Was ist los im Hause RIM? Wochen- und monatelang ist der Smartphone-Riese in der Presse, überwiegend mit negativen Schlagzeilen. Handys und Tablets werden nicht abgesetzt, Kunden wurden mit Ausfällen des Netzes vergrault und der Jahresgewinn reduzierte sich um 71 Prozent. Neuesten Meldungen zufolge wird auch die Produktion der neuen Geräte mit den neuem Betriebssystem verschoben werden müssen. Das Jahr 2011 verlief für RIM wirklich nicht gut. Dennoch sind die Aktien plötzlich um mehr als 10 Prozent gestiegen. Spekulationen nach zu urteilen sind sowohl Microsoft, als auch Nokia und Amazon im Rennen um eine Übernahme des kriselnden Konzerns. Damit hätte sicherlich niemand gerechnet, da das Unternehmen derzeit nicht mehr die Marktstellung von einst inne hat.
Eine Übernahme von Microsoft und Nokia wäre recht merkwürdig. Beide Unternehmen sind bereits im Geschäft vertreten und haben dabei nur mäßigen Erfolg. Apple und Google sind derzeit ganz klar die tonangebenden Kräfte im Sektor der Smartphones. Sicherlich sind die RIM-Käufer eine interessante Basis. Es handelt sich dabei um ca. 75 Millionen Kunden. Aber dennoch ist die kein Vergleich zu den Marktanteilen der beiden Marktführer. Eine Übernahme durch Amazon ist hingegen weniger absurd. Schon mit der Veröffentlichung des Kindle Fire hat der weltgrößte Onlineshop sich in dieses Resort gewagt und das mit beachtlichem Erfolg. Amazon wurde in diesem Bereich schon als größter Kontrahent für Apples iPad angesehen. Einzig das Patent fehlt Amazon und dieses könnten sie mit der Übernahme von RIM erwerben. Die Kunden des kriselnden Unternehmens und die derzeit angespannte Situation sind aus Sicht von Amazon sicherlich auch ein Grund für eine potentielle Übernahme. Aber was sagen die Verantwortlichen von RIM über dieses Thema?
Jim Balsilie und Mike Lazaridis haben vor die Probleme aus eigenem Antrieb lösen zu wollen. Wie lange sie die Möglichkeit dazu haben, ist jedoch ungewiss. Starke Investoren verlieren nach diesem Jahr langsam das Vertrauen. Freuen können sich natürlich die Aktieninhaber. Durch diese Spekulationen haben sie etwas Wiedergutmachung für die fallenden Kurse der vergangenen Monate erhalten.


