Zieht Blackberry sich aus dem Smartphone-Geschäft zurück?

Sollte sich mit den Smartphones der Marke Blackberry zukünftig kein Gewinn erzielen lassen, so steht auch ein Verkauf dieser Sparte wieder zu Debatte. Mit dieser Äußerung hat Blackberry-CEO John Chen Kunden und Blackberry Fans auf der ganzen Welt überrascht. Kurze Zeit später hat er seine Aussage diesbezüglich aber dementiert. Ein schlechter „Nachgeschmack“ bleibt dennoch zurück.

Dass der sonst so smarte Chen so dünnhäutig und offenkundig spricht, zeigt die angespannte Lage im Smartphone Sektor. Laut dem Consumer Intelligence Research Partners, die alle neuen Produkte der Kanadier untersucht haben, lag der Marktanteil in den USA bei gerundeten 0 Prozent. In seiner Aussage schloss Chen, dass ein Verkauf noch keine beschlossene Sache sein. Er machte jedoch deutlich, dass dies diskutiert werden und bald eine Entscheidung fallen wird.

Solche Äußerungen wirken sich nicht gerade positiv auf die Kunden aus. Denn niemand wird ein Smartphone kaufen, für welches es zukünftig keine Updates mehr geben könnte. Aus unternehmerischer Sicht ist dies noch unwahrscheinlicher. Denn hier wird sich im großen Maßstab an die Firma gebunden. Bestellungen von hunderten Smartphones sind möglich. Keine Führungskraft würde sich für Blackberry aussprechen, unter der Voraussetzung, dass die Smartphone-Sparte vielleicht abgeschafft wird.

Chen selber hat seine Aussage, die erstmals von Reuters abgedruckt wurde, später revidiert. Er sprach davon, dass der Inhalt aus dem Zusammenhang gerissen und neu arrangiert wurde. Er plane nicht mit dem Verkauf der Smartphone-Sparte und wollte auch die Kunden in dieser Hinsicht beruhigen. Er schloss mit den Worten, dass dieser Sektor noch nicht aufgegeben wurde und das Blackberry weiterkämpfen werde.

Ob ein Fauxpas von Chen oder von Reuters, erneut musste das Image von Blackberry einen kleinen Knacks hinnehmen. Wie häufig das Unternehmen dies noch ertragen kann oder ob es an der Marktlage zugrunde gehen wird, kann derzeit noch nicht abschließend geklärt werden.

Blackberry verkleinert sein Immobilien-Eigentum

Laut einer Pressemeldung wird Blackberry einen Großteil seiner Immobilien und seines Grundbesitzes veräußern. Die Freiflächen und der bebaute Grundbesitz soll zu einem großen Teil im Anschluss wieder gemietet werden. Über die oder den potentiellen Käufer ist bislang nichts bekannt geworden. Die Verkäufe sollen innerhalb von einem Jahr im Finanzjahr 2015 vollständig verbucht werden.

Diese Maßnahme kann als einer der Bausteine zur Neuausrichtung und John Chen angesehen werden. Die Optimierung der innerbetrieblichen Abläufe, die Ressourcen-Nutzung und die neue Strukturierung  gehen mit diesen Verkäufen Hand in Hand. Prominente Beispiele anderer Unternehmen (u.a. Sony) haben es vorgemacht. Auch dort wurden Immobilien verkauft. Denn das Hauptgeschäft liegt nicht in der Verwaltung des Grundbesitzes. Hier lag also Kapital brach, welches jetzt anderweitig eingesetzt werden kann.

Wichtig bleibt zu erwähnen, dass Waterloo in Kanada auch weiterhin die Heimstätte von Blackberry bleiben soll. Die Immobilienverkäufe werden daran nicht ändern. Chen spricht davon, dass diese Maßnahme dem großen Ziel einer verbesserten Betriebseffizienz zu erreichen geschuldet ist. Der Verkauf von Grundbesitz ist jedoch nicht gleichbedeutend mit dem Ende von Blackberry.

Erst im letzten Jahr wurde die vollständige Veräußerung diskutiert. Auch ein Verkauf von diversen Sparten wurde zu dieser Zeit von Thorsten Heins nicht ausgeschlossen. Eine Investition in Höhe von einer Milliarde Dollar von Fairfax Holdings, mit der Option auf eine weitere Viertelmilliarde in diesem Jahr gab den Ausschlag es mit einer Neuausrichtung unter John Chen zu versuchen.

Der Verkauf ist ein weiterer Schritt sich auf die Kernkompetenzen des Unternehmens zu besinnen und sich von allem überflüssigen zu befreien. Was natürlich erhalten bleiben soll, sind die Kunden. Aber auch hier gibt es negative Meldungen. US-Präsident Barack Obama und das Weiße Haus testen derzeit angeblich Alternativen. Smartphones von LG und Samsung sollen hier in die engere Wahl genommen worden sein. Für Blackberry könnte dies eine negative Signalwirkung haben.

Änderungen im Management von Blackberry

Erneut muss der kanadische Smartphone-Hersteller Blackberry Abgänge im Führungssegment verzeichnen. Dieses Mal ist es Andrew Bocking, welcher als Vize-Präsident für den Blackberry Messenger (BBM) zuständig war. John Sims, zuvor zuständig für Global Enterprise Solutions, übernimmt den Posten. Weiterhin ist Markus Müller zum Regional Managing Director Europe befördert worden. Er tritt die Nachfolge von Stephen Bates an.

Andrew Bocking hat das Unternehmen ohne Angabe von Gründen verlassen. Auch der Konzern hat zu diesem Abgang kein Statement abgegeben. Gerade das Segment Blackberry Manager gilt als einer der wenigen Hoffnungsschimmer des kanadischen Unternehmens. Am ersten Tag nach dessen Erscheinen, wurde der Messenger über 10 Millionen Mal heruntergeladen. Es scheint also ein reges Interesse an gesicherter Kommunikation zu bestehen. Weiterhin ist BBM auch für iOS und Android verfügbar, so dass eine breite Masse an Usern angesprochen wird.

Bocking soll sich eigentlich gut mit der Philosophie von John Chen identifiziert haben. Dies hat sicherlich nicht zuletzt daran gelegen, dass der Interims-CEO die BBM-Sparte als einen von drei Eckpfeilern für die Zukunft des Unternehmens angesehen hat.

Markus Müller wurde erst im vergangenen Jahr als Nachfolger von Axel Kettenring im Posten als Managing Director Germany eingesetzt. Jetzt ist er in seiner Karriere einen weiteren Schritt vorwärts gekommen. Im Gegensatz zu Bocking möchte der studierte Jurist Müller beim kanadischen Unternehmen Karriere machen.

Nach neuesten Gerüchten soll Blackberry an einem neuen Smartphone arbeiten. Dieses soll mit einem Achtkern-Prozessor ausgestattet werden. Ein 64-Bit Chip der Marke Qualcomm und vier GB RAM erweitern die Technik. Dabei wird jeder Kern mit bis zu 2,5 GHz Takt laufen und über 4 Mbyte Level 2 Cache verfügen. Ein Grafikchip mit bis zu 500 MHz soll das System abrunden.

Die Entwicklung wurde wohl noch unter Thorsten Heins, Chens Vorgänger, in Auftrag gegeben. Ein Erscheinen ist nicht vor dem Sommer des Jahres 2015 geplant.

Wurde das Blackberry der Bundeskanzlerin von der NSA abgehört?

Bei heiklen Regierungsgeschäften steht die Datensicherheit mitunter im Fokus. Tatsächlich wurden für die Politiker, welche in wichtige Entscheidungen eingeflochten sind, zwei Smartphones ausgegeben. Einmal wurde dabei auf die Sprachqualität geachtet, hierbei handelt es sich um ein Modell der Marke Samsung. Für Gespräche mit höchster Sicherheitsstufe steht unter anderem der Bundeskanzlerin ein angeblich abhörsicheres Blackberry Z10 zur Verfügung. Konnte die NSA trotzdem mithören?

Beim letzten Besuch von US-Präsident Obama war die Ausspäh-Debatte schon längst im Gange. Die Kanzlerin war jedoch noch nicht im Bilde, dass sie selbst ein Opfer war. Als deutsches Staatsoberhaupt ist Merkel sehr viel am Telefonieren und versenden von Kurzmitteilungen. Derzeit hat es den Anschein, dass die NSA diese Gespräche und Mitteilungen abfangen konnte. Nach dem Bekanntwerden selber ausspioniert worden zu sein, wurde sofort in Amerika nachgefragt.

„Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht“ sagt die Bundeskanzlerin und schlägt damit gleichzeitig eine Brücke zu den Beziehungen nach Amerika. Gleichzeitig denkt die Kanzlerin dabei natürlich auch an ihre Schutzbefohlenen, ihr Volk, welches von dieser Ausspähaktion nichts mitbekommen hatte.

Das Gremium für Geheimdienstangelegenheiten wurde einberufen. Dort wurde von ersten Beweisen gesprochen, die das Ausspähen bestätigen. Insbesondere die SPD fühlt sich jetzt bestätigt. Denn schon im Sommer wurden Stimmen laut, die davon sprachen, dass das Ausspähen noch kein Ende finden wird.

Außenminister Westerwelle sagt, „wer einander vertraut, der hört sich nicht ab. Und wer es dennoch tut, der belastet die Freundschaft.“ Auch hier ist herauszuhören, dass die Beziehung zu den USA nicht gefährdet werden soll. Was noch fraglich ist, ist welches der Diensthandys der Kanzlerin zum Opfer der Ausspäh-Attacke geworden ist. War es das Samsung-Smartphone, über welches nur weniger wichtige Dinge besprochen wurde oder ist das Blackberry Z10 abgehört worden? Weiterhin besteht sogar die Möglichkeit, dass beide Smartphones von der NSA angezapft worden sind.

Wird das Unternehmen Blackberry bis November verkauft?

Nach Informationen des Wall Street Journal gibt es beim Smartphone-Pionier Blackberry Pläne, das Unternehmen bis zum November verkauft zu haben. Das Ziel beim Verkauf scheint eine Auktion zu sein, wo sich das kanadische Unternehmen den meisten Profit erhofft. Nicht zuletzt soll diese Eile aus der Übernahme von Nokia entstanden sein.

Es ist jedoch noch gar nicht sicher, dass sich überhaupt ein Interessent findet. Warum eine Auktion abhalten, wenn vielleicht niemand bieten würde? Mit der Angabe des Zeitfensters bis November könnten also auch nur potentielle Interessenten in die Pflicht genommen werden. Wenn sich erst ein bis zwei Unternehmen gefunden haben, die bieten würden, könnte eine Eigendynamik entstehen, die den Wert des Unternehmens Blackberry in die Höhe treibt.

Aber wer könnte Interesse haben. Das Gerücht Microsoft würde auch noch Blackberry übernehmen hat sich bislang in keiner Weise bestätigen können. Das Wall Street Journal schickt mit Lenovo den nächsten Interessenten ins Rennen. Weiterhin wird pauschal auf Interessenten im asiatischen Raum verwiesen.

Weitere Planungen beziehen nicht den vollständigen Verkauf mit ein. Wenn interessante Angebot für Teilgebiete eingehen, wird sich Blackberry auch damit beschäftigen. Diverse Investoren könnten eine Übernahme und anschließende Strukturänderung vornehmen, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Nicht zuletzt behalten sich die Kanadier aber die Möglichkeit vor, eine Aufspaltung in Eigenregie vorzunehmen und sich weiter auf Kernkompetenzen zu konzentrieren, andere Elemente hingegen abzugeben.

Wer trifft aber die endgültige Entscheidung was mit Blackberry passiert? Thorsten Heins wird hier keinen Alleingang hinlegen können. Vor knapp einem Monat wurde ein Komitee gebildet, zu welchem auch der Blackberry-CEO, aber auch Barbara Stymiest als Chairman und weitere Vertreter des Unternehmens, sowie eine externe Beratung umfasst. Innerhalb dieser Gruppe soll eine Entscheidung gefunden werden, die zukunftsweisend für die Marke Blackberry seien wird. Nicht zuletzt geht es hier auch um das Überleben des Smartphone-Pioniers.

Bedeutet der Verkauf von Blackberry Reichtum für den Firmenchef?

Seit einiger Zeit ist auch der Verkauf des kanadischen Smartphone Pioniers wieder ein Thema. Die Zahlen der Quartalsberichte sind weitaus schlechter ausgefallen, als ursprünglich gedacht und vom Unternehmen selber wurde geäußert, dass alle möglichen Optionen geprüft werden. Ein Verkauf ist daher nicht ausgeschlossen. Für andere Wettbewerber auf dem Smartphone-Markt ist das Unternehmen Blackberry durchaus nicht uninteressant. Gerade in Belangen der Sicherheit war es den meisten Konkurrenten immer einen Schritt voraus.

Thorsten Heins ist nun seit Januar 2012 Firmenchef von Blackberry. Wie die Bild-Zeitung berichtet, würde der CEO bei einem Verkauf seines Unternehmens die festgeschriebene Summe in Höhe von 55,6 Millionen Dollar als Abfindung kassieren. Umgerechnet ergibt sich ein stolzer Betrag von 41,5 Millionen Euro.

Diese Summe gibt es jedoch nur bei einem Verkauf. Dieser gilt derzeit als strategische Option, da die Marktanteile von Apple und Google anscheinend zu groß sind, um sich als Dritter am Markt platzieren zu können. Die Prüfung eines Verkaufs wird vom Timothy Dattels, einem Blackberry-Direktor, geprüft. Er ist ebenfalls Mitglied bei TPG Capital, dem größten Beteiligungsunternehmen auf der Welt. Ein Kauf könnte daher auch von Fairfax Financial durchgeführt werden. Dieses Unternehmen hält derzeit bereits 11 Prozent der Aktien von Blackberry.

Diese haben in den vergangenen Tagen jedoch wieder an Wert verloren. Gestern wurde vermeldet, dass innerhalb von fünf Tagen ein Wertverlust in Höhe von 13 Prozent eingetreten ist. Damit liegt der Wert einer Aktie inzwischen bei 10,31 US-Dollar. Noch vor wenigen Wochen wurde die Aktie als Wertpapier mit Potential gehandelt. Alle Anzeichen standen auf Aufschwung. Inzwischen haben aber auch die Aktien-Experten ihre Prognose korrigiert.

Ein angestrebter Verkauf könnte den Wert der Aktien wieder in die Höhe treiben. Für Verkäufer empfiehlt Analyst Peter Misek ein Kursziel in Höhe von 15 US-Dollar je Aktie. Andere Experten stimmen dieser Ansicht zu.

Neue Bilder der L-Serie im Netz

Die Veröffentlichung des Blackberry Z10, besser bekannt als die L-Serie, steht kurz bevor. Noch ca. einen Monat, dann ist das Produkt offiziell vorgestellt worden. Schon jetzt können sich Fans einen Eindruck vom Smartphone verschaffen. Die Produktdetails wurden längst gestreut und auch das Aussehen ist inzwischen kein Geheimnis mehr.

Es heißt immer wieder, dass Bilder geleakt wurden. Beim „Leaking“ handelt es sich um das Onlinestellen von Fotos eines Produkts, welches eigentlich noch geheim gehalten werden sollte. Aber dies trifft es heute nicht mehr ganz. Es ist unlängst bekannt, dass diese Methode von Unternehmen auch als Werbekampagne genutzt wird. Alles was verboten ist, ist halt besonders interessant. Eines der Fotos der Blackberry Z10 wurde offensichtlich im Lager einer Firma aufgenommen.

Wer die Fotos betrachtet, der bekommt einen völlig anderen Eindruck, als bei den Vorgängern. Stilistisch und auch von der Ästhetik genügen die Produkte höchsten Anforderungen. Weiterhin kann das neue Blackberry nicht nur in bekanntem Matt-Schwarz, sondern auch in Weiß erworben werden. Innerhalb dieser (Nicht-)Farben gibt es weitere Abstufungen. Dadurch ist eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten des gleichen Modells auf dem Markt. Mit einer Klappe auf der Rückseite, welche sich herausnehmen lässt um leichter an die SIM-Karte zu gelangen, und mit austauschbarer Batterie, kommt das neue Smartphone aus dem Hause Research in Motion daher. Ein MicroSD-Slot kann ohne große Aufwendungen genutzt werden, um die Speicherkapazität des Blackberrys zu erweitern. Einiges scheint dem iPhone nachempfunden.

RIM steht am Scheideweg. Trotz zuletzt guter Quartalszahlen sind die Aktien in den Keller gefallen. Zum Release des neuen Blackberrys am 30. Januar wurden 70.000 Apps versprochen. Dafür hat RIM zuvor die Werbetrommel gerührt und mit Preisen Entwickler geködert. Die Zeichen der Zeit wurden erkannt. Es gilt sich auf einem hart umkämpften Markt zu behaupten. Die Produkte machen aus der Ferne einen wertigen Eindruck. Mal sehen, ob sie halten, was sie versprechen.

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