Eine faustdicke Überraschung erwartete alle Fans des Blackberry-Herstellers Research in Motion. Thorsten Heins (54 Jahre), ein Deutscher, wurde zum Vorstandsvorsitzenden berufen. Dieser verbreitet auch gleich einen hoffentlich ansteckenden Optimismus. So spricht er von “ein paar Herausforderungen” die vor ihm liegen.
In einem Videoclip spricht Heins von seiner Berufung und von der Aufgabe die ihm erwartet. Er weiß auch, dass er in große Fußstapfen tritt. Denn Mike Lazaridis und Jim Balsillie haben das Unternehmen über 20 Jahre lang geprägt. Und auch wenn die Erfolge in der letzten Zeit ausblieben, so werden diese beiden Namen auf ewig mit dem Unternehmen verknüpft bleiben. Aus der bisherigen Doppelspitze wird also eine Ein-Mann-Führung. Änderungen wurden angekündigt und werden jetzt in die Tat umgesetzt.
Heins möchte den Blackberry wieder zu einer Marke machen, der die Leute vertrauen. Er sagt selber, dass er keinen Grund sieht, warum RIM nicht zu den besten drei Konzernen im Handymarkt gehören sollte. Auch wenn er im Video etwas befangen wirkt, so ist er sicherlich jemand, der eine neue Aufbruchsstimmung verbreiten kann. Das Unternehmen muss wieder in sichere Bahnen gelenkt werden und Heins möchte dies erreichen.
Dazu passt auch sein Zukunftsmotto: “Kühn sein, an die Arbeit gehen, stolz darauf sein, was wir machen und erreicht haben und auch in der Zukunft erreichen werden!”
Die bisherige Führung ist von ihren verantwortungsbewussten Stellungen zurückgetreten. Dazu zählt neben dem Ko-Vorstand, auch der Vorstand des Verwaltungsrates. Diesen wird jetzt Barbara Stymiest führen. Lazaridis bleibt der Firma als ihr Stellvertreter erhalten. Auch Balsillie wird nicht vollkommen ausscheiden. Er bleibt ein normales Mitglied des Verwaltungsrates. Natürlich wird auch der neue Chef Heins dort einen Platz erhalten.
Heins hatte zuvor schon eine recht beeindruckende Karriere bei Siemens absolviert. Dort stieg er im Jahre 1984 ein und arbeitete sich bis in den Vorstand der Telekommunikationssparte. 2007 zog sich Siemens jedoch immer mehr aus dem Geschäft zurück und Heins wechselte zu RIM. Erst im vergangenen Jahr hatte er dort die Aufgabe zur Produktentwicklung und den Vertrieb übernommen. Als einer von mehreren Managern durfte er sich “Chief Operating Officer” nennen.
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