Kommt dank Immobilienverkäufe Geld in die Kasse?

Blackberry hat eine Möglichkeit gefunden zumindest kurzfristig etwas Kapital in die immer leereren Kassen zu spülen. Im Heimatsitz Kanada befinden sich mehrere Gebäude im Besitz des Smartphone-Pioniers. Diese sollen jetzt abgestoßen werden. Sämtliche Gebäude, die aktuell vom Unternehmen benötigt werden, sollen im Anschluss gemietet werden. Dies geht aus einer Meldung hervor, die Blackberry am vergangenen Dienstag bekanntgegeben hat.

Der Firmensitz in Kanada wird ebenso erhalten bleiben. John Chen spricht jedoch davon sich Luft bei den Finanzen zu verschaffen. Der Verkauf wir mit Unterstützung der Immobilienfirma CBRE vorgenommen. Wie hoch die tatsächlichen Einnahmen werden, ist noch offen. Chen verriet indes nichts und ließ sich auch nicht zu einer Prognose hinreißen.

Diese Verkäufe werden Chens langfristig ausgerichtete Pläne unterstützen. Er fokussiert die Firma auf den Zweig der Geschäftskunden und rechnet durchaus damit, dass noch über Jahre rote Zahlen geschrieben werden. Erstmals ein Gewinn ist in seiner Ausführung im Jahr 2016 möglich. Der Verkauf der Immobilien geht auch auf die Verpflichtung von Foxconn als Partner in der Produktion zurück. Dieses Unternehmen, welches auch Apple unterstützt, übernimmt einen Teil der Fertigung. Dies macht mehrere Gebäude in Waterloo überflüssig.

Gute Nachrichten gibt es hingegen vom US-Verteidigungsministerium. Es wurde ein Auftrag an Blackberry erteilt, 80.000 Smartphones zu beschaffen. Diese werden im Rahmen eines Investitionsprogrammes, wo insgesamt 16 Millionen Dollar ausgegeben werden, bestellt. Schon Ende des Monats sollen die Smartphones den Mitarbeitern zur Verfügung stehen.

Aber es werden nicht ausschließlich Blackberry-Geräte erworben. Geräte mit iOS und Android werden in einer Bestellanzahl von 1.800 Produkten angefordert. Diese Bestellung betrifft jedoch nicht ausschließlich Smartphones, es sind auch Tablets geordert worden. Das Augenmerk wird jedoch hauptsächlich auf die Sicherheit gerichtet. Daher ist die Anschaffung von Blackberry-Produkten noch immer eine gute Wahl. Für John Chen ist es eine erste Bestätigung sich auf die Sparte der Geschäftskunden zu fokussieren.

Weitere Top-Manager verlassen Blackberry

Nachdem Thorsten Heins seinen Posten räumen musste, scheiden jetzt weitere Spitzen-Manager aus dem kanadischen Konzern Blackberry aus. Ob diese Veränderungen in der Chefetage den kriselnden Smartphone Hersteller helfen können?

Finanzvorstand ist jetzt Frank Yersh, der bereits seit 2008 beim Unternehmen tätig ist. Er übernimmt die Arbeit von Brian Bidulka. Noch keine Namen wurden für die Posten des Marketingchefs und des Chief Operating Officers genannt. An dieser Stelle mussten die beiden Manager Frank Boulben und Kristian Tear weichen.

Der angedachte Verkauf wurde zu Beginn des Novembers über Bord geworfen, ebenso wie Blackberry-CEO Thorsten Heins. Aktuelle Gerätschaften und ein runderneuertes Betriebssystem konnten Blackberry nicht helfen. Bereits wenn das vergangene Quartal betrachtet wird, steht ein Verlust von knapp einer Milliarde zu Buche. Die Folge ist eine große Abschreibung und geplante Entlassungen.

Die Konkurrenz von Apple und Samsung verdient sich hingegen weiterhin eine goldene Nase mit dem Millionen-Geschäft der Smartphones. Wie es mit Blackberry in der Zukunft weitergehen wird, steht noch in den Sternen. Aktuell wurde gerade das neue Soziale Netz BBM Channels herausgebracht. Dabei handelt es sich um eine Alternative zu Twitter. Bislang kann das Netzwerk zum Austausch von Textnachrichten nur auf Blackberry-Geräten genutzt werden.

Die Ankündigung zu BBM Channels erfolgte bereits im Sommer dieses Jahres. Formel 1 Pilot Lewes Hamilton soll zu den ersten Testern gehören. Es ist geplant, dass Prominente, Unternehmen, aber auch ganz gewöhnliche Menschen einen Channel anlegen und über BBM Channels miteinander kommunizieren. Dabei können neben den Nachrichten auch Bilder und Videos versandt werden. Der soziale Aspekt von BBM Channels sieht nebenher auch vor, dass die Nachrichten anderer User kommentiert werden können.

Auch die Abonnement Funktion erinnert sehr stark an Twitter. Ob die Smartphone-Gemeinschaft einen Twitter-Klon benötigt ist eine Frage, die die Zeit beantworten wird. Der verschlüsselte Kommunikationsdienst BBM hat es im Oktober auch auf das Android und iOS geschafft. Vielleicht wird Channels folgen.

Praktisch täglich ein neuer Interessant für Blackberry

Nachdem in der letzten Woche schon mehrere Unternehmen mit der Übernahme von Blackberry in Verbindung gebracht wurden, tritt jetzt ein weiterer Kandidat ins Rampenlicht. Es handelt sich dabei um Lenovo, den weltgrößten PC-Hersteller. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ gibt es ein konkretes Interesse, welches derzeit geprüft wird. Es darf aber nicht außer Acht gelassen werden, dass die kanadische Regierung ihre Zustimmung geben muss.

Das Interesse von Lenovo scheint dabei wesentlich konkreter zu sein, als das vieler anderer Unternehmen. Für Einblicke in die Bücher von Blackberry, musste eine Vereinbarung zur Geheimhaltung unterschrieben werden. Es ist zudem ein offenes Geheimnis, dass Lenovo in das Smartphone-Geschäft einsteigen möchte. Der Hersteller aus China könnte bei dem Versuch sich zu positionieren von den Patenten und Erfahrungen Blackberrys profitieren.

Die Kanadier, welchen anfangs des Jahres zunächst ein fulminantes Comeback in den Medien zugesagt wurde, machten erneut eine Bauchlandung. Die Produkte verkauften sich nicht so gut, wie es dargestellt wurde. Mit dem Z30 kam erst kürzlich ein weiteres Smartphone, vielleicht sogar das letzte unter dem Namen Blackberry, auf dem Markt.

Andere Firmen schienen bislang nur Interesse an Teilen von Blackberry gehabt zu haben. Lenovo kann jedoch von praktisch allen Aspekten profitieren. Auch das Interesse ehemaliger Firmengründer von Blackberry, sowie des Investors Cerberus und des Unternehmens Fairfax Financial waren in den letzten Wochen im Gespräch. Diese Verbindungen schienen jedoch derzeit wieder abzuflauen.

Die kanadische Regierung muss dem Deal aber ebenfalls zustimmen. Hier könnte es letztlich Probleme geben. Es muss geprüft werden, ob die Sicherheit des Landes durch einen Verkauf beeinträchtigt sein könnte. Gerade in Bezug auf die Sicherheit und Datenverschlüsselung war Blackberry immer ein Vorreiter. Eine erneute Rettung des kriselnden Unternehmens scheint derzeit aber unwahrscheinlicher als ein vollständiger oder teilweiser Verkauf. Aber wer bekommt letztendlich den Zuschlag beim Smartphone-Pionier Blackberry?

Hat Thorsten Heins seine Anleger mit Beschönigungen geködert?

Der Smartphone-Pionier Blackberry steht am Abgrund, die Zeichen stehen auf Zerschlagung. Schon seit Wochen und Monaten halten sich entsprechende Gerüchte, sogar im letzten Jahr wurde das Unternehmen oftmals schon mit diversen Interessenten in Verbindung gebracht. Wie lange müssen die Chefs schon geahnt haben, dass ihre Firma nicht mehr zu retten ist?

Diese Frage hat sich anscheinend auch ein Anleger gestellt. Er investierte in das Unternehmen Blackberry und ist von den plötzlichen Verkaufsgesprächen anscheinend überrumpelt worden. Denn nach eigener Aussage haben Blackberry-CEO Thorsten Heins und sein Finanzchef Brian Bilduka ein wesentlich schöneres Bild von der Zukunft des Konzerns gezeichnet.

Aber was ist im Werben und Anleger erlaubt und was nicht? Diese Frage wird vor einem Gericht geregelt werden müssen. Denn der Anleger Marvin Pearlstein hat eine Sammelklage gegen den Konzern Blackberry und gegen zwei Manager in New York eingereicht. Der Zeitpunkt, an dem der Anleger Geld in die Hand genommen hat, war gegen Ende 2012.

Der Anleger konnte trotz der bereits eingeleiteten Sparmaßnahmen gewonnen werden. Das neue Betriebssystem war zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf dem Markt. Pearlstein wurde als Anleger gewonnen, weil davon gesprochen wurde, dass Blackberry in Zukunft ein „relevanter Spieler“ im Sektor der mobilen Telefonie werde.

Die Zukunft sieht ein Jahr später aber ganz anders aus, als sie dem Anleger beschrieben wurde. Blackberry steht nicht mehr am Scheideweg. Eine Entscheidung ist schon gefallen. Der Konzern wird in seiner jetzigen Form nicht überlegen. Ob die Konsequenz eine vollständige Zerschlagung, eine Übernahme oder ein Teilverkauf sein wird, steht noch nicht fest. Diese wird vor dem Gericht auch keine Rolle spielen. Es muss jedoch verhandelt werden, ob die Manager dem Anleger vor etwas mehr als einem Jahr etwas vorgespielt haben oder ob das Vertrauen in die eigenen Produkte tatsächlich so groß gewesen ist.

Bedeutet der Verkauf von Blackberry Reichtum für den Firmenchef?

Seit einiger Zeit ist auch der Verkauf des kanadischen Smartphone Pioniers wieder ein Thema. Die Zahlen der Quartalsberichte sind weitaus schlechter ausgefallen, als ursprünglich gedacht und vom Unternehmen selber wurde geäußert, dass alle möglichen Optionen geprüft werden. Ein Verkauf ist daher nicht ausgeschlossen. Für andere Wettbewerber auf dem Smartphone-Markt ist das Unternehmen Blackberry durchaus nicht uninteressant. Gerade in Belangen der Sicherheit war es den meisten Konkurrenten immer einen Schritt voraus.

Thorsten Heins ist nun seit Januar 2012 Firmenchef von Blackberry. Wie die Bild-Zeitung berichtet, würde der CEO bei einem Verkauf seines Unternehmens die festgeschriebene Summe in Höhe von 55,6 Millionen Dollar als Abfindung kassieren. Umgerechnet ergibt sich ein stolzer Betrag von 41,5 Millionen Euro.

Diese Summe gibt es jedoch nur bei einem Verkauf. Dieser gilt derzeit als strategische Option, da die Marktanteile von Apple und Google anscheinend zu groß sind, um sich als Dritter am Markt platzieren zu können. Die Prüfung eines Verkaufs wird vom Timothy Dattels, einem Blackberry-Direktor, geprüft. Er ist ebenfalls Mitglied bei TPG Capital, dem größten Beteiligungsunternehmen auf der Welt. Ein Kauf könnte daher auch von Fairfax Financial durchgeführt werden. Dieses Unternehmen hält derzeit bereits 11 Prozent der Aktien von Blackberry.

Diese haben in den vergangenen Tagen jedoch wieder an Wert verloren. Gestern wurde vermeldet, dass innerhalb von fünf Tagen ein Wertverlust in Höhe von 13 Prozent eingetreten ist. Damit liegt der Wert einer Aktie inzwischen bei 10,31 US-Dollar. Noch vor wenigen Wochen wurde die Aktie als Wertpapier mit Potential gehandelt. Alle Anzeichen standen auf Aufschwung. Inzwischen haben aber auch die Aktien-Experten ihre Prognose korrigiert.

Ein angestrebter Verkauf könnte den Wert der Aktien wieder in die Höhe treiben. Für Verkäufer empfiehlt Analyst Peter Misek ein Kursziel in Höhe von 15 US-Dollar je Aktie. Andere Experten stimmen dieser Ansicht zu.

Übernahme von Blackberry noch nicht vom Tisch

Anfänglich wurde vermutet, dass sich die Krise des kanadischen Smartphone-Herstellers Blackberry langsam auflöst. Dies scheint jedoch nicht der Fall zu sein. Schlechte Quartalsberichte, Sinkende Aktienwerte und abwandernde Mitarbeiter machen es dem Blackberry-CEO Thorsten Heins nicht leicht. Schon im vergangenen Jahr war immer wieder die Rede von einer vollständigen oder teilweisen Übernahme des Unternehmens.

Jetzt werden wohl ganz offen andere Partnerschaften in Erwägung gezogen. Dabei soll auch ein Verkauf des Unternehmens zur Debatte stehen. Am Montag wurde erklärt, dass derzeit „strategische Optionen“ geprüft werden. Für diese Belange wurde extra ein Sonderausschuss gebildet, welcher aus fünf Mitgliedern des Verwaltungsrates besteht. Wohin der Weg zukünftig führen wird, ist noch nicht bekannt. Die Rede ist von Allianzen, Partnerschaften, dem Verkauf oder aber auch von weiteren Optionen.

Es ist jedoch nicht gesagt, dass überhaupt etwas passiert. Das Unternehmen wird an seiner Linie weiterarbeiten und neue Produkte planen und veröffentlichen. Weitere Meldungen soll es erst dann geben, wenn tatsächlich eine Partnerschaft, Übernahme oder Sonstiges angekündigt oder das Verfahren eingestellt wird.

Von Seiten der Führung sind weiterhin positive Worte zu vernehmen. So spricht Heins davon, dass er an den langfristigen Erfolg von Blackberry glaubt und eine außergewöhnliche Technologie sieht. Allerdings scheint derzeit kein Ankommen gegen die Konkurrenz von iOS und Android. Der Marktanteil von Blackberry liegt aktuell unter vier Prozent.

Eine Übernahme der Blackberry-Technologie könnte für viele Unternehmen interessant sein. Die verwendete Technik mag andere Produkte aufwerten. Besonders der Aspekt Sicherheit ist bei den Kanadiern immer sorgfältig gepflegt worden. Dies zeigen auch aktuelle Produkte. Inzwischen kann eine strikte Trennung zwischen dem privaten und geschäftlichen Bereich stattfinden. Dies macht die Smartphones mit BB10 noch interessanter für eine Verwendung im Unternehmen. Denn die bereitgestellten Mobiltelefone können auch gefahrlos privat verwendet werden.

Wieder einmal steht das Blackberry am Scheideweg. Wohin dieser führen wird, ist noch nicht bekannt.

Erneut verlassen qualifizierte Manager Blackberry

Über die vergangenen Jahre war immer wieder von Mitarbeitern zu lesen, die Blackberry freiwillig den Rücken kehrten. Viele sind aber auch entlassen wurden. Erneut muss Blackberry jetzt für Ersatz in mehreren Bereichen suchen. Gegangen sind Carmine Arabia, Doug Kozak und Greame Whittington. Das Unternehmen selber spricht aber auch von einem Plan zur Umgestaltung, welcher sich jetzt im zweiten Abschnitt befindet.

Die Herstellung weltweit und die damit verbundene Lieferkette gehörten zu den Aufgaben von Carmine Arabia. In der unternehmenseigenen IT war Doug Kozak als Vizepräsident zuständig. Graeme Whittington war in den Bereich Service Operations eingebunden. Diese drei sind von sich aus gegangen. Aber vor etwas mehr als einem Jahr musste das Unternehmen von sich aus 5.000 Personen entlassen. Weiteren 250 wurde im vergangenen Juli gekündigt, da sich Blackberry nicht im vorgesehenen Tempo erholt hat.

Ein weiterer Top Manager musste vor wenigen Wochen den Betrieb verlassen. Die Rede ist von Richard Piasentin, vormals zuständig für das amerikanische Geschäft. Der Mitarbeiterstab des Unternehmens ist kontinuierlich geschrumpft. Aktuell arbeiten noch ca. 13.000 Personen auf der ganzen Welt für Blackberry.

Eines der großen Probleme beim Kampf um den dritten Platz auf dem Markt der Betriebssysteme, ist die Konkurrenz. Android von Google und das iPhone von Apple können nicht eingeholt werden, zumindest nicht in naher Zukunft. Aber gegen das Windows Phone, eine Kooperation von Microsoft und Nokia, wollte man sich durchsetzen. Tatsächlich wurde aber an Boden verloren. Das erste Quartal endete daher mit einem Verlust von 84 Millionen Dollar. Gerade da die Meldungen bezüglich des Unternehmens im Vorfeld sehr gut dargestellt wurden, sank schließlich der Aktienkurs auch um 16 Cent pro Wertpapier.

Ein großer Erfolg ist jedoch die Software BYOD, welche die Abtrennung von Privatem und Unternehmerischen ermöglicht. Nach eigenen Angaben nutzen schon jetzt 18.000 Firmen das Produkt, zur Sicherung ihrer Daten.

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