BlackBerry World Conference 2011 Recap

Letzte Woche war ja DIE BlackBerry Veranstaltung des Jahres im sonnigen Orlando, Florida. Alljährlich hatte Research in Motion zur BlackBerry World Conference geladen.

BlackBerry World Konferenz 2011

Was also gab es an bahnbrechenden Neuigkeiten, abgesehen davon dass die BlackBerry-Pros ordentlich “Networking” betreiben konnten, also Zeit fanden, sich mit anderen Branchenpartnern zu treffen, auszutauschen und neue Projekte anzukurbeln? Im Endeffekt lässt sich die diesjährige BlackBerry World Konferenz auf drei große Neuerungen herunterbrechen.

  1. Die Vorstellung des BlackBerry Bold 9900/9930
  2. Erste Blicke auf das brandneue Betriebssystem BlackBerry OS7
  3. Diverse Zurschaustellungen des BlackBerry PlayBook

Wenn Ihr lieber einen Blick hinter die Kulissen der BlackBerry World Konferenz werfen wollt, seid ihr im Beitrag von Hans Hanraths richtig aufgehoben. Er war zusammen mit Martin von besadmin.de vor Ort, und konnte den Konferenz-Flair in vollen Zügen genießen – und wie ich in seinem Artikel gelesen habe ein 16GB PlayBook abstauben! ;-) Schaut einfach mal in den Artikel rein.

Zu den oben genannten drei “offiziellen Punkten” anbei noch ein paar Links mit den wichtigesten Infos zu Bold 9900 und BlackBerry 7.

Außerdem ist ab sofort die native Facebook App für das BlackBerry PlayBook verfügbar [blackberryrocks.com], hier findet Ihr noch einige Bilder zur Facebook-App für das PlayBook [mobistack.com], außerdem gibt es Twitter für den BlackBerry mittlerweile in der Version 1.1.0.24, und eine neue Version der BlackBerry Desktop Software steht ebenfalls zur Verfügung.

Mike Lazaridis von RIM bricht Interview ab

Gut, die Überschrift mag jetzt für viele BlackBerry Anwender auf den ersten Blick langweilig klingen. Für die Leser unter Euch, die auch gerne etwas hinter die Kulissen des BlackBerry Herstellers Research in Motion schauen, ist die folgende News, die Blogberry Leser Sebastian bei golem.de gefunden hat, eventuell interessant.

RIM-Gründer und Co-Chef Mike Lazaridis hat kürzlich ein Interview abgebrochen, in dem etwas zu intensiv nach der BlackBerry-Sicherheitsproblematik im Nahen Osten nachgefragt wurde. Die Protagonisten des Interview-Eklats waren der BBC-Reporter Rory Cellan-Jones und der eben angesprochene Mike Lazaridis.

Auf die wiederholte Frage, wie sich den RIM hinsichtlich der Sicherheitsprobleme in Indien und im Nahen Osten verhalten will, entgegnete Lazaridis:

“Hier wird unterstellt, es gebe ein Sicherheitsproblem. Wir haben aber kein Sicherheitsproblem. Wir werden einfach immer wieder angegriffen, weil wir überall auf der Welt so erfolgreich sind. Weil wir ein Produkt mit Kultcharakter haben, das von Managern, Staatsführern, Prominenten, Endkunden und Jugendlichen benutzt wird.”

Nachdem der Reporter Cellan-Jones von Lazaridis eine Bestätigung hören wollte, ob denn nun wirklich kein Problem besteht, und sich die BlackBerry User in den betroffenen Gebieten in Sicherheit wiegen können, brach Lazaridis das Interview kurzerhand ab, ohne eine Stellungnahme dazu abzugeben.

Mehr Details zum Interview und weitere Infos findet Ihr im Artikel von golem.de.

Javascript-Lücke im BlackBerry Browser unter BlackBerry 6

Blogberry-Leser Kay hat mich heute auf einen interessanten Artikel hingewiesen, der auf Chip veröffentlicht wurde. Unter dem Titel “User sicherer ohne Javascript” beschreibt Chip eine Sicherheitslücke im Javascript des BlackBerry Browser, der bisher nur unter BlackBerry 6 auftritt:

“Die beim Pwn2own-Test festgestellte Sicherheitslücke im BlackBerry wird bereits von Hackern aktiv ausgenutzt”, heißt es in einem Sicherheits-Bulletin von Hersteller RIM. Danach kann der Besuch einer infizierten Webseite dazu führen, dass Userdaten ausspioniert werden, die auf einer Media-Karte oder im eingebauten Speicher abgelegt sind. Nicht betroffen sind jedoch die Daten in den Applikationen, wie E-Mail oder Kalender.

Betroffen sind von der Lücke alle Geräte mit dem System BlackBerry 6. Als vorläufige Gegenmaßnahme empfiehlt das Unternehmen die sofortige Deaktivierung von Javascript im BlackBerry-Browser.

Wenn Ihr also das OS BlackBerry 6 auf Eurem Smartphone installiert habt, und Euch über den BlackBerry Browser ins Internet verbindet, denkt gegebenenfalls an die Deaktivierung von Javascript. Den Artikel auf Chip.de könnt Ihr hier nachlesen.

BlackBerry Empathy von Yanko Design

Die Designer Daniel Yoon und Kiki Tang haben im Rahmen eines Projekts des Art Center College of Design das von RIM gesponsort wird, den BlackBerry Empathy ins Leben gerufen. Bei crackberry.com habe ich dazu ein Video gefunden:

Das Prinzip des BlackBerry Empathy hat Hans von berryblog.de recht anschaulich erklärt. Der Empathy wird über einen biometrischen Ring gesteuert, der die Gefühle des Benutzers erfasst und im BlackBerry auswertet.

Wohlgemerkt, bis dato ist das gezeigte Prinzip eine reine Konzeptstudie und in der Praxis technisch noch nicht umsetzbar. Trotzdem zeigt der BlackBerry Empathy recht deutlich, in welche Richtung sich die Entwicklung von Smartphones bewegen könnte.

Jetzt bin ich gespannt auf Eure Meinungen! Braucht die Welt ein Smartphone, das die Gefühle und Stimmungen des Benutzers auswerten kann? Ich denke beispielsweise an das automatisierte Setzen von Emoticons, die dann echte Gefühle ausdrücken, und eben keinen grinsenden Smilie, obwohl man eigentlich schlecht gelaunt ist. Schreibt mir Eure Einschätzung zum BlackBerry Empathy in den Kommentaren!

RIM stellt das BlackBerry Tablet “PlayBook” vor

Bereits am ersten Tag der BlackBerry Developer Conference DEVCON hat RIM das Geheimnis um Ihren iPad-Konkurrenten gelüftet. Das BlackBerry Tablet hört auf den vielsagenden Namen BlackBerry PlayBook.

BlackBerry PlayBook

Nähere Einblicke in das BlackBerry PlayBook gibt es sicherlich in den nächsten Tagen, hier eine Übersicht der BlackBerry PlayBook Key Features, entnommen aus der offiziellen Pressemitteilung zum BlackBerry PlayBook:

  • 7″ LCD, Auflösung 1024 x 600 Pixel, WSVGA, kapazitiver Touchscreen mit Multi-Touch und Gesture Support
  • BlackBerry Tablet OS mit symmetrischem Multiprocessing
  • 1 GHz Dual-Core Prozessor
  • 1 GB RAM
  • Dual HD Kameras (3 MP front facing, 5 MP rear facing), unterstützt Videoaufnahmen in HD 1080p
  • Videoformate: 1080p HD Video, H.264, MPEG, DivX, WMV
  • Audioformate: MP3, AAC, WMA
  • HDMI video output
  • Wi-Fi – 802.11 a/b/g/n
  • Bluetooth 2.1 + EDR
  • Anschlüße: microHDMI, microUSB, Ladekontakte
  • Offene Application Plattform mit WebKit/HTML5 Unterstützung, Adobe Flash Player 10.1, Adobe Mobile AIR, Adobe Reader, POSIX, OpenGL, Java
  • Ultra dünn und portabel:
    • Maße: 130mm x 193mm x 10mm
    • Gewicht: ca. 400Gramm

Weitere Features des BlackBerry PlayBook erfahren wir sicher in den nächsten Tagen, RIM plant ebenso die Veröffentlichung einer 3G und 4G Variante des BlackBerry PlayBook.

Zumindest gibt es schon erste Einblicke ins BlackBerry PlayBook in Form eines Videos.

Ich muss jetzt selbst erst die ganzen neuen Informationen sichten und werde natürlich auch weiterhin über das BlackBerry PlayBook berichten. Unter folgenden Links könnt Ihr euch schon einmal selbst ins Thema BlackBerry PlayBook einlesen:

Jetzt bin ich natürlich wahnsinnig gespannt auf Eure Meinung! 1GHz Dual-Core, 1GB-RAM, Videoaufzeichnung in 1080p – hättet Ihr das erwartet? Schreibt mir Eure Kommentare!

Welche Infos gibt RIM in Saudi-Arabien preis?

Einige von Euch haben das Thema BlackBerry Sicherheit in Saudi-Arabien sicherlich verfolgt. Die Saudis hatten gemeldet, sie würden die BlackBerry Services im Land abschalten, sofern RIM ihnen keinen Einblick in den eMail-Transfer erlaubt. Bisher war es ausnahmslos so, dass jeglicher Mailverkehr über zwei RIM-Standorte abgewickelt wird, eine Serverfarm steht in Großbritannien, die andere in Kanada.

RIM hat dem Druck von Saudi-Arabien nachgegeben und wird/hat Server im Lande installiert. Weitere Details könnt Ihr bspw. im Artikel “Zum Stand der Dinge in Saudi-Arabien” nachlesen. Unmittelbar nachdem diese Meldung Ihren Weg um den Erdball gemacht hatte, standen Datenschützer und Kritiker auf dem Plan, um darüber zu diskutieren, inwieweit RIM zukünftig Einblick in den eMail-Verkehr geben wird. Spannend dazu ist der Artikel “BlackBerry Verbote Teil 2“.

Heute, eine knappe Woche später, drohen folgende Länder damit, die BlackBerry Dienste zu stoppen, bitten RIM um Einblick in die Übertragungen, bzw. stehen bereits in Verhandlungen mit dem kanadischen Unternehmen:

  • Indien
  • Indonesien
  • Libanon
  • Saudi Arabien
  • Vereinigte Arabische Emirate (UAE)

Zusätzlich hat RIM am 12. August 2010 eine Information für alle BlackBerry-Kunden veröffentlicht, die genau erklärt, welche Informationen unter welchen Umständen preisgegeben werden, anbei die Pressemitteilung von Research in Motion:

Als Reaktion auf das heutige Statement der indischen Regierung und als Ergänzung zur Kundeninformation von Research In Motion (RIM) vom 2. August, möchte RIM seinen Kunden im Folgenden weitere Informationen geben. Auch wenn RIM die vertraulichen regulatorischen Verhandlungen mit verschiedenen Regierungen nicht offenlegen kann, versichert RIM seinen Kunden, dass sich das Unternehmen zwar so kooperativ wie möglich gegenüber den Regierungen verhält, um rechtliche und nationale Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, aber gleichzeitig auch sehr darauf bedacht ist, die rechtmäßigen Bedürfnisse der Bürger und Unternehmen zu schützen. RIM hat daher eine klare Grenze gezogen, was die Möglichkeiten eines „gesetzlich ermächtigten“ Zugangs von Carrier-Seite betrifft. Dies umfasst vier wichtige Punkte:

  1. Die Möglichkeiten der Carrier sind klar beschränkt. Zugang zu den Daten wird lediglich auf richterlichen Beschluss und im Rahmen der Anforderungen für die nationale Sicherheit, wie sie die Gesetzgebung des Landes vorsieht, gewährleistet.
  2. Die Möglichkeiten der Carrier müssen Technologie- und Herstellerneutral sein und dürfen keinen Zugriff auf BlackBerry-Dienste ermöglichen, der über das hinausgeht, was die Carrier und Behörden von RIM´s Mitbewerbern und anderen ähnlichen Telekommunikationstechnologie-Unternehmen bereits verlangen.
  3. Die Sicherheitsarchitektur des BlackBerry Enterprise Server unserer Unternehmenskunden bleibt unberührt. Sie ist, entgegen jedweder Gerüchte, weltweit exakt gleich und RIM ist technologisch nicht in der Lage, einen Schlüssel zur Dekodierung der Kommunikation seiner Kunden zu liefern. RIM`s Position wird weiter dadurch gestärkt, dass eine sichere Verschlüsselung eine essenzielle Basis für jedes Land ist, um internationale Geschäftsbeziehungen aufzubauen und zu halten. Eine vergleichbar sichere Verschlüsselung wird nahezu überall in traditionellen Virtual Private Networks (VPNs) sowohl in verkabelten als auch kabellosen Netzwerken für die Kommunikation in Unternehmen und auch Regierungen eingesetzt.
  4. RIM hat einen weltweit einheitlichen Standard die Auflagen für einen rechtmäßigen Zugang betreffend und räumt somit ausdrücklich keinem Land eine Sonderstellung ein.

Ich habe versucht, die essentiellen Stellen der obigen 4 Punkte fett zu markieren – jedoch ist der komplette Absatz interessant. Die Mitteilung klingt sehr vertrauenserweckend. Ich harre gespannt der Dinge die da kommen und wir werden natürlich berichten sobald es Neuigkeiten gibt!

Die iPhone 4 Antenne und das Debakel mit RIM

Der interessierte Mobilfunkanwender hat sicherlich schon mitbekommen dass es beim neuen iPhone 4 in gewissen Konstellationen Probleme mit dem Mobilfunkempfang geben kann. Hält man das Handy fest umschlossen so wird die innen verbaute Antenne so abgeschirmt, dass teilweise die Sprachqualität darunter leidet, sporadisch komme es sogar zu Verbindungsabbrüchen.

Apple wäre nicht Apple, wenn nicht Steve Jobs recht schnell einen Lösungsvorschlag parat hätte. In den ersten Tagen nach Bekanntwerden des “Problems” war in diversen Blogs der Workaround zu lesen: “Kleben Sie ein Stück Isolierband auf die betreffenden Stellen”. Nachdem die Medien die Thematik jedoch weiterhin gepusht haben, und ein Aufschrei um den ganzen Apfel Globus ging, hat sich Apple nun dazu bereiterklärt, eine kostenlose Schutzhülle an alle iPhone 4 Eigner auszuhändigen, um das – mittlerweile als “Antennagate” umschriebene – Problem aus der Welt zu schaffen.

Grund meiner ausführlichen Umschreibung dieses Problems ist eigentlich die letzte Apple-Pressekonferenz, in der Steve Jobs in Aktion getreten ist. Dabei hat er nämlich unter anderem versucht, das Antennenproblem kleinzureden, indem er mit dem Finger auf andere Smartphone-Hersteller zeigt. Ganz oben auf seiner Liste stand der BlackBerry Bold 9700, der – laut Jobs – ebenfalls Probleme mit der Empfangsqualität hat, sobald man das Gerät in Händen hält.

Diese Unterstellung wiederum hat die RIM Chefetage so verärgert, dass gestern im offiziellen BlackBerry Weblog Inside BlackBerry ein offizielles Statement der Herren Mike Lazaridis und Jim Balsillie veröffentlicht wurde:

Apple’s attempt to draw RIM into Apple’s self-made debacle is unacceptable. Apple’s claims about RIM products appear to be deliberate attempts to distort the public’s understanding of an antenna design issue and to deflect attention from Apple’s difficult situation. RIM is a global leader in antenna design and has been successfully designing industry-leading wireless data products with efficient and effective radio performance for over 20 years. During that time, RIM has avoided designs like the one Apple used in the iPhone 4 and instead has used innovative designs which reduce the risk for dropped calls, especially in areas of lower coverage.

One thing is for certain, RIM’s customers don’t need to use a case for their BlackBerry® smartphone to maintain proper connectivity. Apple clearly made certain design decisions and it should take responsibility for these decisions rather than trying to draw RIM and others into a situation that relates specifically to Apple.

Man sieht also, die Fronten sind mittlerweile verhärtet. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, da sich der Konkurrenzkampf auf dem globalen Mobilfunkmarkt mittlerweile immer mehr zuspitzt, da wird natürlich um jedes Promill Marktanteil gekämpft – wie man jetzt nachvollziehen kann mit immer härteren Bandagen.

Die spannendste Frage aber bleibt! Meine Frage geht hiermit an alle BlackBerry Bold 9700 Besitzer. Nehmt mal Euer Smartphone in die Hand, und verdeckt dabei möglichst viel von der verbauten Antenne (sie liegt im unteren Bereich des Gerätes). Ändern sich dadurch die Empfangsbalken, die rechts oben im Display angezeigt werden? Probiert es aus und schreibt mir in den Kommentaren, ich würde mich freuen. Bei meinem Bold 9700 ändert sich nichts an der Verbindungsqualität.

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