Wird Research in Motion doch zerschlagen?

Die Veröffentlichung der neuen Produkte steht vor der Tür, die bisherigen Meinungen über BB10 und die aktuellen Modelle sind sehr positiv und dennoch ist das Unternehmen Research in Motion weiterhin bedroht. Der Smartphone-Pionier denkt auch weiterhin über eine Teilung und Teilveräußerung des Unternehmens nach.

Der geplante Neuanfang für RIM ist dadurch jedoch nicht schon vorab zum Scheitern verurteilt. Die Vorbereitungen zur Veröffentlichung des Z10 und X10 sind reibungslos angelaufen. Dennoch spricht RIM-CEO Thorsten Heins von „mehreren Möglichkeiten“ wie mit dem Unternehmen verfahren werden könnte. Eine davon ist zweifelsfrei die Lizensierung der hauseigenen Software. Positiv wird jedoch die Meldung aufgenommen, dass der Druck auf RIM gesunken ist. Die Entlassung von Mitarbeitern und eine Zahlung zum Ende des letzten Quartals haben dem Blackberry-Hersteller etwas Luft verschafft.

Heins bezeichnet die Markteinführung der neuen Produkte als „Meilenstein des Unternehmens“. Erst im Anschluss daran und nach Fertigstellung der strategischen Überprüfung soll eine endgültige Entscheidung getroffen werden. Die Überlegungen zur Veräußerung eines Teilbereichs des Konzerns sind natürlich auch auf die starke Konkurrenz zurückzuführen. Apple und Samsung haben mit ihren Systemen iOS und Android eine gewaltige Marktvorherrschaft erreicht. Diese wird nicht mit ein oder zwei guten Produkten zu durchbrechen sein.

Dies ist auch ein Grund, warum das aktuelle Unternehmensziel darauf ausgerichtet ist, die dritte Macht auf dem Markt zu werden. Auch zu den vielen Patentklagen in der Branche hat sich der deutsche Chef von RIM geäußert. Es sieht die Zunahme der Verfahren kritisch und rät dazu nur dass per Patent zu schützen, was auch wirklich schützenswert ist. Er bezieht sich damit auf Innovationen in der Branche, die nicht ohne weiteres verwendet werden dürfen. Er würde es gerne sehen, wenn die Industriellen sich mit der Regulierungs- und Patentbehörde zusammensetzen würden, um eine Lösung auszuarbeiten, die allen Parteien gerecht werde.

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