Zum Stand der Dinge in Saudi-Arabien

Einige von Euch haben sicherlich mitbekommen, dass sich Saudi-Arabien in den letzten Wochen über die fehlenden Abhörmöglichkeiten der BlackBerry Technik echauffiert hatte. Als letzte Konsequenz stand die komplette Abschaltung der BlackBerry Dienste in Saudi-Arabien auf der Liste. Wie kam es dazu und was passiert jetzt?

Einen wirklich guten, zusammenfassenden Artikel zum Thema habe ich auf netzwelt.de gefunden, dort heißt es auszugsweise:

Das kanadische Unternehmen bietet seinen Kunden als einziger Smartphone-Hersteller eine sichere Verbindung für E-Mails und den integrierten Messenger auf dem Blackberry an. Dabei werden die Daten auf den hauseigenen Servern in Großbritannien und Kanada gespeichert und ohne Zwischenstation verschlüsselt an die Empfänger gesendet. Einige Länder sehen darin eine Bedrohung und fordern, dass RIM aus Gründen der nationalen Sicherheit eine Überwachung des Nachrichtenverkehrs zulässt. [Den kompletten Artikel auf netzwelt.de lesen]

Aufgrund dieser Bedrohung ist die Lage Ende letzter Woche eskaliert, und die saudi-arabische Aufsichtsbehörde drohte damit, die BlackBerry-Services im Land abzuschalten. Tatsächlich wurde über einen Zeitraum von vier Stunden über Probleme berichtet, danach war die Verbindung jedoch wieder aufrecht.

Nun, RIM erachtet den arabischen Raum wohl als so wichtig, dass in Zukunft drei Server im Land installiert werden, die “der Polizei und den Behörden die Möglichkeit einer gewissen Kontrolle geben sollen”. Wie dies im Detail aussieht ist noch nicht bekannt.

Aktuell ist Saudi-Arabien dabei, diese Technologie zu testen, man erwartet in den nächsten 48 Stunden neue Erkenntnisse. Soweit klingt all dies gar nicht so erwähnenswert, auf den zweiten Blick betrachtet könnte Saudi-Arabien jedoch ein Präzedenzfall werden. Es besteht die theoretische Möglichkeit, dass zukünftig weitere Staaten folgen werden, und sich ebenfalls eine “Einsicht” in die bisher hochsichere BlackBerry-Übertragung einräumen wollen, konkret fallen mir da Länder wie der Libanon oder die Vereinigten Arabischen Emirate ein. Beides sind Länder mit einer explosionsartigen Entwicklung im Mobilfunkbereich, zugleich bestehen dort seit längerer Zeit die gleichen Sicherheitsbedenken.

Eventuell erfährt man in den nächsten Tagen, wie die Überwachungsmöglichkeiten im Detail aussehen, wir werden dann natürlich berichten. Eure Meinung zum Thema interessiert mich, schreibt mir in den Kommentaren!

Umzug von blogberry.de und Weihnachtsgrüße

Mal wieder ein Eintrag in eigener Sache – die Inhalte von Blogberry.de werden heute Nacht auf einen neuen Server umgezogen. Ab dann steht uns ein Server mit AMD Athlon 64 X2 6000+ Dual Core, 8GB DDR2-RAM auf einem 750GB RAID1 zur Verfügung. Ziel ist es, dass dieser Umzug möglichst still und unbemerkt vonstatten geht – wir haben in der letzten Woche bereits eine “Trockenübung” des Umzugs gemacht, dabei hat alles wunderbar funktioniert.

Nachdem die Daten auf dem neuen Server sind, müssen wir die IP-Adresse, unter der die Inhalte von blogberry.de erreichbar sind, umstellen. Bis sich diese neue IP-Adresse 1x um den Globus herumgesprochen hat, werden einige Stunden vergehen. Zwischenzeitlich ist es möglich, dass manche von Euch auf dem alten Server landen, andere bereits auf dem Neuen. Den neuen Server erkennt Ihr an einem leicht modifiziertem Banner (siehe Bild), zum anderen werde ich die Kommentarfunktion am alten Server komplett deaktivieren.

banner-neuer-server

Wir werden heute Abend gegen 21 Uhr mit dem Umzug beginnen und sind guter Dinge, dass die neue IP-Adresse bis morgen früh (also Mittwoch, 23.12.) überall publik ist, und Ihr ab dann alle auf dem neuen Server landet. Summa sumarum rechnen wir mit einer Übergangsphase von ca. 12 Stunden. Und: Es werden zu keiner Zeit keine Inhalte da sein, Ihr werdet die Änderung lediglich an der fehlenden Kommentarfunktion erkennen.

Falls Ihr morgen früh bereits das neue Banner seht – und damit auf dem neuen Server seid – und irgendeinen Fehler feststellt, würde ich mich über eine kurze Mail an info@blogberry.de freuen – wir können dann zeitnah checken wo der Fehler liegt. Solltet Ihr heute Nacht einen übrigen Daumen zum Drücken frei haben, kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen! ;-)

Über die Weihnachtstage…

Ansonsten werde ich über die Weihnachtstage seltener am Keyboard anzutreffen sein. Die Vorweihnachtszeit war stressig, und ich will zumindest einige Tage der “stillen Zeit” noch genießen. Ich freue mich – zusammen mit Euch allen – auf ein spannendes Jahr 2010 und hoffe dass wir auch im nächsten Jahr täglich über Neuerungen aus der Welt der BlackBerry Smartphones berichten können! Es wäre spitze wenn Ihr auch nächstes Jahr mit dabei seid!

An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an Euch alle für Eure Unterstützung und Mithilfe, die zahlreichen Zuschriften, Eure Tipps, Tricks, die vielen brandheißen Insider-Informationen und für Eure Treue über das ganze Jahr!

Das komplette Team von Blogberry.de & Kroha und Heinze wünscht Euch ein frohes Weihnachtsfest, eine ruhige und besinnliche Zeit und einen guten und gesunden Start ins Neue Jahr!

Fix für Sicherheitslücke im BES

Ende letzter Woche hat der kanadische Blackberry Hersteller Research in Motion (RIM) einen kritischen Fehler in seiner Software Blackberry Enterprise Server bekanntgegeben.
Die Sicherheitslücke ermöglicht es Angreifern, Schadcode auszuführen und so die Kontrolle über einen BlackBerry-Server zu erlangen.

Heute hat RIM einen Hotfix zur Behebung des Problems veröffentlicht.

Um seinen Blackberry Enterprise Server wieder sicher zu machen, empfiehlt RIM ein Update / Upgrade auf BlackBerry Enterprise Server Software Version 4.1 Service Pack 6 (4.1.6)

Das Hotfix kann direkt unter untenstehendem Link heruntergeladen werden. Auf dieser Seite finden Sie auch einen Workaround, um bis zur Installation die PDF-Aufbereitung mittels Blackberry Enterprise Server zu deaktivieren.

Vulnerability in the PDF distiller of the BlackBerry Attachment Service for the BlackBerry Enterprise Server

Benutzer von älteren Blackberry Enterprise Server Versionen und der Blackberry Professional Software können den Fehler bis zur Installation von BES 4.1.6 mittels Sicherheits-Updates umgehen.

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