Sowohl Research in Motion, als auch Apple bestreiten, dass eine Vorrichtung für Lauscher geschaffen wurde, die der indischen Regierung das Abhören von Gesprächen über die Smartphones erlaubt. Von beiden Seiten her wurde verkündet, dass eine solche Technik im Unternehmen überhaupt nicht existiere. Die indischen Hacker, welche diese Thematik überhaupt erst auf den Tisch gebracht hatten, scheinen derzeit über eine Veröffentlichung weiterer Dokumente nachzudenken.
Ein angebliches Memo von der indischen Regierung, in welchem es um genau diesen Streitpunkt geht, wurde vor kurzer Zeit von der Hacker-Gruppe “Lords of Dharmaraja” veröffentlicht. Enthalten soll die Tatsache gewesen sein, dass die Mobilfunkhersteller RIM, Apple und auch Nokia der indischen Regierung die Möglichkeiten zu Abhören der Gespräche eingebaut haben. Als Gegenleistung wurde deren Technik auf dem indischen Markt zugelassen. Bei der großen Einwohnerzahl im Land wäre dies für die Hersteller sicherlich sehr lukrativ gewesen. Dennoch handelt es sich bis jetzt nur um Spekulationen.
Auch von der indischen Armee liegt inzwischen eine Stellungnahme vor. Sämtliche Vorwürfe wurden von sich gewiesen. Das Dokument sei eindeutig gefälscht und die Gruppe von Hackern verfolgen eindeutig böse Absichten. Dazu wollen sie die Regierung in Frage stellen. Aber sind diese Gerüchte wirklich so weit hergeholt? Es ist eine Tatsache, dass sowohl Handys von Privatpersonen, als auch von Geschäftsleuten abgehört werden, um die Sicherheit im Land zu gewährleisten. Laut einem Artikel des Wall Street Journal unterstützt zumindest RIM diese Vorgehensweise.
Sollten die Hacker wirklich über weitere Daten verfügen, so sitzen sie praktisch am längeren Hebel. Aber was für einen Sinn hätte es dann für die Firmen jetzt noch alles abzustreiten? Nach eigenen Angaben stehen den Hackern noch Quellcodes von ungefähr einem Dutzend anderer Software-Firmen bereit, welche ebenfalls auf dem Geheimdienst-Server gefunden wurden und welche die Teilnahme am dem Abhörprogramm belegen sollen. Vorerst bleibt allen Beteiligten nur das Abwarten übrig.
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