RIM und die Microsoft Live Search

Der Blackberry Hersteller Research in Motion (RIM) kooperiert zukünftig mit Microsoft Live Search. Zusammen wollen Microsoft und RIM die Microsoft Live Search an allen Blackberry Smartphones zum Standard machen.

Neben der herkömmlichen Websuche werden auch kontextsensitive Suche und die Suche nach Points-of-interest in Zusammenarbeit mit Blackberry Maps integriert.
Im aufstrebenden Blackberry Markt ist dies für Microsoft die passende Gelegenheit, ihre mobile Suchmaschine zu etablieren, vor allem da im konventionellen Suchmaschinengeschäft die Live Search immer mehr Marktanteile verliert.

Diese Kooperation ist die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Microsoft. Bereits vor einigen Monaten wurde eine Vereinbarung getroffen, dass Microsoft zusammen mit RIM die Microsoft Windows Live Services auf Blackberry Smartphones etabliert. So ist es mittlerweile von allen aktuellen Blackberrys aus möglich, die Dienste des Windows Live Messenger zu nutzen.

Die Microsoft Live Search wird noch in diesem Jahr in die Blackberry Smartphones integriert.

Neben RIM hat sich auch Nokia an den Softwareriesen aus Redmond gewandt. Nokia will der steigenden Marktmacht des Blackberry entgegenwirken und implementiert zukünftig Microsoft Exchange ActiveSync in Ihre Nokia-Smartphones. Alle neuen Nokia Smartphones werden nun nicht mehr mit der RIM-kompatiblen Software Blackberry Connect ausgestattet.

Microsoft selbst nimmt die Stellung des lachenden Dritten ein. Mit ihrem Betriebssystem Windows Mobile sind Sie nach wie vor hervorragend im Markt vertreten, und können mit den aktuellen Kooperationen zu RIM und Nokia weitere Produkte auf dem Großkundenmarkt etablieren.

Ist der Höhenflug von RIM vorbei ?

Das Wall Street Journal hat heute einen kritischen Bericht über den kanadischen Blackberry Hersteller Research in Motion (RIM) veröffentlicht. Einen Tag vor Veröffentlichung der Quartalszahlen von RIM ist über die Risiken der Zukunft von RIM diskutiert worden.

Pro:

  • Der Aktienkurs von RIM ist in den letzten 12 Monaten um 150% gestiegen
  • Das Wachstum des Herstellers scheint momentan unaufhaltsam
  • Nach Nokia mausert sich RIM zum Marktführer auf dem Gebiet Smartphones

Das Geschäftskundensegment hat den Blackberry längst angenommen, Entscheider und Geschäftsleute sind begeistert von der Nutzung des RIM Smartphones. Logische Konsequenz nach Vereinnahmung des Geschäftskundensegmentes ist die Eroberung des Privatkundenmarkets.
Und genau darin sehen Experten momentan das Problem! Im Gegensatz zum Business Segment, indem die Kosten für den Blackberry und die genutzten Dienste das jeweilige Unternehmen trägt, muß der Privatkunde dafür in die eigene Tasche greifen. Noch dazu trifft RIM im Bereich der Privatkunden auf harte Konkurrenz. Erst kürzlich hat Apple die zweite Generation des iPhone vorgestellt, und bietet seinen Kunden zeitgleich Kampfpreise für Gerät und Nutzung der Dienste an.

Analysten sehen das Problem auch in der Preisbewußtheit der Privatanwender. Die stetig steigenden Lebenshaltungskosten zwingen den Prosumer geradezu zum Vergleichen und Sparen. Das, so die Spezialisten, wird sich mittelfristig auch auf die Zahlen von RIM niederschlagen, ein Aktiensturz des Unternehmens wird prognostiziert.

So werden die nächsten Quartale von Research in Motion sicher spannend. Kann sich der Blackberry Hersteller auf dem Segment der Privatkunden behaupten, oder versäumen die Kanadier den erfolgreichen Sprung in den Prosumerbereich?

Blackberry Hersteller RIM bald in Deutschland ?

Spruchreif ist noch nichts, allerdings verhärten sich die Gerüchte, dass der kanadische Blackberry Hersteller RIM (Research in Motion) plant, in Deutschland ansässig zu werden.

Bei Personalveranstaltungen und Stellenausschreibungen fiel öfters das Wort “Bochum”.
Die Freude von ehemaligen Nokia Mitarbeitern wurde aber sofort wieder gedämpft, der RIM-Sprecher Arno Glompner spricht von einem “Zentrum für Forschung und Entwicklung”.
Die Produktionsstandorte in Kanada, Mexiko und Ungarn sollen beibehalten werden, die Produktion in Deutschland sei nicht geplant, im Entwicklungszentrum kämen hauptsächlich Ingenieure zum Einsatz.

Nichts desto trotz, so Glompner, sei Deutschland bzw. der Standort Bochum eine interessante Option, um dort mit ansässigen Ingenieuren die Blackberry-Entwicklung voranzutreiben.

RIM legt Wert auf die engere Zusammenarbeit mit dem Hauptkunden Vodafone. Nokia wiederum versucht den entstandenen Schaden durch die Umsiedlung der Produktion nach Cluj in Rumänien wieder gut zu machen, und steht ebenfalls mit RIM in Verhandlungen um gegebenen Falls ehemalige Nokia Ingenieure bei RIM unterzubringen.

Weblink: Forschungs- und Entwicklungszentrum von RIM

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