen Raum in der hart umkämpften Welt der Tablets. Dort haben sich inzwischen andere Modelle einen Namen verdient, hieß es. Diese Personen sollten Recht behalten. Die unterschiedlichen Modelle verkauften sich bei weitem nicht so gut, wie es angestrebt war. Das Business-Tablet wurde zur Veröffentlichung für gut 500 US-Dollar offeriert. Inzwischen musste der Preis jedoch bereits auf 199 US-Dollar korrigiert werden. Dies entspricht einem Preis von ungefähr 147 Euro. Dies sorgte im Endeffekt zwar dafür, dass die Verkäufe und auch der Umsatz anstieg, aber die Situation war nun eine andere. Auch die die noch auf Lager liegenden Bestände mussten vom Umsatz her anders eingeplant werden. Dies sorgte für eine Wertberichtigung von rund 360 Millionen Dollar.

Das Business-Tablet offenbart aber auch kleinere Schwächen gegenüber den Konkurrenz. Der eMail-Client kann z.B. nur genutzt werden, wenn auch ein Blackberry vorhanden ist. Trotz einer erhöhten Geschwindigkeit des OS, zeigt auch dieses diverse Einbrüche in der Leistung. Ein Update befindet sich bereits in Planung und soll diese Schönheitsfehler ausbessern. Apple scheint den Markt der Tablets derzeit für sich gepachtet zu haben. Über 60% der verkauften Tablets sind tatsächlich die iPads aus dem Hause Apple. Andere Firmen haben teilweise schon vor dieser Übermacht kapituliert. RIM möchte hingegen im Geschäft bleiben und an den Schwächen des OS arbeiten. Da die Entwicklung des Betriebssystems noch in der Anfangsphase steckt, bleibt noch viel Luft nach oben.

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