Welche Infos gibt RIM in Saudi-Arabien preis?

Einige von Euch haben das Thema BlackBerry Sicherheit in Saudi-Arabien sicherlich verfolgt. Die Saudis hatten gemeldet, sie würden die BlackBerry Services im Land abschalten, sofern RIM ihnen keinen Einblick in den eMail-Transfer erlaubt. Bisher war es ausnahmslos so, dass jeglicher Mailverkehr über zwei RIM-Standorte abgewickelt wird, eine Serverfarm steht in Großbritannien, die andere in Kanada.

RIM hat dem Druck von Saudi-Arabien nachgegeben und wird/hat Server im Lande installiert. Weitere Details könnt Ihr bspw. im Artikel “Zum Stand der Dinge in Saudi-Arabien” nachlesen. Unmittelbar nachdem diese Meldung Ihren Weg um den Erdball gemacht hatte, standen Datenschützer und Kritiker auf dem Plan, um darüber zu diskutieren, inwieweit RIM zukünftig Einblick in den eMail-Verkehr geben wird. Spannend dazu ist der Artikel “BlackBerry Verbote Teil 2“.

Heute, eine knappe Woche später, drohen folgende Länder damit, die BlackBerry Dienste zu stoppen, bitten RIM um Einblick in die Übertragungen, bzw. stehen bereits in Verhandlungen mit dem kanadischen Unternehmen:

  • Indien
  • Indonesien
  • Libanon
  • Saudi Arabien
  • Vereinigte Arabische Emirate (UAE)

Zusätzlich hat RIM am 12. August 2010 eine Information für alle BlackBerry-Kunden veröffentlicht, die genau erklärt, welche Informationen unter welchen Umständen preisgegeben werden, anbei die Pressemitteilung von Research in Motion:

Als Reaktion auf das heutige Statement der indischen Regierung und als Ergänzung zur Kundeninformation von Research In Motion (RIM) vom 2. August, möchte RIM seinen Kunden im Folgenden weitere Informationen geben. Auch wenn RIM die vertraulichen regulatorischen Verhandlungen mit verschiedenen Regierungen nicht offenlegen kann, versichert RIM seinen Kunden, dass sich das Unternehmen zwar so kooperativ wie möglich gegenüber den Regierungen verhält, um rechtliche und nationale Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, aber gleichzeitig auch sehr darauf bedacht ist, die rechtmäßigen Bedürfnisse der Bürger und Unternehmen zu schützen. RIM hat daher eine klare Grenze gezogen, was die Möglichkeiten eines „gesetzlich ermächtigten“ Zugangs von Carrier-Seite betrifft. Dies umfasst vier wichtige Punkte:

  1. Die Möglichkeiten der Carrier sind klar beschränkt. Zugang zu den Daten wird lediglich auf richterlichen Beschluss und im Rahmen der Anforderungen für die nationale Sicherheit, wie sie die Gesetzgebung des Landes vorsieht, gewährleistet.
  2. Die Möglichkeiten der Carrier müssen Technologie- und Herstellerneutral sein und dürfen keinen Zugriff auf BlackBerry-Dienste ermöglichen, der über das hinausgeht, was die Carrier und Behörden von RIM´s Mitbewerbern und anderen ähnlichen Telekommunikationstechnologie-Unternehmen bereits verlangen.
  3. Die Sicherheitsarchitektur des BlackBerry Enterprise Server unserer Unternehmenskunden bleibt unberührt. Sie ist, entgegen jedweder Gerüchte, weltweit exakt gleich und RIM ist technologisch nicht in der Lage, einen Schlüssel zur Dekodierung der Kommunikation seiner Kunden zu liefern. RIM`s Position wird weiter dadurch gestärkt, dass eine sichere Verschlüsselung eine essenzielle Basis für jedes Land ist, um internationale Geschäftsbeziehungen aufzubauen und zu halten. Eine vergleichbar sichere Verschlüsselung wird nahezu überall in traditionellen Virtual Private Networks (VPNs) sowohl in verkabelten als auch kabellosen Netzwerken für die Kommunikation in Unternehmen und auch Regierungen eingesetzt.
  4. RIM hat einen weltweit einheitlichen Standard die Auflagen für einen rechtmäßigen Zugang betreffend und räumt somit ausdrücklich keinem Land eine Sonderstellung ein.

Ich habe versucht, die essentiellen Stellen der obigen 4 Punkte fett zu markieren – jedoch ist der komplette Absatz interessant. Die Mitteilung klingt sehr vertrauenserweckend. Ich harre gespannt der Dinge die da kommen und wir werden natürlich berichten sobald es Neuigkeiten gibt!

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