RepRap – 3D Druck für jeden?

RepRap - 3D Druck für jeden?

Heute gibt es einen greifbaren Beitrag – weit entfernt von blinkenden mobilen Geschäftsgeräten oder filigranen IT-Sicherheitslösungen. Etwas zum Basteln für die gemütlichen Abende in der Hobbywerkstatt – einen 3D-Drucker!

Normale Drucker, ob Laser-, Tintenstrahl-, Thermosublimations- oder Nadeldrucker, die Ausdrucke werden dort „schwarz auf weiss“ zweidimensional zu Papier gebracht.
Dreidimensionale Drucker sind natürlich nichts Neues, aber sie liegen in einer Preisklasse ab 30.000 Euro und sind für Privatanwender in der Regel nicht erschwinglich.

RepRap schafft Abhilfe. RepRap ist die Kurzform von Replizierender Rapid-Prototyper. RepRap „druckt“ dreidimensionale Objekte und formt sie aus Kunststoff. Einfach ausgedrückt, flüssiger Kunststoff wird nach einem vorgegebenen Muster geträufelt und härtet an der Luft aus, so dass Schicht für Schicht ein dreidimensionales Objekt entsteht.
So kann sich RepRap selbst vervielfältigen. OK, streng genommen nicht ganz, die Stahlstreben der Druckerkonstruktion müssen vorhanden sein, aber alle Kunststoffteile (Winkel, Zahnräder, Eckstücke usw.) können von RepRap selbst hergestellt werden.

Auf der Herstellerseite reprap.org finden Sie alle notwendigen Informationen zum Bau eines eigenen RepRap-Druckers, Links zum RepRap-Blog und -Forum, Erfahrungsberichte, die dazugehörige Software usw.

Der Unterschied zu professionellen CNC- oder Druckmaschinen. RepRap kann mit einem Materialaufwand von etwa 400 Euro selbst gebaut werden. Neben dem Drucker selbst wird natürlich eine Software benötigt, in der die gewünschten Objekte digital erstellt werden (ähnlich wie in einem CAD-Programm). Der Erfinder von RepRap hat die entsprechende Software unter der GNU General Public License erstellt, so dass der Quellcode verfügbar ist und das Programm zum freien Download zur Verfügung steht.

Auf reprap.org gibt es unter „What can it make“ einige Fotos von RepRap-Produktionen. Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. RepRap-Benutzer haben bereits Fliegenklatschen, Kinderschuhe, Wasserfilter, Türgriffe, Kleiderhaken und sogar Martinigläser „gedruckt“.

Wir denken derzeit darüber nach, einen solchen Drucker zu bauen und ausführlich darüber zu berichten, wie er gebaut wird, wo Probleme auftreten können usw.
Wenn andere RepRap-Enthusiasten diesen Artikel lesen, würde ich mich über einen Kommentar oder eine Kontaktaufnahme freuen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.