Hülle verwandelt iPhone in Blackberry!

Typo heißt der Hersteller, der sich vorgenommen hat aus dem iPhone ein Blackberry zu machen. Alles was dazu braucht ist anscheinend die physische Tastatur. Eine entsprechende Hülle wurde auf dem Markt gebracht, die nicht nur das Aussehen des Blackberrys imitiert, sondern auch die gleiche Funktion in Bezug auf das Schreiben erfüllt. Aber sollte dies als positive Werbung oder doch eher als geschäftsschädigend gewertet werden?

Hier gehen die Meinungen auseinander. Typo spricht davon, dass es dem angeschlagenen, kanadischen Konzern nur gut tun kann, wenn wieder für mehr Gesprächsstoff gesorgt wird. Blackberry selber hat jedoch geklagt, weil sie Patentrechte in Bezug auf das Design als verletzt angesehen haben.

Ein amerikanisches Bundesbezirksgericht hat festgestellt, dass es sich um eine Nachahmung handelt und das Produkt zunächst vom Markt genommen. Blackberry kann mit diesem Urteil zufrieden sein, auch wenn es wohl noch keine abgeschlossene Entscheidung ist. An der Konzernspitze stellt sich vielleicht auch die Frage, wer noch ein Blackberry mit physischer Tastatur kauft, wenn das iPhone ganz einfach aufgewertet werden kann. Allerdings musste für die „Blackberry-Ummantelung“ immerhin ein Preis in Höhe von 99,00 Dollar bezahlt werden.

Aber gerade wo auch in diesem Jahr noch das Blackberry Q20 erscheinen soll, welches eben auf das angesprochene Design setzen wird und ein wo eine physische Tastatur verbaut sein wird, kann eine „billige Nachahmung“ nicht toleriert werden. Laurence Hallier ist CEO von Typo und hat vor auch weiterhin innovative Produkte zu entwickeln und zu veräußern. Auch gegen das bestehende Urteil soll vorgegangen werden.

Neben dem Q20, welches von Blackberry-CEO John Chen spaßeshalber als Blackberry Classic bezeichnet wird, soll auch die Produktion des inzwischen dreijährigen Bold fortgesetzt werden. Dort wird noch das Betriebssystem Blackberry 7 verwendet. Es wird ein konservativer Weg eingeschlagen, als zuletzt unter Torsten Heins. Chen möchte das Unternehmen bis zum Jahr 2015 in sichere Bahnen lenken.

Blackberry – Mit dem Q20 zurück zu den Wurzeln!

Als Hauptgrund warum Blackberry von der Smartphone-Konkurrenz weitestgehend verdrängt wurde, besteht darin, dass der Umstieg zum Touchscreen weitestgehend verschlafen wurde. Zu lange hielt der Konzern an den Produkten mit der physischen Tastatur fest. Nachdem dieser „Fehler“ korrigiert wurde, gibt es aber auch viele Blackberry Veteranen, die diesen Schritt nicht gutheißen. Sie vermissen die physischen Tasten.

Neues Blackberry Modell soll Stärken vereinen

Mit dem Q20 haben die Kanadier jetzt ein Smartphone angekündigt, welches die physische Tastatur mit dem Touchscreen zusammenbringt. Es soll das neue Flaggschiff-Modell werden. Das moderne und von der Presse gelobte Betriebssystem BB10 kommt hierbei zur Geltung. Erweiterte Tasten-Funktionen, wie „senden“, „zurück“ und „beenden“ werden die Steuerung erleichtern. Auch das Trackpad wird ein Revival erleben.

Angekündigt wurde das Produkt in Barcelona. Bei der ersten Vorstellung gab es das Smartphone jedoch nicht zu sehen. Fakt ist jedoch, dass Nutzer zurückerobert werden sollen, die sich wegen der Angleichung an die Konkurrenz von Blackberry abgewandt haben.

Der Schritt vom Q10 zum Q20

Blackberry muss den entscheidenden Schritt weiter nach vorne gehen. Die Modelle Z10 und Q10 gelten derzeit als Premiumversionen. Das Q10 war ebenfalls mit einer physischen Tastatur ausgestattet, kam aber wegen anderer Änderungen – beispielswiese die fehlenden Bedientasten – bei vielen treuen Kunden nicht gut an.

Ob das Q20 ein Erfolg wird, hängt ganz entscheidend von der Umsetzung, aber auch vom Marketing ab. Die Modelle Z10 und Q10 wurden in zahlreichen Testberichten überaus gut bewertet. Die Kunden blieben aber den Produkten von Apple oder Samsung treu. Wo die Kanadier unter Heins noch versuchten sich an die „großen Unternehmen“ anzupassen, soll unter Chen anscheinend eine klare Abgrenzung vorgenommen werden. Ehemalige Kunden sollen zurückgewonnen werden. Alte Tugenden gilt es auszubauen.

Bezüglich der zusätzlichen Tasten brauchen sich App-Entwickler keine Sorgen zu machen. Die Minianwendungen werden trotzdem funktionieren. Nur wer die Tasten explizit einbinden möchte, der muss erneut tätig werden.

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