Der angeschlagene Hersteller von mobilen Elektronikgeräten Research in Motion hat eine lange Talfahrt hinter sich. Allerdings ist derzeit noch nicht abzusehen, ob sie die Talsohle bereits erreicht haben oder ob es noch tiefer bergab geht. Die Konkurrenz von Apple, Samsung und auch HTC liegen alle um mehrere Nasenlängen vorne. Viele Gerüchte kursieren in letzter Zeit um den kanadischen Hersteller RIM. Das Neueste besagt, dass sie sich selber bei Samsung zum Verkauf angeboten haben.
Für Samsung würde dies bedeuten, dass sie direkt im Segment der Business-Geräte einsteigen könnten. Über den Blackberry-Messenger wäre es möglich die Geräte von RIM mit denen von Samsung zu vernetzen. Diese direkte Kommunikation würde Samsung sicherlich einiges bieten. Eine umfassende Kommunikation, auch mit den Geräten anderer Hersteller, wäre nicht auszuschließen. Aber ist Samsung wirklich interessiert, oder handelt es sich dabei um eine Ente? Angeblich hat Samsung die Spekulationen zurückgewiesen. Die umfassenden Serverausfälle, veraltete Produkte und der Flop des Playbook seinen keine gute Grundlage für eine Übernahme. Handelt es sich aber um eine konkrete Absage oder soll bloß der Preis gedrückt werden?
Der momentane CEO von RIM – Jim Balisillie – steht angeblich im Kontakt mit mehreren Unternehmen. Dabei soll es um diverse Lizensierungen, aber auch um den Kauf von Anteilen an RIM oder um eine komplette Übernahme gehen. Der vorläufige Kaufpreis wurde zunächst auf 10 – 15 Milliarden US-Dollar festgeschrieben. Ein hochgestecktes Ziel, da der Wert des Unternehmens nur auf 8,5 Milliarden geschätzt wird. Dies hatte sicherlich auch zur Folge, dass direkt einige Unternehmen von der Forderung abgeschreckt wurden und nur noch die finanzstarken übrig geblieben sind. Ob Samsung wirkliches Interesse zeigt bleibt der Öffentlichkeit derzeit noch verborgen. Klar scheint hingegen, dass von den Verantwortlichen konkrete Verhandlungen geführt werden, die auch den Verkauf von RIM betreffen.
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