In der Süddeutschen Zeitung habe ich am Wochenende einen Artikel gefunden, der einmal mehr die Vor- und Nachteile der ständigen Erreichbarkeit beschreibt, die wir durch Handy, eMail, Twitter und Konsorten erlangt haben.
Als Blaise Pascal schrieb, dass “das ganze Unglück der Menschen allein daher rührt, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen”, muss es noch stille Zimmer gegeben haben. Heute hilft selbst das Einschließen im Arbeitszimmer nicht mehr gegen das Unglück, schließlich ist man auch in den eigenen Räumen, in tiefer Nacht, nicht alleine.
Der SZ-Journalist Axel Rühe zeigt in einfachen Worten, dass viele Menschen es nicht mehr schaffen, sinnvoll Zeit mit sich alleine zu verbringen.
So beleuchtet er den Netzausfall der Telekom im Januar diesen Jahres von einer ganz anderen Seite:
Am 21. April 2009 hat ein heldenhafter Telekom-Angestellter das Dauergeschnatter auf allen Kanälen nicht mehr ausgehalten und einfach mal für Ruhe gesorgt. Er hat an jenem Nachmittag das System runtergefahren (angeblich aus Versehen) und dadurch 29 Millionen Telekom-Kunden fünf Stunden Stille geschenkt. Insgesamt sind das 145 Millionen Stunden, in denen diese Menschen endlich hätten in sich gehen können, durch Flussauen wandeln, ein gutes Buch in der Hand.
Darüber sollten wir in der heutigen “Always-On” Gesellschaft nachdenken. Natürlich lebt auch blogberry.de von diesem Phänomen, wir sollten uns jedoch alle vor Augen halten, dass übermäßiges Leben in der virtuellen Welt auch einige Gefahren birgt. Natürlich würde ich mich freuen wenn Ihr in Euerer Online-Zeit auch weiterhin auf blogberry.de vorbeischaut
Ständige Erreichbarkeit – Jenseits der Stille ist ein schöner – schnell gelesener – Artikel, schaut einfach mal rein!
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