Der Weg der BlackBerry Firmware

Dienstag, 12. Mai 2009 14:45 | Autor: Sascha | Diesen Artikel kommentieren
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Immer wieder entstehen in Beiträgen zu BlackBerry Firmware Releases angeregte Diskussionen, zuletzt im Beitrag zur Freigabe der BlackBerry Storm Firmware 4.7.0.141 durch Vodafone Deutschland.

Eine Partei schimpft dann auf den Hersteller RIM, andere geben die Schuld dem jeweiligen Mobilfunkanbieter, ein weiteres Konglomerat ist derart überzeugt vom BlackBerry, dass gar nicht gemosert wird, und der Rest wettert einfach drauflos, ganz egal wer schuld hat :) Grund genug also, einmal aufzuzeigen, wie die BlackBerry Firmware eigentlich zum Gerät kommt.

Alle BlackBerry Firmware-Releases werden in der Entwicklungsabteilung von Research in Motion (RIM) programmiert. Dort gelten strikte Geheimhaltungsregeln, in der freien Wildbahn ist kein Fall bekannt, in dem ein Mitarbeiter von RIM eine Firmware im Internet verteilt hat.

Danach wird die jeweilige Firmware-Version zum Test an die Mobilfunkanbieter versendet. Der Mobilfunkanbieter hat dann die Aufgabe, die Firmware auf seinen Geräten zu testen. Dabei unterscheiden sich die Firmware-Releases je nach Mobilfunkanbieter im Detail – denken wir an das Vodafone-Live! Icon, oder das Web ‘n Walk Icon bei T-Mobile. Die interne Testabteilung des Mobilfunkanbieters entscheidet dann, ob ein Firmware Release gut genug ist, um veröffentlicht zu werden.

Während dieser Testroutinen gibt es immer wieder Mitarbeiter der Mobilfunkunternehmen, die ein Firmware-Paket im Internet hochladen (meist bei anonymen Hostern) und den Download-Link an ein BlackBerry-Informationsportal Ihrer Wahl senden (meistens handelt es sich dabei um crackberry.com) ;-)
Kurz darauf wird über diese inoffizielle Firmware berichtet und der Download-Link der Allgemeinheit präsentiert. Dabei spricht man dann von einem “Firmware-Leak” [Der Begriff Leak (engl., Leck, Loch, undichte Stelle) bezeichnet im Allgemeinen inoffizielle Veröffentlichung von Informationen, die nicht zu diesem Zweck vorgesehen waren.].
Diese “geleakte” Firmware installieren sich dann viele experimentierfreudige BlackBerry-Anwender auf Ihren Geräten, und geben Ihre Erfahrungen und Berichte auf dem jeweiligen Internetportal in Form von Kommentaren oder Beiträgen wieder – somit sind diese Anwender “freiwillige Betatester” der inoffiziellen Firmware.

Die Mobilfunkanbieter haben überdies die Möglichkeit, selbst Änderungen am Programmcode des jeweiligen Firmware-Releases durchzuführen. So wurde mittlerweile von mehreren unabhängigen Quellen bestätigt, dass bspw. die BlackBerry Storm Firmware 4.7.0.113 in der Erstveröffentlichung kein nativer Programmcode von RIM war.

Wird eine Firmware dann vom Mobilfunkanbieter als tauglich eingestuft, stellt der Anbieter diese Version seinen Kunden zur Installation zur Verfügung. Ab dann gilt eine Firmware-Version als “offiziell”, da Sie den Segen des Mobilfunkanbieters hat, und dieser bei etwaigen Schäden eine entsprechende Garantie leisten muß.
Bei der Veröffentlichung gibt es dann noch die Möglichkeit, dass der Mobilfunkanbieter die Firmware erst in einem Land veröffentlicht, in dem nur ein geringer Anteil der Gesamtanwender residiert – dies war bspw. bei der Veröffentlichung der BlackBerry Storm Firmware 4.7.0.100 der Fall, die vorab in Griechenland veröffentlicht wurde.

Für einige Anwender stellt sich auch nach diesen Ausführungen immer noch die Frage: Wer ist “schuld”, wenn eine Firmware veröffentlicht wird, die nicht zufriedenstellend funktioniert?

Ist es der BlackBerry Hersteller RIM, der nicht fehlerfrei programmiert hat, oder ist es der Mobilfunkanbieter, der die Firmware vor der Freigabe nicht ausreichend getestet hat, und somit RIM nicht auf verbliebene Probleme hingewiesen hat? Da kaum einer von uns wirklich an der Entwicklung einer Firmware beteiligt ist, lässt sich nur schwer ein Rückschluß bilden, an welcher Stelle übereilt gehandelt wurde. Wollte der Mobilfunkanbieter einfach der “Erste” sein, mußte RIM auf zu viele Kundenbeschwerden reagieren, oder wurde an einer Stelle einfach etwas übersehen?

Ihr seht, das Bereitstellen aktueller Firmware für die BlackBerry Geräte ist eine Teamarbeit, nur wenn beide Parteien nahtlos zusammenarbeiten, erhält der Endkunde auch ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Dies waren meine eigenen Gedanken zum Weg der BlackBerry Firmware. Falls Ihr meine Meinung nicht teilt, oder Verbesserungen bzw. andere Informationen habt, freue ich mich natürlich über Eure Kommentare!

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6 Kommentare

  1. 1

    Also ich muss ja mal sagen, das Softwareupdate ist nicht schlecht. Allerdings hat dies auch ein ganz großes Manko. Die Tastensperre funktioniert nur noch fehlerhaft.

    Sobald man diese einschaltet und danach auf irgendeine Taste kommt (und sei es nur der Touch Screen) wird die Sperre automatisch wieder aufgehoben. Und soweit ich gehört hab, ist ein FIX zu dieser Einschränkung noch nicht geplant.

    LG

    Mayo

  2. 2

    Den Fix gibt es unlängst ;) wurde schon seit langem in CrackBerry, BlackBerryOS und BlackBerryBase gepostet.

    Ich habe ihn soeben auch auf meine Homepage übernommen: http://benezblog.de/2009/05/12/tastensperren-fehler-beim-storm-os-141-beheben/

  3. 3

    hinzu kommt, dass weder RIM noch der Mobilfunkanbieter ALLE Situationen vorhersehen und testen können, die später 1000sende von Usern erzeugen…

  4. 4

    ähm so weit ich weiss ändern die mobilfunkanbieter nix an der firmeware..
    sonst könnte man ja z.B. keine firmeware eines anderen mubilfunkanbieter installieren.

    die kriegen vielleicht schon den quellcode, aber dürfen nix ändern…

  5. 5

    1.ne Frage stellt sich mir jedoch noch immer… und ich glaube auch das ein Gerät wie das Blackberry Storm durch den die BB-Szene in Europa erst den großen “RUN” bekommen hat, nicht so bescheiden behandelt werden darf.

    Komisch ist nämlich das es bei den Updates des Curves und des Bold’s keinerlei Große Mankos zu beanstanden gibt und für das Massenprodukt auch nur massenhaft grottenschlechte Firmware abgeliefert wird.

    Das Ironische an der ganze Sache, ist doch egal wer letztendlich sein Ja auf die Software gibt. Es ist und bleibt ein Produkt an dem Hersteller und Serviceprovider beiderseits profitiert haben und keiner will Verantwortung über sein Produkt übernehmen. Und komischerweise kommt es mir auch so vor….

    als ob alle jetztigen Curve Bold und Storm User nur Betatester gesamter Geräte für die Nachfolgegeneration waren, siehe Gemini, Tour und Onys !!!

    Na fällt euch da nicht was auf… viele sagen jetzt zwar Apple hat das selbe mit dem Iphone abgezogen, aber wie erbärmlich kann sich ein ehemals seriöser Hersteller blamieren. Einfach die Kundenverarschung (sorry, aber ist defakto)
    eines Unternehmens zu kopieren um Gewinn zu scheffeln. Alles auf Kosten des Users…

    Ich hol mir wenn überhaupt den Blackberry Onyx… ein funktionales Produkt für die Upperclass also nicht für die Masse, das verspricht das es nicht als “Prototyp” rausgeworfen wird sondern perfekt sein muss.

  6. 6

    @mcd ich gebe dir recht und RIM und Vodafone lachen sich ins fäustchen und komm vor geldzählen net zum schlafen…….
    2. zum anfangsbericht ich hatte die .113 von ötereich drauf angeblich auch nur ein leak…. aber ffizielll von der A1 seite und … die lief echt top da gabs keinerlei probleme hier mit der 141 gehts wieder von vorne los tastensperre akkuhaltezeit extremlangsames i-net vodafonelive geht nach update gar net mehr….. vllt hast ja da ne erklärung zu freue mich auf antwort

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