John Chen schmunzelt über die Akkulaufzeit des iPhones

Auf der Oasis Montgomery Summit wurde Blackberry CEO John Chen nach dem Erfolg des iPhones gefragt. Darauf ging die führende Kraft des kanadischen Unternehmens aber weniger ein. Im Gegenteil, er machte sich über die Smartphones mit dem Apfel-Logo lustig. Er führte aus, dass die iPhone User immer nach einer Steckdose suchen würden.

Im seinen weiteren Ausführungen sprach er davon, dass er die Nutzer gerne als „Wall-Hugger“ bezeichnet. Er spielte damit auf den Begriff „Tree-Hugger“ an, welcher ökologisch ausgerichteten Menschen gerne gegeben wird. Er bezeichnet eine Person, die so in die Umwelt vernarrt ist, dass sie am liebsten einen Baum umarmen würde. Auf seinen Begriff „Wall-Hugger“ bezogen, wären iPhone-User Personen, die gerne die Wand umarmen. Seine Aussage beruht auf der Annahme, dass das Apple-Produkt sehr regelmäßig geladen werden muss.

Weiterhin erwähnte Chen, dass das iPhone praktisch täglich geladen werden müsse. Tatsächlich ist dies natürlich von der Nutzung des Produktes ab. Eine Stand-by Zeit von über 10 Tagen ist möglich. Wer aber regelmäßig Videos anschaut und das Internet nutzt, der schafft es durchaus auf einen Verbrauch, der 10 Stunden um nicht viel übersteigt.

Die Aussage von Chen entbehrt einer gewissen Logik nicht, allerdings ist der Stromvergleich des iPhone auch im Vergleich zu betrachten. Andere Smartphones mit einer ähnlichen Klasse kämpfen mit den gleichen Problemen. Der Akku wird mit dem Betrachten von Videos und der Nutzung von WLAN im großen Maße beansprucht.

Die Mobilität ist für die meisten User ein überaus wichtiger Faktor. Häufig wird das Smartphone unterwegs benutzt. Auf der Fahrt im Auto (natürlich nur als Beifahrer), im Zug, bei Freunden und natürlich auch zu Hause ist es immer dabei. John Chen hat seine Aussage sicherlich ein wenig flapsig gemeint, spricht damit aber ein allgemeines Problem an. Er selber ist für die Wende bei Blackberry zuständig und soll in letzter Instanz auch seinen eigenen Nachfolger einstellen.

Blackberry schaltet Werbeanzeigen in BBM

Der Blackberry Messenger soll auch zukünftig eines der Standbeine vom kanadischen Unternehmen bleiben. Entsprechend ist es für die Firma nur sinnvoll auszutesten, inwieweit sich der Kommunikationsdienst monetarisieren lässt. Entsprechend wird den prominenten Vorbildern, wie Facebook oder Twitter, gefolgt und Werbung geschaltet.

Für die Kanadier handelt es sich derzeit aber noch um eine Testphase. Zwei unterschiedliche Bereiche sollen demnach für die Werbung genutzt werden. Dabei handelt es sich um die gesponserten Channel und die gesponserten Einladungen. Jeff Gadway ist für das Marketing bei Blackberry verantwortlich und erläutert das Vorgehen seines Unternehmens folgendermaßen: „Wir haben bereits zuvor verdeutlicht, dass Werbeeinblendungen für unsere Partner gesucht werden. Diese müssen aber nutzerfreundlich integriert werden und dürfen weder die Chat- noch die Sharing-Funktionen beeinflussen.“

Die eigentliche Chat-Funktion soll von der Werbung jedoch unberührt bleiben. Betreiber der Channels können jedoch Werbung schalten. Dies gilt sowohl für die Oberfläche Android, als auch für iOS. Wird über die gesponserten Einladungen geworben, so können die Nutzer anhand von Kriterien, wie Alter, Standort und Geschlecht ausgewählt werden. Wird eine solche Einladung jedoch abgelehnt, erhält der entsprechende Nutzer keine weitere mehr für diesen Kanal. Um für eine größere Kundenzufriedenheit zu sorgen, soll die maximale Anzahl von Einladungen auf drei pro Monat beschränkt werden.

Den Usern steht es im Gegenzug frei, die Werbung der Channel Besitzer zu blockieren. Das Ziel den BBM auszubauen und gleichzeitig als Einnahmequelle für das Unternehmen zu etablieren wird von John Chen vorangetrieben. Die Entwicklung zugehöriger Apps fällt ebenfalls in diesen Rahmen.

Die Produkte der Marke Blackberry gelten noch immer als sicherste Kommunikationsplattformen. Entsprechend macht es durchaus Sinn eine Sparte dieser Kommunikation auszubauen und zugleich mit Werbeeinblendungen zu versehen. Was aus unternehmerischer Sicht sinnvoll ist, muss aber nicht zwingend bei den Kunden auf offene Ohren stoßen. Wie die Werbung von den Nutzern aufgenommen wird, bleibt abzuwarten.

Blackberry – Mit dem Q20 zurück zu den Wurzeln!

Als Hauptgrund warum Blackberry von der Smartphone-Konkurrenz weitestgehend verdrängt wurde, besteht darin, dass der Umstieg zum Touchscreen weitestgehend verschlafen wurde. Zu lange hielt der Konzern an den Produkten mit der physischen Tastatur fest. Nachdem dieser „Fehler“ korrigiert wurde, gibt es aber auch viele Blackberry Veteranen, die diesen Schritt nicht gutheißen. Sie vermissen die physischen Tasten.

Neues Blackberry Modell soll Stärken vereinen

Mit dem Q20 haben die Kanadier jetzt ein Smartphone angekündigt, welches die physische Tastatur mit dem Touchscreen zusammenbringt. Es soll das neue Flaggschiff-Modell werden. Das moderne und von der Presse gelobte Betriebssystem BB10 kommt hierbei zur Geltung. Erweiterte Tasten-Funktionen, wie „senden“, „zurück“ und „beenden“ werden die Steuerung erleichtern. Auch das Trackpad wird ein Revival erleben.

Angekündigt wurde das Produkt in Barcelona. Bei der ersten Vorstellung gab es das Smartphone jedoch nicht zu sehen. Fakt ist jedoch, dass Nutzer zurückerobert werden sollen, die sich wegen der Angleichung an die Konkurrenz von Blackberry abgewandt haben.

Der Schritt vom Q10 zum Q20

Blackberry muss den entscheidenden Schritt weiter nach vorne gehen. Die Modelle Z10 und Q10 gelten derzeit als Premiumversionen. Das Q10 war ebenfalls mit einer physischen Tastatur ausgestattet, kam aber wegen anderer Änderungen – beispielswiese die fehlenden Bedientasten – bei vielen treuen Kunden nicht gut an.

Ob das Q20 ein Erfolg wird, hängt ganz entscheidend von der Umsetzung, aber auch vom Marketing ab. Die Modelle Z10 und Q10 wurden in zahlreichen Testberichten überaus gut bewertet. Die Kunden blieben aber den Produkten von Apple oder Samsung treu. Wo die Kanadier unter Heins noch versuchten sich an die „großen Unternehmen“ anzupassen, soll unter Chen anscheinend eine klare Abgrenzung vorgenommen werden. Ehemalige Kunden sollen zurückgewonnen werden. Alte Tugenden gilt es auszubauen.

Bezüglich der zusätzlichen Tasten brauchen sich App-Entwickler keine Sorgen zu machen. Die Minianwendungen werden trotzdem funktionieren. Nur wer die Tasten explizit einbinden möchte, der muss erneut tätig werden.

Was kann das Blackberry Z3?

Es ist seit längerem ein offenes Geheimnis, dass Blackberry an einem Smartphone im Mittelklasse-Sektor arbeitet. Dieses soll unter dem Namen Z3 auf dem Markt erscheinen und ebenfalls mit dem Betriebssystem BB10 ausgestattet werden. Dabei soll nicht den Marktführern Samsung und Apple, sondern vielmehr der Marke Nokia Konkurrenz gemacht werden.

Die Entwicklung des Produktes ist wohl unter dem Namen Jakarta gelaufen. Die ersten Bilder sind im Web aufgetaucht und die Taufe wird wohl auf den Namen Z3 stattfinden. Die Produktion wird von Foxconn übernommen. Da es sich hier um ein Smartphone im Mittelklasse-Bereich handelt, wird auch der Preis moderat ausfallen. In diesem Sinne positioniert sich das kanadische Unternehmen unterhalb der kostspieligen Varianten von Apple und Samsung.

Die folgenden Eigenschaften wird das Z3 aller Voraussicht nach vereinen:

  • Blackberry OS BB10
  • 5-Zoll Bildschirm
  • Auflösung von 540 x 940 Pixeln
  • 1,2 Gigahertz Dual-Core-Prozessor
  • 1,5 Gigabyte Arbeitsspeicher
  • Interner 8 GB Speicher
  • Kamera auf der Rückseite mit 5 Megapixeln und fünffachen digitalem Zoom
  • Kamera auf der Vorderseite  mit 1,1 Megapixeln und dreifachem optischem Zoom
  • Akkukapazität: 2.650 Milliampere-Stunden

Über die Kosten des neuen Smartphones ist noch nichts bekannt geworden. Die Vorstellung des Produktes wird für den Mobile World Congress in Spanien/Barcelona erwartet. Dort wird es weitere Informationen, sicherlich auch über den endgültigen Preis, geben.

Der Blackberry-Messenger könnte demnächst auch weiter an Beliebtheit gewinnen. Facebook hat die Kommunikationsplattform What´s App gekauft und damit einige Kunden verärgert. Viele, die sich bei Facebook nicht angemeldet hatten, um ihre privaten Daten zu schützen, fühlen sich jetzt auch bei What´s App nicht mehr wohl. Auf der Suche nach einer Alternative könnte auf den Blackberry Messenger umgesattelt werden.

Das Kommunikationsprodukt aus dem Hause Blackberry ist inzwischen auch für die Android-Version 2.3 verfügbar. Grundsätzlich ist es jetzt von großem Vorteil, dass sich das Unternehmen dazu entschlossen hat, ihren Messenger auch für das Android-Betriebssystem von Google freizugeben.

Änderungen im Management von Blackberry

Erneut muss der kanadische Smartphone-Hersteller Blackberry Abgänge im Führungssegment verzeichnen. Dieses Mal ist es Andrew Bocking, welcher als Vize-Präsident für den Blackberry Messenger (BBM) zuständig war. John Sims, zuvor zuständig für Global Enterprise Solutions, übernimmt den Posten. Weiterhin ist Markus Müller zum Regional Managing Director Europe befördert worden. Er tritt die Nachfolge von Stephen Bates an.

Andrew Bocking hat das Unternehmen ohne Angabe von Gründen verlassen. Auch der Konzern hat zu diesem Abgang kein Statement abgegeben. Gerade das Segment Blackberry Manager gilt als einer der wenigen Hoffnungsschimmer des kanadischen Unternehmens. Am ersten Tag nach dessen Erscheinen, wurde der Messenger über 10 Millionen Mal heruntergeladen. Es scheint also ein reges Interesse an gesicherter Kommunikation zu bestehen. Weiterhin ist BBM auch für iOS und Android verfügbar, so dass eine breite Masse an Usern angesprochen wird.

Bocking soll sich eigentlich gut mit der Philosophie von John Chen identifiziert haben. Dies hat sicherlich nicht zuletzt daran gelegen, dass der Interims-CEO die BBM-Sparte als einen von drei Eckpfeilern für die Zukunft des Unternehmens angesehen hat.

Markus Müller wurde erst im vergangenen Jahr als Nachfolger von Axel Kettenring im Posten als Managing Director Germany eingesetzt. Jetzt ist er in seiner Karriere einen weiteren Schritt vorwärts gekommen. Im Gegensatz zu Bocking möchte der studierte Jurist Müller beim kanadischen Unternehmen Karriere machen.

Nach neuesten Gerüchten soll Blackberry an einem neuen Smartphone arbeiten. Dieses soll mit einem Achtkern-Prozessor ausgestattet werden. Ein 64-Bit Chip der Marke Qualcomm und vier GB RAM erweitern die Technik. Dabei wird jeder Kern mit bis zu 2,5 GHz Takt laufen und über 4 Mbyte Level 2 Cache verfügen. Ein Grafikchip mit bis zu 500 MHz soll das System abrunden.

Die Entwicklung wurde wohl noch unter Thorsten Heins, Chens Vorgänger, in Auftrag gegeben. Ein Erscheinen ist nicht vor dem Sommer des Jahres 2015 geplant.

Sicherheitslücke bei der Verwendung von Android-Apps

Erst kürzlich hat das kanadische Unternehmen Blackberry seinen Produkten die Möglichkeit spendiert, auch Apps von Android nutzen zu können. Als Gerät mit einem hohen Sicherheitsstandard wird in Blackberry 10 eine strikte Trennung zwischen geschäftlichen und privaten Daten vorgenommen. Diese Trennung wird bei der Emulation der Android Apps wohl übergangen. Auch auf den beruflichen Part können die Apps zugreifen.

Die aktuelle Programmversion 10.2.1.537 enthält also eine Sicherheitslücke. Diese soll jedoch so schnell wie möglich behoben werden. Tatsächlich soll das notwendige Update dafür schon in den Startlöchern stehen. Die Umstellung zur Unterstützung von Android Produkten ist damit nicht so reibungslos verlaufen, wie es gewünscht war.

Der unternehmerische Bereich des Betriebssystems sollte eigentlich geschützt sein. Durch die Verwendung von Android Apps können diese jedoch auf die Kontaktdaten beider Sektoren zugreifen. Die Begründung für diesen Fehler scheint in einer falsch eingebauten Sicherheitsrichtlinie zu liegen. Der Provider soll jetzt schon über das notwendige Update verfügen. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, wann es an die Kunden ausgegeben wird.

Dass es einen Konflikt zwischen den offen gestalteten Android Apps und dem geschlossenen System des Blackberry geben könnte, musste erwartet werden. Auch bei der generellen Nutzung der Apps können die User nicht unbedingt auf den vollen Funktionsumfang zurückgreifen. Google wird von den Kanadiern nicht offiziell unterstützt. Dies bedeutet aber auch, dass diverse Dienste nicht genutzt werden können. Google Maps unterliegt beispielsweise dieser Beschränkung. Es gibt aber zahlreiche Apps, die auf diese Google-Schnittstellen bauen und daher von Blackberry-Geräten nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden können.

Ebenfalls nicht vorhanden ist der Android Market. Die Apps müssen daher auf anderen Wegen besorgt werden. Dabei kann zwischen sicheren Anbietern wie Amazon und potentiell gefährlichen Quellen unterschieden werden. In letzterem Fall ist nicht ausgeschlossen, dass Viren und Malware sich in dem ansonsten so sicheren Blackberry-System niederlassen.

Blackberry mit neuem Partner in Deutschland und schlechtem Absatz in den USA

Blackberry Deutschland konnte sich einen neuen Kunden sichern. Der Hamburger Sportverein, welcher sich derzeit in einer Krise befindet, wird mit Produkten der Marke Blackberry ausgestattet. Der große Markt in den USA ist für Blackberry-Neukunden praktisch nicht präsent. Eine neue Studie spricht von einem Anteil von 0 Prozent bei neu angemeldeten Blackberry Smartphones in Amerika.

Beim Hamburger Sportverein wurden die Spieler des Kaders mit Blackberry 10 Geräten ausgestattet. Fußballspieler sind auf Flexibilität während der Reisen angewiesen. Häufig werden längere Touren mit dem Bus oder dem Flugzeug zurückgelegt. Der Niederländer und gleichzeitig Kapitän des HSV Raphael van der Vaart und seine Mannschaft waren von der Bedienung des Z30 und Q10 durchaus beeindruckt.

Markus C. Müller ist Managing Director von Blackberry Deutschland. Er sprach von einer großen Freude eines der „traditionsreichsten Sportvereine Deutschlands mit unseren innovativen Blackberry Geräten auszustatten.“ Als Vorteile hebt er die Erleichterung der Kommunikation, welche das Privat- und Berufsleben vereinfacht hervor.

Eine Studie aus den USA spricht Blackberry derzeit jede Relevanz bei der Kaufentscheidung von Kunden ab. Mit 48 Prozent steht iOS von Apple an der Spitze. Android folgt mit 46 Prozent auf dem zweiten Rang. Den dritten Platz teilen sich Windows und basic. Blackberry wird mit 0 Prozent aufgeführt und erreicht damit bei den Neuanmeldungen von Smartphones einen neuen Tiefpunkt. Die Erhebung umschließt das vierte Quartal 2013 und umfasst damit die Monate von Oktober bis Dezember.

Die Trennung vom geschäftlichen und privaten Bereich ist eine der Stärken des Blackberry. Aber weder bei den Privat- noch bei den Geschäftskunden hat dieses Feature häufig genug den Ausschlag zum Kauf gegeben. In anderen Bereichen, besonders beim grundsätzlichen Umfang, stehen die Produkte der Kanadier der renommierten Konkurrenz von Apple und Google nach. Inwieweit sich dies mit der Neuausrichtung des neuen Blackberry-CEO John Chen ändern wird, bleibt abzuwarten.

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