Vertriebschef verlässt RIM – Marktanteile sinken

Weitere negative Meldungen überschatten die Erwartungen an das neue Betriebssystem Blackberry 10. Patrick Spence hat Research in Motion nach 14 Jahren im Unternehmen verlassen. Er war derzeit für den weltweiten Vertrieb verantwortlich. Diese Meldung wurden von einem offiziellen Sprecher gegenüber dem Wall Street Journal bestätigt.

Die Erklärung wurde von ZDNet wie folgt übersetzt: “Ich kann bestätigen, dass Patrick Spence, Head of Global Sales bei Research In Motion, nach 14 Jahren aus der Firma ausgeschieden ist. Patrick übernimmt eine führende Position in einer anderen Branche. Der Sales-Bereich wird direkt an Kristian Tear berichten, unseren neuen COO, wenn er im Sommer die Arbeit aufnimmt. Bis dahin trägt CEO Thorsten Heins selbst die Verantwortung.”

Der Chef springt also selber in die Bresche. Eine delikate Randbemerkung ist, dass Spence erst vor 10 Monaten zum Senior Vice President und zum Managing Director gemacht wurde.

Währenddessen wurden Ergebnisse veröffentlicht, die zeigen wie sehr iOS und Android den Handymarkt dominieren. Diese Statistik wurde von IDCs Worldwide Quarterly Mobile Tracker ausgegeben:

Mobile Operating System Verkäufe im 1.Quartal 2012 Anteil am Markt im 1. Quartal 2012 Verkäufe im 1.Quartal 2011 Anteil am Markt im 1. Quartal 2011 Veränderung zum Vorjahr
Android (Google) 89.9 59.0% 36.7 36.1% 145.0%
iOS (Apple) 35.1 23.0% 18.6 18.3% 88.7%
Symbian (Nokia) 10.4 6.8% 26.4 26.0% -60.6%
BlackBerry OS (RIM) 9.7 6.4% 13.8 13.6% -29.7%
Linux 3.5 2.3% 3.2 3.1% 9.4%
Windows 3.3 2.2% 2.6 2.6% 26.9%
Andere 0.4 0.3% 0.3 0.3% 33.3%
Total 152.3 100.0% 101.6 100.0% 49.9%

 

Insbesondere die Veränderung zum Vorjahr lässt RIM und Nokia als die Verlierer dastehen. Android und Apple haben bekanntermaßen beachtliche Fortschritte erzielt. Als interessanten Nebenaspekt sei noch angemerkt, dass der gesamte Markt an Smartphones um knapp 50% gestiegen ist. Eine weitere Erhöhung wird in diesem Bereich innerhalb dieses Jahres erwartet.

Blackberry war Vorbild für das erste Android Smartphone von Goolge

Im Laufe einer aktuellen Rechtsstreitigkeit zwischen Oracle und Google wurden Konzepte vom ersten Android-Smartphone publiziert. Was dabei zu sehen war erinnert jedoch nicht an die bekannten Touchscreen Geräte, mit denen Google sein Betriebssystem veröffentlicht hat. Vielmehr sieht die Technik dem Blackberry ähnlich.

Im Jahr 2006, als das Blackberry noch zu den besten Alternativen im Smartphone-Sektor gehört hat, wurde ein entsprechendes Modell von Google produziert. Das “Google-Phone” hat es jedoch nicht bis zum Verkauf geschafft. Wieso es nicht dazu gekommen ist, bleibt weiter ungeklärt. Vielleicht war die Ähnlichkeit zum Blackberry zu groß. Als erstes Gerät mit Android Betriebssystem wurde das T-Mobile G1 im Jahre 2008 veröffentlicht.

Das unveröffentlichte “Google-Phone” verfügte über eine physische Tastatur. Ein Touchscreen wurde zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht verbaut. Auch das Display war für damalige Verhältnisse auf einem hochwertigen Standard angesiedelt. Mit einer QVGA-Auflösung von 320 x 240 Pixeln und einem 200 Megahertz Prozessor, hätte das Produkt sicherlich viele Kunden begeistern können. Weiterhin war das Smartphone mit 64 MB Arbeitsspeicher ausgestattet und verfügte über eine 2-Megapixel Kamera.

Während Google beruhigt auf die Vergangenheit blicken kann und sich ohne Sorgen der Zukunft widmet, sieht es bei Research in Motion inzwischen ganz anders aus. Lange sind sie her, die Zeiten in denen das Blackberry das Non-Plus-Ultra gewesen ist. Mit Blackberry 10 möchte man jedoch einen Schritt nach Vorne machen. Und auch hier gibt es Neuigkeiten zu verkünden. Wie das Newsportal “N4BB” von Blackberry bekannt gegeben hat, sollen die ersten Smartphones mit dem Blackberry 10 doch schon im August präsentiert werden. Für die Kundschaft wären diese dann im Oktober 2012 zu haben.

Vorerst hieß es noch, dass die Veröffentlichung sich verzögern würde, da dringend benötigte, hochkomplexe Chips erst in der Mitte des Jahres zur Verfügung gestellt werden können.

Google verzichtet auf Onlinedienste – Google Sync betroffen

Google verzichtet auf Onlinedienste – Google Sync betroffen

Ein Projekt vom Großkonzern Google, welches unter dem Namen “Frühjahrsputz” läuft, soll wenig genutzte Programme aus dem Angebot streichen. Dabei sind z.B. der webbasierte Google-Talk-Client, sowie Google Sync für das Blackberry betroffen.

Auf dem Google Blog wurde angekündigt, dass Google Sync nicht mehr unterstützt werden wird. Bis zum 01. Juni bleibt der Service noch bestehen. Es ist jedoch kein Hindernis das schon installierte Programm weiterhin zu verwenden. Und es ist auch nicht das gesamte Internet an Google gekoppelt. Als Alternativen wird z.B. der Blackberry Internet Service (BIS) oder auch der Google Apps Connector für Blackberry Enterprise Server bereitstehen.

Google Talk kann durch den nativen Android-Client ersetzt werden. Es werden aber weitere Änderungen angekündigt. Die Fotoverwaltung Picasa (Linus), welche im Jahr 2006 vorgestellt wurde, wird nicht weiter verbessert. Der Google Flu Vaccine Finder wurde 2009 eingeführt. Zu dieser Zeit war gerade die Pandemie mit dem Virus H1N1 im Umlauf. Das Programm zeigt die Möglichkeiten zur Impfung in der Umgebung – bald jedoch nicht mehr. Und auch OnePass wird geschlossen. Erst im Jahr 2011 ins Leben gerufen, wird die Bezahlplattform für Online-Verlage wieder eingestampft.

Die Veränderungen werden von Schwab wie folgt begründet:

“Änderungen an Angeboten und Diensten vorzunehmen ist hart, aber wir müssen unseren Fokus behalten, wenn wir wichtige Dinge tun wollten, die in der Welt etwas bedeuten”

Eine Entwicklung die viele nicht erwartet haben, aber die doch abzusehen war. Google scheint im Internet allgegenwärtig, aber dennoch möchte man sich auf die Kernkompetenzen besinnen. Dies geht auch aus einer Aussage von CEO Larry Page hervor. Er erwähnte, dass das Unternehmen “langfristig auf Wachstum und Profit” ausgerichtet sei. Weiterhin spricht er von den Aktionären, die ihr Geld im Unternehmen angelegt haben. Dies verlangt einen sorgsamen Umgang, was wiederum die Konzentration auf Kernprodukte bedingt.

Sicherheitstest – Blackberry steht vor der Konkurrenz

Trend Micro, ein japanisches Sicherheitsunternehmen, hat die unterschiedlichen Betriebssysteme der Smartphones einem Test in Sachen Sicherheit unterzogen. Das Blackberry von Research in Motion konnte dabei den ersten Platz erringen. Andere bekannte Systeme haben enttäuscht und insbesondere Android hat eindeutig den letzen Rang verdient.

Das Unternehmen Trend Micro ist unter anderem für den Virenschutz bei Hotmail (Microsoft) verantwortlich. Untersucht wurden die Systeme vor dem Hintergrund, dass sie in Firmen eingesetzt werden. Gerade in diesem Sektor ist eine erhöhte Sicherheit sehr wichtig. Daher wurde auch sehr akribisch gearbeitet. Insgesamt wurden über 100 Funktionen untersucht, die für die Sicherheit verantwortlich sein sollen. Die Sicherheit der Daten, der Geräte und der Apps standen dabei im Fokus.

Blackberry hat bei dieser Untersuchung mit Abstand den ersten Platz belegt. Das Betriebssystem verfügt in Version 7 als einziges über eine Firewall. Administratoren waren in der Lage das System vollends zu kontrollieren. Dies ist für individuelle Sicherheitseinstellungen notwendig. So kann auch der Nutzer selber, als größtes bekanntes Sicherheitsrisiko, ausgeschlossen werden. Die richtigen Einstellungen vorausgesetzt. Große Mängel konnten nicht festgestellt werden.

Auch bei Apples iOS 5 gibt es Positives zu vermelden. Die Hardware und Software wird vom Unternehmen genauestens geprüft. Diese umfassende Kontrolle steht für eine große Sicherheit. Da jedoch Komponenten von Drittanbietern gefertigt werden, ist die Sicherheit nicht vollends gewährleistet. Weiterhin kann Apple nicht mit den umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten in Sachen Sicherheit mithalten, die das Blackberry bietet. Administratoren können nicht alle Einstellungen beeinflussen, der Nutzer behält die Kontrolle über sein Smartphone.

Ebenfalls ein ziemlich gutes Zeugnis wurde dem Windows Phone 7.5 ausgestellt. Das geschlossene System wusste zu überzeugen. Allerdings ist das Betriebssystem noch sehr neu, so dass noch keine ausführlichen Daten vorliegen. Inwiefern es als Lösung für ein Unternehmen taugt, kann daher nicht abschließend beurteilt werden.

Ganz unten in der Liste steht Android. In den Bereichen Verwaltung und Sicherheit konnte es jeweils den letzten Platz belegen. Um das Ergebnis etwas einzuschränken muss jedoch erwähnt werden, dass der Test mit der Version 2.3 und nicht mit der neuesten Variante durchgeführt wurde. Der Grund für diesen Test liegt jedoch darin begründet, dass derzeit ungefähr 63% der Geräte mit diesem Betriebssystem ausgestattet sind. Trotz Sicherheitsupdates fehlt eine genaue Überwachung der Apps und des Betriebssystems. Malware und Datenverlust seien hier am wahrscheinlichsten. Trend Micro setzt das System von Google daher so weit wie möglich nach unten in der Auflistung der sichersten Betriebssysteme.

Duopol in der Smartphone-Branche?

Nicht nur Fachleute haben es inzwischen gemerkt, im Sektor der Smartphones kristallisieren sich zwei Konzerne, zwei Betriebssysteme deutlich heraus. Diese erstrahlen heller als die Konkurrenz und teilen den Markt zum größten Teil unter sich auf. Die Rede ist hier von Apple mit dem Betriebssystem iOS und Samsung mit Googles Android. Nokia macht schon länger nicht mehr von sich reden und RIM hätte im Jahr 2012 große Herausforderungen zu meistern. Der “Heilsbringer” erscheint jedoch erst am Ende des Jahres. In dieser Zeit werden wahrscheinlich weitere Kunden das Weite suchen. Die Produkte von Samsung und Apple haben in vielen Bereichen einen enormen Vorsprung.

Allerdings kann sich in der schnelllebigen Technikwelt vieles sehr schnell ändern. Experten sind jedoch der Meinung, dass das Jahr 2012 das Jahr der Smartphones wird. Wer diesen Trend verpasst, der hat das Nachsehen. Kein gutes Omen für RIM, die mit ihrem Betriebssystem in diesem Sinne zu spät seien werden. Laut wissen.de müssen die Produzenten der Smartphones sich in fünf Bereichen beweisen. Dies sind die richtige Zusammenstellung der Komponenten (Mikrochips), die Auslagerung der Produktion, eine durchdachte Patentstrategie und ein stabil laufendes und zugängliches Betriebssystem. Als fünfte Komponente spielen die Apps eine entscheidende Rolle. Die Zusatzprogramme werden häufig von Privatpersonen erdacht und daher müssen sämtliche Programmierer die Möglichkeit haben, das Angebot an Apps zu erweitern.

In diesen Sektoren haben sich die benannten Konzerne einen Namen gemacht. Apple bietet ein geschlossenes System, mit einer nicht lizensierten Software für den freien Zugang. Google stellt hingegen ein kostenfreies Betriebssystem zur Verfügung, welches durch den südkoreanischen Konzern Samsung bestens eingesetzt wird. Unlängst sprach der Nokia-Chef vom “Krieg der Ökosysteme”.

Smartphones steigen in ihrer Beliebtheit an und werden immer häufiger gekauft. Dies allerdings nicht nur von Männern, sondern auch von Mädchen und Frauen. Ähnlich wie im Sektor der Computerspiele, ist auch der Technikmarkt keine Männerdomäne mehr.

Research in Motion: Der Konkurrenz auf der Spur

Das Blackberry galt einst als eines der bekanntesten und beliebtesten Produkte auf dem Smartphone-Markt. Die Zeiten haben sich jedoch geändert. Die Konkurrenz in diesem Sektor ist größer geworden und hat es geschafft mehr Marktanteile zu ergattern. Innerhalb des letzten Jahres sanken die Anteile von RIM von 15,4 % auf nur noch 11 %. Jetzt sitzt ein Deutscher, Thorsten Heins, am Steuer des angeschlagenen Schiffes. Es bleibt zu hoffen, dass er es in ruhigere Gewässer führen und anschließend wieder hochseetauglich machen kann. Dabei ist es auch sehr wichtig, die Konkurrenten genau im Blick zu haben.

Apple/iOS: Das Unternehmen hat den Smartphone-Markt im Jahr 2007 revolutioniert und das mit einer ganz einfachen Methode. Der Bildschirm wurde bei den Modellen so groß wie möglich gehalten und dies kam bei den Kunden an. Lt. Gartner hält Apple mit seinem Betriebssystem iOS derzeit ca. 15 % am Smartphone-Markt. Die Gewinne des Unternehmens sind sehr beeindruckend. Dies liegt vor allem auch daran, dass die passenden Programme für die Smartphones auch alle von Apple geliefert werden.

Google/ANDROID: In einer sehr kurzen Zeit hat es Google mit seinem Betriebssystem ANDROID geschafft zum erfolgreichsten Anbieter auf dem Smartphone-Markt zu werden. Zahlen aus dem dritten Quartal 2011 belegen, dass jedes zweite verkaufte Smartphone mit dem Betriebssystem ANDROID ausgestattet war. Das Geheimnis dabei ist, dass auch andere Hersteller, wie Samsung, HTC, Sony Ericsson und LG auf das Betriebssystem zugreifen dürfen und das sogar kostenfrei. Google verdient dabei an den Werbeeinahmen.

Microsoft/Windows Phone: Gerne würde sich Microsoft zur dritten Kraft, zusammen mit Apple und Google, auf dem Smartphone-Markt platzieren. Derzeit liegen sie mit einem Marktanteil von knapp 2 % jedoch weit von ihrem Ziel entfernt. Eine Kooperation mit Nokia soll dabei helfen weitere Anteile zu sichern.

Nokia/SYMBIAN: Das Betriebssystem von Nokia wird auf lange Sicht keine Konkurrenz mehr darstellen, da diese ja auf Windows Phone aufbauen. Aber lange Zeit war SYMBIAN in der Smartphone-Welt das verbreitetste Betriebssystem. Aktuellen Zahlen zufolge steht es immer noch an Nummer zwei der Welt, was aber hauptsächlich auf die Beliebtheit in den Entwicklungsländern zurückzuführen ist.

Neu: Google Street View für Blackberry

Google hat heute eine neue Version von Google Maps Mobile veröffentlicht. Die neueste Version unterstützt jetzt auch Google Maps Street View. Google Maps Street View ist ein Service, bei dem Google Fotos von vielen Plätzen der Erde für Jedermann verfügbar macht. Ziel von Google ist es “die ganze Welt” auf Foto zu bannen. So kann man vom heimischen PC aus alle Plätze der Erde besuchen, ohne auch nur einmal vom Schreibtisch aufstehen zu müssen. Bei Google Maps Mobile Street View ist die Anzeige und Menüführung für Smartphones wie den Blackberry optimiert.

Weitere Funktionen von Google Maps Mobile:

Detaillierte Wegbeschreibungen: Ob Sie zu Fuß oder im Auto unterwegs sind, Ihre Route wird direkt auf der Karte angezeigt und Schritt für Schritt beschrieben.

Integrierte Suchergebnisse: Örtliche Geschäfts- und Unternehmensstandorte und Kontaktinformationen werden zusammengefasst und auf der Karte angezeigt.

Einfache Kartennavigation: Die interaktiven Karten können Sie vergrößern oder verkleinern und in alle Richtungen verschieben, um sich eine visuelle Orientierung zu verschaffen.

Satellitenbilder: Betrachten Sie den gewünschten Standort aus der Vogelperspektive. (Das ist fast so, als wenn Sie dort wären, ehrlich.)

Um Google Maps Mobile an Ihrem Blackberry nutzen zu können, besuchen Sie einfach die Seite google.com/gmm mit ihrem Blackberry Smartphone. Die Google Maps Mobile Unterstützung funktioniert auch mit Windows Mobile und Palm OS Geräten. Die Voraussetzungen für die Nutzung mit diesen Geräten erfahren Sie ebenfalls unter diesem Link. Eine Unterstützung von Google Maps Mobile für das iPhone 3G existiert nicht.

Passend dazu hat Google ein Video veröffentlicht in dem die neuen Funktionen von Google Maps Mobile erläutert werden:

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