BlackBerry Tour 9630 in Europa betreiben

In der letzten Woche hatte ich eine interessante eMail Korrespondenz mit einem Schweizer, der einen BlackBerry 9630 Tour in Amerika erworben hat, und diesen nun in der Schweiz nutzen wollte. Meine erste Aussage, der BlackBerry Tour würde so nicht in Europa funktionieren, erwies sich am Ende als falsch. Es hat sich herausgestellt dass der 9630 Tour wunderbar in der Schweiz – und somit auch im übrigen Europa – funktioniert.

Der BlackBerry 9630 Tour ist eine Alternative für all die,

  • die einen Curve 8900 Formfaktor haben möchten
  • in Kombination mit einer Bold-ähnlichen Tastatur
  • gleichzeitig NICHT auf den BlackBerry Bold 9700 warten können
  • und kein WiFi benötigen!

Falls all diese Punkte zutreffen, empfehle ich diesen Artikel auf mobiles-leben.ch. Dort hat der eingangs erwähnte Blogberry-Leser seine Erfahrungen geschildert, wie sich sein BlackBerry 9630 Tour in der Schweiz aktivieren ließ. Interessant sind auch die Kommentare, dort wird erläutert wie sich providerabhängige Activation Messages entfernen lassen.

Die einzig verbleibenden Einschränkungen sind die QWERTY-Tastatur und die englischsprachige Firmware, alle anderen Klippen lassen sich laut Aussage des Autors mit etwas Geschick umschiffen, und der 9630 Tour kann auch in Europa eingesetzt werden.

Alles zum Thema “Unlock” am BlackBerry

In diesem Beitrag geht es darum, wie man sein BlackBerry Smartphone entsperrt, also einen sogenannten “Unlock” durchführt. Wir zeigen wie man am Gerät überprüfen kann ob der BlackBerry bereits entsperrt ist, oder sich noch im Locked Modus befindet, unter welchen Voraussetzungen der Unlock durchgeführt werden kann und welche Vorteile ein entsperrter BlackBerry bietet.

Wieso werden “gelockte Geräte” ausgeliefert?

Einige Mobilfunkanbieter vertreiben BlackBerry Smartphones, die gelockt sind, sprich die Geräte arbeiten nur im Netz des jeweiligen Mobilfunkanbieters. Der Austausch der SIM-Karte gegen die Karte eines anderen Anbieters führt nicht zum Erfolg, sprich der BlackBerry funktioniert schlichtweg nicht. Der Mobilfunkanbieter bindet damit seine Kunden entsprechend an seine Dienste.

Welchen Vorteil hat ein “unlocked” BlackBerry?

Ein entsperrter BlackBerry ist immer dann interessant, wenn man SIM-Karten anderer Mobilfunkbetreiber nutzen will. Das muß jetzt gar nicht der T-Mobile Kunde sein, der unbedingt einen BlackBerry Storm nutzen möchte, ohne dafür extra zu Vodafone zu wechseln, ein viel naheliegenderes Beispiel ist die Reise ins Ausland. Nutzt man seinen BlackBerry im Ausland, egal ob zum Telefonieren oder für Datendienste – in beiden Fällen entstehen sogenannte Roaming-Gebühren ins Heimatnetz. Wer seinen BlackBerry auch im Urlaub nutzen möchte, kann zur einfacheren Kostenkontrolle auf eine Prepaid-Karte zurückgreifen. Ist die Prepaid-Karte leer, funktionieren die Dienste einfach nicht mehr, und man erhält nach der Rückkunft keine böse Überraschung über exorbitante Kosten auf der nächsten Telefonrechnung.

Wie finde ich heraus ob mein BlackBerry “gelockt” oder “unlocked” ist?

Dies lässt sich einfach herausfinden.

  • Wählen Sie am BlackBerry den Menüpunkt “Optionen” – “Erweiterte Optionen” und dann “SIM-Karte”
  • Drücken Sie dann die Tasten “MEPD”
  • Daraufhin erscheint ein Fenster mit einigen Informationen zum Carrier und zur SIM-Karte
  • Wenn beim Punkt “Netz / Network” entweder “Deaktiviert” bzw. “Disabled” oder “Inactive” steht, halten Sie einen entsperrten BlackBerry in Händen!

Was muß ich tun wenn mein BlackBerry NICHT entsperrt ist?

Um sein BlackBerry Smartphone zu entsperren gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Inanspruchnahme eine der diversen kostenpflichtigen Dienste
  • das Tool SIMAble für BlackBerry
  • bei seinem Mobilfunkanbieter anrufen, und um den MEP-Code des BlackBerry bitten.

Der letzte Punkt ist am einfachsten und kostengünstigsten. Der Mobilfunkanbieter wird natürlich nachfragen, WIESO Sie Zugriff zu diesem Code benötigen. Der Wunsch, ein fernes Land zu bereisen, das vom jeweiligen Anbieter nicht abgedeckt ist, funktioniert meistens! ;-)

Anbei der komplette Vorgang in einer 11-Punkte Liste:

  1. Mobilfunkanbieter anrufen.
  2. Nach dem MEP-Code fragen.
  3. Der Anbieter benötigt dazu die IMEI Ihres BlackBerry.
  4. Die IMEI finden Sie am BlackBerry unter Optionen – Erweiterte Optionen – Status.
  5. Nach Erhalt des MEP-Codes deaktivieren Sie Wi-Fi am BlackBerry.
  6. Wählen Sie den Menüpunkt Optionen – Erweiterte Optionen – SIM-Karte.
  7. Drücken Sie die Tasten “MEPD”.
  8. Hinter dem Punkt “Netz” sollte nun “Active” bzw. “Aktiv” stehen.
  9. Shift-Taste drücken und “MEPE” bzw. “MEP2″ eingeben
  10. Nun sollte hinter dem Punkt “Netz” “Deaktiviert” bzw. “Disabled” stehen
  11. Damit ist der BlackBerry unlocked, und kann mit allen Netzen betrieben werden.

Einer Nutzung mit Prepaid-Karten für den Urlaub steht nun nichts mehr im Wege. Die Anleitung für das Entsperren des BlackBerry stammt im englischsprachigen Original von WikiHow und wurde ebenfalls englischsprachig u.a. auf folgenden Seiten publiziert: geekberry.net, rimarkable.com.

Blogberry.de  übernimmt keine Gewähr für das Entsperren Ihres BlackBerry, der Vorgang geschieht auf Ihre eigene Gefahr! Führen Sie den Unlock-Vorgang nur dann durch wenn Sie mit dem Umgang Ihres BlackBerry vertraut sind.

Erfolgsberichte und Diskussionen in den Kommentaren sind erwünscht. Viel Spaß beim Entsperren Ihres BlackBerry!

Nie mehr SIMLock-Probleme

Neue Mobiltelefone sind meist an einen Provider gebunden, sie verfügen über sogenanntes SIM-Lock. Ein Entwicklerteam aus Großbritannien hat sich des Problems angenommen und anscheinend eine Lösung für das lästige SIMLock gefunden.

Im Rahmen der Unlock Bemühungen für das Apple iPhone entstand die Idee, auch andere Geräte vom SIM-Lock zu befreien. Das Problem dabei: Die Hersteller der Telefone verhindern den Unlock meist durch Einspielen einer neuen Firmware, außerdem entfällt beim Entfernen des SIMLock die Herstellergarantie.
Hinzu kommt, dass mit den neuen Handy-Schutzmechanismen ein Unlock mit Patches oder Cracks kaum mehr möglich ist.

Die Lösung
Wenn man der Software nichts anhaben kann, muß man direkt die Hardware angehen. “SIMable” lautet das Zauberwort. SIMable besteht aus einer kleinen Platine, die die Form einer normalen SIM-Karte hat. Die wird unter die eigentliche Sim geschoben und gaukelt dem Handy vor, mit einer Karte des entsprechenden Anbieters zu telefonieren. Die Entwickler versprechen 100-prozentige Funktion aller Handy-Features.

Um die Funktion von SIMable zu gewährleisten und ein erfolgreiches SIM-Unlock durchzuführen, muß die eigene SIM-Karte bearbeitet werden. Dazu muß ein kleines Loch in die SIM-Karte geknippst werden. Beim Kauf von SIMable liegt bereits ein passgenauer Locher bei. Danach wird die Fake-SIM-Karte unter die SIM gelegt und beides zusammen kommt in den SIM-Schacht des Handys.

Danach ist das Gerät von SIM-Lock befreit, laut Hersteller kann sofort telefoniert werden, und auch alle UMTS-Funktionen stehen zur Verfügung.

Das Paket aus Simable und Locher kostet rund 21,50 Euro zuzüglich knapp 4 Euro für den Versand. SIMable kann man direkt über die Webseite des Herstellers bestellen.

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