Neues Betriebssystem ohne Erscheinungsdatum

Im Zuge der Blackberry World, ein großes Event bei dem Research in Motion seine neuen Produkte vorstellt, wurden einige Neuheiten vom langersehnten Blackberry 10 offenbart. Echtes Multitasking, Kacheldesign und die neue Bildschirmtastatur wurden offiziell vorgestellt. Was noch fehlt ist der Erscheinungstermin. Auch über die Tatsache, dass kein neues Smartphone vorgestellt wurde, waren viele enttäuscht.

Aber der Fokus der Veranstaltung lag ganz eindeutig auf dem neuen Betriebssystem Blackberry 10. Kein Wunder, liegt doch ein großer Teil der Zukunft an der Veröffentlichung des Systems. Die Softwareentwickler konnten sich freuen. Im Zuge der Konferenz bekamen sie ein Smartphone mit installiertem Blackberry 10 geschenkt. Dieser Prototyp mit der Bezeichnung Dev Alpha ist definitiv nicht für den Verkauf bestimmt. Das neue Betriebssystem ist derzeit weder in einem neuen Smartphone verbaut (da keins verfügbar), noch kann es auf alten Geräten aufgespielt werden.

Das schnelle Schreiben, eine der Stärken des Blackberrys, wurde weiter verfeinert. Die neue virtuelle Tastatur stellt einem Wortvorschläge in Aussicht. Durch eine Schellauswahl lassen sich Texte im Handumdrehen anfertigen. Geöffnete Anwendungen können per “Fingerwisch” gewechselt werden. Das Kachelsystem, mit welchen unterschiedliche Anwendungen ausgewählt werden können, hat sich bewährt. Auch die neue Foto App stellt einen Fortschritt dar. Sie zeichnet kontinuierlich Bilder auf und versieht diese mit einem Zeitstempel. Aus mehreren Schnappschüssen lässt sich dann das optimale Foto zusammenstellen. Multitasking macht das Produkt vielseitig. Mehrere Anwendungen gleichzeitig können geöffnet werden. Bei Bedarf ist schnell von einer Anwendung zur nächsten gewechselt.

Mit einer Prämie von 10.000 Dollar sollen Entwickler dazu gebracht werden, Apps für Blackberry 10 zu kreieren. Angeblich garantiert der Konzern diesen Umsatz im ersten Jahr. Die einzige Voraussetzung ist ein Mindestumsatz von 1000 Dollar. Sollte dieser erreicht werden, würde RIM für die Differenzsumme aufkommen. Programmierer, die nur auf die Prämie aus sind, aber keine ansprechende Leistung liefern, sollen auf diesem Wege ferngehalten werden. The Verge hat dies wohl zuerst berichtet.

Blackberry 10 geht im Mai an die Entwickler

Der Smartphone-Hersteller Research in Motion, welcher in den letzten Jahren zahlreiche Rückschläge erleiden musste, möchte mit dem neuen Betriebssystem wieder an erfolgreichere Zeiten anknüpfen. Durch mehrere Rückschläge, wie die Namensänderung von BBX auf Blackberry 10 und die Verzögerung bei der Lieferung von bestimmten Chips, wurde die Veröffentlichung auf Ende des Jahres 2012 verschoben. Experten rechnen damit, dass dadurch viele Kunden zu den Modellen der Konkurrenz greifen werden. Es wird erwartet, dass für viele Menschen das Jahr 2012 für den ersten Kauf eines Smartphones genutzt wird.

Auch wenn die Veröffentlichung erst für das letzte Quartal diesen Jahres geplant ist, so gibt es doch regelmäßig Neuigkeiten zu berichten. Vom 01. bis 03 Mai (Dienstag bis Donnerstag) soll in Orlando, Florida eine spezielle Veranstaltung stattfinden, bei der die Entwickler das Betriebssystem präsentiert wird. Die Programmierer sollen dabei natürlich einiges geboten bekommen. Tools, wie das Native SDK oder WebWorks SDK werden den ersten 2000 Programmierern zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus bekommen diese ein Blackberry 10 Dev Alpha. Dies ist ein Prototyp mit modifiziertem Blackberry Playbook OS. Research in Motion erklärte zwar unlängst, dass weder die Soft-, noch die Hardware im finalen Status sein, aber dennoch wird dies ein weiterer Schritt in Richtung Veröffentlichung sein. Für die Entwickler wird es ausreichen, um damit zu arbeiten.

Sich bereits jetzt für die Blackberry 10 Jam, so lautet der Name der Veranstaltung, zu registrieren, ist noch nicht möglich. Die Preise starten ab einem Betrag von 249 US-Dollar. Die Zeit scheint dennoch zu drängen. Ende des Jahres soll das Betriebssystem veröffentlicht werden und erst im Mai wird den Programmierern die Möglichkeit zur Einsicht in die Soft- und Hardware gegeben. Es bleibt zu hoffen, dass die Zeit ausreicht, um ein Produkt zu erschaffen, was die Kunden seit langer Zeit mal wieder vollends zu überzeugen weiß.

Duopol in der Smartphone-Branche?

Nicht nur Fachleute haben es inzwischen gemerkt, im Sektor der Smartphones kristallisieren sich zwei Konzerne, zwei Betriebssysteme deutlich heraus. Diese erstrahlen heller als die Konkurrenz und teilen den Markt zum größten Teil unter sich auf. Die Rede ist hier von Apple mit dem Betriebssystem iOS und Samsung mit Googles Android. Nokia macht schon länger nicht mehr von sich reden und RIM hätte im Jahr 2012 große Herausforderungen zu meistern. Der “Heilsbringer” erscheint jedoch erst am Ende des Jahres. In dieser Zeit werden wahrscheinlich weitere Kunden das Weite suchen. Die Produkte von Samsung und Apple haben in vielen Bereichen einen enormen Vorsprung.

Allerdings kann sich in der schnelllebigen Technikwelt vieles sehr schnell ändern. Experten sind jedoch der Meinung, dass das Jahr 2012 das Jahr der Smartphones wird. Wer diesen Trend verpasst, der hat das Nachsehen. Kein gutes Omen für RIM, die mit ihrem Betriebssystem in diesem Sinne zu spät seien werden. Laut wissen.de müssen die Produzenten der Smartphones sich in fünf Bereichen beweisen. Dies sind die richtige Zusammenstellung der Komponenten (Mikrochips), die Auslagerung der Produktion, eine durchdachte Patentstrategie und ein stabil laufendes und zugängliches Betriebssystem. Als fünfte Komponente spielen die Apps eine entscheidende Rolle. Die Zusatzprogramme werden häufig von Privatpersonen erdacht und daher müssen sämtliche Programmierer die Möglichkeit haben, das Angebot an Apps zu erweitern.

In diesen Sektoren haben sich die benannten Konzerne einen Namen gemacht. Apple bietet ein geschlossenes System, mit einer nicht lizensierten Software für den freien Zugang. Google stellt hingegen ein kostenfreies Betriebssystem zur Verfügung, welches durch den südkoreanischen Konzern Samsung bestens eingesetzt wird. Unlängst sprach der Nokia-Chef vom “Krieg der Ökosysteme”.

Smartphones steigen in ihrer Beliebtheit an und werden immer häufiger gekauft. Dies allerdings nicht nur von Männern, sondern auch von Mädchen und Frauen. Ähnlich wie im Sektor der Computerspiele, ist auch der Technikmarkt keine Männerdomäne mehr.

RIM möchte das App-Angebot steigern

Mit einer als ungewöhnlich zu bezeichnenden Marketingstrategie möchte Research in Motion seine Marktlage verbessern. Um das Sortiment an Apps für Blackberry zu steigern, wird den Entwicklern in den USA und in Kanada ein Playbook geschenkt. Da sich das Playbook nur spärlich verkauft, scheint diese Idee nicht so absurd zu sein. Durch eine Erhöhung des App-Angebotes erhofft sich der Hersteller sicherlich einen größeren Absatz sämtlicher Produkte. Insbesondere die Neuerscheinungen werden dabei schon bedacht gewesen sein.

Derzeit ist dies wirklich eines der größten Mankos des Blackberrys. Das Angebot an Apps steht deutlich hinter der Konkurrenz zurück. Um dem entgegen zu wirken sollen nun zahlreiche Entwickler in Amerika und Kanada ein Playbook erhalten. Dieses großzügige Geschenk ist natürlich an eine Bedingung geknüpft. Der 13. Februar ist der Stichtag, um via Twitter mitzuteilen, dass eine modifizierte Android App jetzt auch für das Blackberry zur Verfügung steht. Diese muss auf der App World hochgeladen werden. Wer sich an diese Bedingungen hält, der kann ein gratis Playbook bekommen. Es bleibt abzuwarten, wie viele sich dadurch wirklich angespornt fühlen.

Eine weitere Initiative solle noch im Februar gestartet werden. Auch dabei handelt es sich um eine Maßnahme, die das Angebot der Apps für die Produkte von RIM erhöhen soll. Es handelt sich dabei um eine modifizierte Variante des Betriebssystems, welches es erlaubt auch Apps von Android zu laden. Durch diese Doppelstrategie möchte das Blackberry seine Marktlage wieder verbessern.

Weht tatsächlich ein frischer Wind im Hause Blackberry? Die neuen Ideen machen Lust auf mehr. Das scheinen andere ebenso zu sehen. Die Blackberry Devcon 2012, welche am 07. Oktober beginnen wird, ist bereits komplett ausverkauft. Bei dieser Veranstaltung werden die Produktneuheiten der nächsten Jahre präsentiert. Dort wird sich ein erster Trend abzeichnen, ob RIM einen neuen Weg einschlägt und die erfolglosen Zeiten hinter sich lässt.

Interview mit Mike Kirkup, Director Developer Relations, RIM

Die offizielle BlackBerry Development Group Berlin hat kürzlich ein Interview mit Mike Kirkup geführt, seineszeichens Director Developer Relations bei Research in Motion.

Interview mit Mike Kirkup von RIM

Das Interview ist vorwiegend für BlackBerry Anwendungsentwickler interessant, der reine Anwender wird sich mit Begriffen wie JDE Samples oder QNX vielleicht etwas schwer tun. Hier gelangt Ihr direkt zum Interview.

Alle Infos zur offiziellen BlackBerry Developer Group in Berlin findet Ihr unter berlinblackberrydevelopers.blogspot.com.

DevCon 2010 in San Francisco

Der Martin war mal wieder der Schnellste. Ab sofort kann man sich für die BlackBerry Developer Conference 2010 anmelden. Das Eldorado der BlackBerry Anwendungsentwickler findet vom 27. bis 30. September in San Francisco, Kalifornien statt.

BlackBerry Developer Conference September 2010

Im Gegensatz zum Developer Day, der ja kostenlos zu besuchen war, verlangt RIM für die Teilnahme an der Developer Conference Geld. Studenten ziehen das große Los, denn Sie sind für 199$ mit von der Partie. Normalsterbliche zahlen da schon 1.299$ Eintrittsgeld. Wer sich zügig entscheided kann jedoch noch einen Early-Bird-Rabatt von 200$ mitnehmen und das Ticket für 1.099$ buchen. Zusätzlich gibt es auch noch verschiedene Hotelbundles, damit man zusätzlich zum Ticket auch gleich einen Schlafplatz buchen kann.

Einen Überblick über die Preise gibt es hier, wer sich anmelden möchte klickt direkt dort: BlackBerry DevCon2010 – Anmeldung

Mehr über die Themen gibt es auf Something for Everyone, alle weiteren Informationen zur BlackBerry Developer Conference 2010 unter www.blackberrydevcon.com.

BlackBerry Developer Day – 28.06. Hamburg – Recap

Wie bereits in der letzten Woche angekündigt gastierte RIM gestern im Rahmen der BlackBerry Developer Days in der schönen Hansestadt Hamburg. Diesmal habe ich mir die Zeit genommen, um an der Veranstaltung teilzunehmen. Weniger weil ich der große Programmierer bin, sondern weil ich Euch eine Zusammenfassung des Events liefern möchte und einfach einmal sehen wollte, wie besuchenswert solch eine Veranstaltung ist.

BlackBerry Developer Days 2010 - Zusammenfassung

In den Zugriffszahlen sehe ich immer recht gut, dass das Thema “Developing” nicht das Interesse der breiten Lesermasse trifft. Ich denke dass das unter anderem auch daran liegt dass zum Einen das schnöde Wort “Developing” beim ein oder anderen gleich für Ablehnung sorgt, und zum Anderen kein leicht verständlicher Einstieg ins Thema existiert.

Ziel der BlackBerry Developer Days, des offiziellen BlackBerry Development Blogs, der neuen Developer Community Programs und all der Aktionen die RIM gerade um das Thema betreibt haben ein einfaches Ziel: RIM sucht Leute wie dich und mich, die sich dafür interessieren, Programme für den BlackBerry zu entwerfen. Da reden wir deshalb nicht gleich von einem SAP Client oder einer kompletten CRM-Lösung, RIM versucht erst einmal grundsätzlich, BlackBerry Anwender für das Thema “Entwicklung” zu begeistern.
Erst im zweiten Schritt stellt sich die Frage ob Ihr eine simple Hallo-Welt App, ein Spiel oder eine Business-Anwendung schneidern wollt.

Das tolle daran ist, RIM bietet euch kostenlos die Möglichkeit, Euch in das Thema einzuarbeiten – genau DAS ist auch der Konsens der BlackBerry Developer Days!

Eingeleitet hat die gestrige Veranstaltung Martin Thyssen, Director EMEA Alliances bei Research In Motion mit einem Überblick über das Unternehmen, die aktuellen Zahlen und die zukünftige Planung was das Thema App Developing betrifft. Hier ist auch wieder das seit dem Frühjahr beworbene Thema “Super Apps” in den Fokus gerückt.

Super Apps sind BlackBerry Anwendungen die sich positiv von anderen Programmen abheben, weil Sie

  • mehr als einen Tag auf dem BlackBerry installiert bleiben
  • sehr eng mit den BlackBerry Embedded Apps wie Kalender oder Kontakten verdrahtet sind
  • dem User einen erheblichen Mehrwert bzw. Arbeitserleichterung bieten

Übrigens: Nicht mehr als 5% der Apps die aus der App World heruntergeladen werden überleben am Endgerät einen zweiten Tag, d.h. 95% der Apps werden bereits nach einem kurzen Test wieder gelöscht.

Nach der Keynote hat iSec7 Geschäftsführer Marco Gocht in seinem Vortrag aufgezeigt, worauf es bei der Entwicklung von BlackBerry-Anwendungen ankommt, was die Entwickler bereits im Vorfeld beachten müssen und welche Abhängigkeiten bestehen. Danach sind die RIM-Mitarbeiter in Ihren weiteren Vorträgen tiefer in das Thema Java, Web Deployment und Themes eingestiegen.

Um den Artikel nicht zu theoretisch werden zu lassen, mein Fazit:

Auch wenn Ihr nicht über Spitzen-Programmierkenntnisse verfügt – solltet Ihr die Möglichkeit haben eine BlackBerry Developer Veranstaltung zu besuchen, schaut einfach mal vorbei. Das Thema ist tatsächlich interessant und bei Weitem nicht so trocken wie es der Name vermuten lässt!

Und für alle die bereits programmieren noch eine interessante Info: Auch in diesem Jahr findet wieder die BlackBerry Developer Challenge statt. Teilnahmeschluß ist der 6. September 2010, alle Informationen dazu findet Ihr hier: BlackBerry Developer Challenge 2010.

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