Kontrollierte Auslese in den App Stores

Der geneigte BlackBerry-Anwender wird beim Gebrauch der Wortschöpfung “App Store” wohl erst einmal zusammenzucken und an die weißen Produkte mit dem Apfel denken. Doch in diesem Beitrag geht es nicht nur um die BlackBerry App World, sondern ganz allgemein um alle großen Application Stores, Center und Worlds, die auf mobilen Geräten angeboten werden.

Christian Stöcker von Spiegel Online – Abteilung Netzwelt – hat einen lesenswerten Artikel zum Thema “Mobiles Internet” veröffentlicht. Wer bei “Zwangsjacke für das Internet” einen blumig geschriebenen Artikel erwartet den man zwischen einem Telefonanruf und dem nächsten Check der eMails auf 8 Sekunden überfliegen kann, braucht nicht auf den Link zu klicken. Vielmehr beschäftigt sich Stöcker kritisch mit der Entwicklung des mobilen Internet und der Beeinflußung durch die großen Konzerne.

[...] Vor allem aber ist die neue Welt schöner für die Hersteller der Geräte, denn sie verdienen plötzlich nicht mehr nur an der Bereitstellung einer Plattform, an Hardware und Betriebssystem, sondern auch an jeder verkauften Anwendung – einfach deshalb, weil sie auf ihrer Plattform läuft. Nicht so schön ist die neue Welt für Software-Entwickler. Die haben es nämlich plötzlich mit mächtigen Torwächtern zu tun, die von nun an verfügen dürfen, welche Software der Menschheit zugemutet werden darf und welche nicht. Ob eine “App” ihr Publikum findet, entscheidet nicht mehr nur der Markt – sondern erst mal Apple, Amazon, Nokia und Co. [...] (den ganzen Artikel auf Spiegel Online lesen)

Was ist dran an den Behauptungen? Wird das Internet tatsächlich heimlich still und leise kontrolliert und in ganz bestimmte Bahnen gelenkt? Haben die Open Sourcer und Individualisten keinen Platz mehr, weil nur mehr der profitträchtige Mainstream Zugang zum Netz findet? Was haltet Ihr von dem Artikel und was ist Eure Meinung? Schreibt mir in den Kommentaren!

Internet Speed Test für BlackBerry Storm

Der Netzwerkriese Cisco Systems entwickelt gerade eine kostenlose Freeware für den BlackBerry Storm, mit der man die Internetgeschwindigkeit messen kann. Das kostenfreie Tool nennt sich Cisco Global Internet Speed Test – GIST.

GIST misst die Internetgeschwindigkeit entweder über das Mobilfunknetz oder über WLAN (Wi-Fi). Wer jetzt nicht stutzig geworden ist, der hat nicht aufmerksam gelesen ;-) – fachkundigen Anwendern wird auffallen dass bis dato keinen BlackBerry Storm mit WLAN auf dem freien Markt erhältlich ist.

Dazu ein kleiner Exkurs in die BlackBerry Storm Modellpalette:

  • BlackBerry Storm 9500 – GSM Version (Markt: u.a. Europa)
  • BlackBerry Storm 9520 – GSM Version, mit WLAN (Markt: u.a. Europa) in Planung!
  • BlackBerry Storm 9530 – CDMA Version, kein WLAN (Markt: u.a. USA)

Somit kann man am BlackBerry Storm bisher nur den Internet Speed Test über die Mobilfunkverbindung durchführen. Bei diesem Test wird ein Datenpaket von 256KB Größe heruntergeladen – beim Test der Wi-Fi Verbindung wären es 512KB. Beim Download wird die Geschwindigkeit in Millisekunden gemessen und danach in Einheiten von 1000 Bits pro Sekunde (kbps) ausgegeben.

cisco-gist-blackberry-storm

Die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessung werden in drei verschiedene Klassen unterteilt:

  • Web 2.0 Grade:
    Surf the web and collaborate, you’re on a solid wave (150 – 449 kbps)
  • Music Grade:
    Download/listen to your favorite tunes, you’ve got the bandwidth (450 – 749 kbps)
  • Video Grade:
    Get your popcorn – it’s showtime, you’re in the fast lane (750+ kbps)

Cisco Global Internet Speed Test (GIST) kann hier heruntergeladen werden. Cisco macht es den interessierten Anwendern leicht, und hat eine sehr ausführliche und bebilderte Installationsanleitung von GIST veröffentlicht.

Viel Spaß beim Testen, wie immer freue ich mich über Eure Einschätzungen und Erfahrungen in den Kommentaren. Wer hat die schnellste Verbindung?

Ach, für die heimlich mitlesenden iPhone-User ;-) – Cisco GIST gibt es auch fürs iPhone 3G, und da macht dann auch die Wi-Fi Spalte wieder Sinn…

Google Analytics datenschutzwidrig?

Bereits vor einigen Monaten geisterte die Meldung durch die deutschen Medien, dass der Einsatz von Google Analytics auf Webseiten gegen geltenden deutsches Datenschutzrecht verstößt. Damals wurde Bundesjustizministerin Brigitte Zypries öffentlich eine bis zu 6-monatige Haftstrafe, oder die Zahlung von bis zu 250.000 Euro angedroht, sofern die Seiten des Bundes weiterhin IP-Adressen von Webnutzern speichern. (Ausführlicher Bericht zum Thema).

Jetzt ist Google mit seinem Tool Analytics wieder im Visier der Datenschutzbehörden in Deutschland.
Mit Google Analytics lassen sich Besuche auf Internetseiten durch den Webseitenbetreiber untersuchen – unter anderem dahingehend Wer wann wo und wie lange auf entsprechenden Seiten unterwegs war.
Voraussetzung zur Nutzung von Google Analytics ist ein JavaScript Codeschnipsel, das in jede Seite der Internetpräsenz eingebunden wird.

Bis hierhin ist alles noch kein Problem. Doch: Google Analytics wird in Deutschland von vielen Webseitenbetreibern genutzt – und zwar ohne Wissen des Webseitenbesuchers!
Die meisten Analytics-Nutzer in Deutschland weisen weder im Impressum noch in den gesetzlich vorgeschriebenen Datenschutzbestimmungen auf den Einsatz des Besuchertracking-Systems hin. Damit verstoßen die Unternehmen gegen geltendes deutsches Datenschutzrecht.

In der Praxis zählen zu den Analytics Nutzern neben Unternehmen aus diversen Branchen auch öffentliche Stellen wie politische Parteien oder Hochschulen.

Der Landesdatenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, ging nun in die Offensive: Neben dem Analytics Anbieter Google schrieb Weichert 25 Webseitenbetreiber an, die Analytics rechtswidrig im Einsatz haben (Link zum Anschreiben).
Dem Anschreiben liegt ein Fragenkatalog bei, den sowohl Google als auch die betroffenen Betreiber bis Ende Juli zu beantworten haben.

Zusätzlich zur Beantwortung des Fragenkataloges bittet Herr Weichert auch um Vorlage der Bestellungsurkunde des betrieblichen Datenschutzbeauftragten nach § 4f BDSG. Dies könnte einigen – vorwiegend kleineren – Unternehmen ein weiteres Problem bescheren. Denn auch der verpflichtende Einsatz eines innerbetrieblichen Datenschutzbeauftragten hat sich noch nicht überall herumgesprochen.

Das der Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) durchaus drakonische Strafen nach sich ziehen kann, hat das oben genannte Beispiel an Bundesjustizministerin Zypries bereits gezeigt.

Deshalb gilt für alle Nutzer von Google Analytics und ähnlichen Besuchertracking-Systemen: Sobald beispielsweise durch den Einsatz eines Besucheranalyse-Systems personenbezogene Daten erhoben bzw. weiterverwendet werden müssen die Nutzer der Internetseite ausreichend darüber informiert werden.
Ein entsprechender Hinweis in den Datenschutzbestimmungen der jeweiligen Webseite ist -ebenso wie ein gesetzeskonformes Impressum – Pflicht!

Diese Informationspflicht entsteht auf der Grundlage von §13 Absatz 1 Telemediengesetz (TMG)

(1) Der Diensteanbieter hat den Nutzer zu Beginn des Nutzungsvorgangs über Art, Umfang und Zwecke der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten sowie über die Verarbeitung seiner Daten in Staaten außerhalb des Anwendungsbereichs der Richtlinie 95/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. Oktober 1995 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr (ABl. EG Nr. L 281 S. 31) in allgemein verständlicher Form zu unterrichten, sofern eine solche Unterrichtung nicht bereits erfolgt ist. 2Bei einem automatisierten Verfahren, das eine spätere Identifizierung des Nutzers ermöglicht und eine Erhebung oder Verwendung personenbezogener Daten vorbereitet, ist der Nutzer zu Beginn dieses Verfahrens zu unterrichten. 3Der Inhalt der Unterrichtung muss für den Nutzer jederzeit abrufbar sein.

Sollten Sie noch Fragen zum Datenschutz in Ihrem Unternehmen haben, freue ich mich über einen kurzen Kommentar, oder Ihre Kontaktaufnahme.
Auch hinsichtlich einer gesetzeskonformen (!) Alternative zu Google Analytics stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Blackberry KickStart für 49,99$ bei T-Mobile ?

Die Gerüchteküche um das Blackberry KickStart brodelt. Bis dato ist das erste Klapphandy des Blackberry Herstellers RIM weder offiziell vorgestellt, noch gibt es ein Datum zum Verkaufsstart. Hin und wieder tauchen Fotos des Blackberry Kickstart im Internet auf, geistern durch die mobile Blogosphäre, woraufhin in der Community eine Top-Story nach der anderen entsteht.

Diesmal wollen einige Blogger davon gehört haben, dass RIM sein KickStart bei T-Mobile vertreiben wird, zum Preis von 49,99$, gekoppelt an einen 2-Jahres Vertrag. Kevin Michaluk vom Crackberry-Blog schoß diesen Ball in die große weite Onlinewelt, und viele andere fangen den Ball auf. Wie früher bei der “stillen Post” wird hier mal eine Information weggelassen, und auf der anderen Seite kommt eine weitere Verschwörungstheorie dazu. So wird aus einem “eventuellen Vertrieb via T-Mobile” ein “RIM Wachstumsplan“, andere befürchten dass sich RIM mit dem kostengünstigen KickStart interne Probleme beim Absatz der Premium-Blackberrys einhandelt.

Zusammenfassend bleibt zu sagen:
Verlässliche Infos gibt es noch keine, weder detaillierte Ausstattungsmerkmale, noch Kick-Off Termine, auch keine Preise. Nur Vermutungen, davon aber genug.
Wer schon ein Auge auf das Blackberry KickStart geworfen hat, soll am besten noch bis Ende Q3 / Anfang Q4 2008 warten. Falls in der Zwischenzeit neue Informationen zum Blackberry Kickstart veröffentlicht werden, sind diese sicher hier zu lesen!

Und bis dahin freut sich RIM ob der kostenlosen Publicity um sein neues Smartphone.

Kostenloser Blackberry bei 1&1

Der DSL-Provider 1&1 startet eine Blackberry-Offensive. Bucht man den Vertrag “Mobile Internet & Phone” bei 1&1 erhält man kostenlos einen Blackberry 8100. Alternativ steht der Blackberry 8310 Curve zur Verfügung, für diesen muß man einmalig 99 Euro bezahlen.
Der Vertrag “Mobile Internet & Phone” kostet 29,99 Euro monatlich. Zusätzlich fällt eine einmalige Bereitstellungsgebühr in Höhe von 29,99 Euro an.

Das Angebot “Mobile Internet & Phone” beinhaltet den Push-Mail Dienst (Weiterleitung der eMails auf den Blackberry) und eine Datenflatrate.
Damit hat man zum Einen seine eMails im Griff, außerdem kann man mit der Datenflatrate im Internet surfen und chatten – ohne Trafficlimit oder Zusatzkosten!

Damit ist 1&1 momentan der günstigste Blackberry-Anbieter mit inkludierter Datenflatrate. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis andere Anbieter mit ähnlich günstigen Angeboten locken. Eine Beobachtung des Marktes ist hier sinnvoll.

Opera Mini 4.1 für BlackBerry optimiert

Der Handybrowser Opera Mini ist seit letzter Woche in Version 4.1 verfügbar. Seit heute ist ein neues Update auf Version 4.1.11355 verfügbar, die einige Verbesserungen mit sich bringt, die sich vorwiegend auf BlackBerry Endgeräte positiv auswirken.

Das Anlegen von Bookmarks in Opera Mini über BlackBerry ist nun kein Problem mehr. Außerdem kann die aktuelle Browserversion so konfiguriert werden, dass zum Surfen nur die WLAN-Verbindung genutzt wird. Somit ist ausgeschlossen, dass Datentransfers über alternative Übertragungswege (GPRS, etc.) stattfinden. Außerdem kann der Opera Minit mit dem BlackBerry Internet Service verwendet werden.

Die aktuelle Version 4.1.11355 von Opera Mini steht auf www.operamini.com als Download zur Verfügung.

Skype am BlackBerry mit iSkoot

Update 30.03.2009: Skype und RIM arbeiten an einem offiziellen Skype-Client, Releasedatum ca. Mai 2009. Alle Infos im Beitrag “Skype kommt offiziell auf den BlackBerry

Am Officerechner gehört Skype mittlerweile zur Grundausstattung. Man hat seine wichtigen Kontakte in der Liste, und kann diese schnell und unkompliziert erreichen – so lange Sie vorm PC sitzen !

Sobald man unterwegs ist, sinkt die Skype Erreichbarkeit gegen Null. iSkoot macht dem Ganzen ein Ende. iSkoot ist die Skype Lösung für Mobiltelefone wie u.a. dem BlackBerry.

Skype am BlackBerry

Die Installation von iSkoot dauert ca. 10 Minuten, ab dann ist man unterwegs via Skype erreichbar. Für viele Außendienstmitarbeiter und Geschäftsreisende eine unverzichtbare Anwendung. Viele Fragen lassen sich in einem Satz klären, da muß man nicht immer anrufen / im Termin stören / auf die Mailbox sprechen / etc.

iSkoot wird momentan für folgende BlackBerry Modelle unterstützt: 7100, 7200, 7500, 7700, 8100 (Pearl), 8300 (Curve), 8700, 8800, 8820, 8830.

Wie funktioniert iSkoot – der Skype Service für Mobiltelefone?
iSkoot verbindet sich nach der Installation mit Ihrem Skype Account. Ihre Kontaktliste ist ja im Internet hinterlegt. Mittels Datenservice, der auf dem BlackBerry freigeschaltet sein muß, gleicht iSkoot die Buddylist von Skype ab.
So haben Sie auch unterwegs volle Skype – Funktionalitäten:

  • Kontaktliste mit Online-Status Ihrer Kontakte
  • Der eigene Online-Status kann geändert werden
  • Anruf von Skype Kontakten
  • Chatfunktion
  • Nutzung der SkypeOut Funktion für weltweite Telefonate
  • Das Guthaben des SkypeOut Kontos kann unterwegs eingesehen werden
  • Empfangen von Telefonanrufen aus der Skype-Kontaktliste
  • Hinzufügen oder Entfernen von Kontakten aus der Liste
  • Refresh der Kontaktliste entweder automatisch oder von Hand

Kosten:
Die Software iSkoot ist kostenlos. Zum Abgleich der Skype Kontaktliste muß ein Datentarif auf dem BlackBerry gebucht sein. Bei Anrufen via Skype entstehen Telefonkosten in gleicher Höhe als beim Anruf ins nationale Festnetz. Zum Durchführen von Telefonaten entstehen die selben Kosten als bei der Nutzung von Skype am PC – dazu wird das SkypeOut Konto mit Credits aufgeladen.
Weitere Details über die übertragenen Datenmengen und entstehende Kosten finden Sie auf der iSkoot Homepage What does it cost to use iSkoot?

Auf der FAQ-Seite von iSkoot werden viele weitere Fragen beantwortet: iSkoot FAQ

Download und Installation von iSkoot:
Zum Download von iSkoot muß man sich auf der Seite registrieren. Danach kann man die Software entweder herunterladen und via SD-Card oder BlackBerry Desktop Manager auf den BlackBerry übermitteln, oder man nutzt die SMS-Funktion von iSkoot. Dazu gibt man die Telefonnummer des BlackBerry Endgerätes an, und iSkoot schickt die Anwendung direkt aufs Handy. Download von iSkoot

iSkoot stellt außerdem eine übersichtliche und detaillierte Step-by-Step Anleitung des Installationsvorganges zur Verfügung: iSkoot Installation am BlackBerry. Hier sollten keine Fragen offen bleiben.

Zum Thema Skype am BlackBerry gibt es auch einen interessanten Beitrag im Blackberry-Forum.

Viel Spaß mit iSkoot, und bis bald im mobilen Skype ! ;-)

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