RIM-Aktien verkaufen?

Die Planungen gehen voran, im Januar soll das neue Blackberry 10 erscheinen und die Aktie von Research in Motion hat sich langsam auf einem guten Wert eingependelt. Dennoch wird von Canaccord Genuity, namentlich von M. Walkley, M. Ramsay und S. Sinha die Aktie auf den Status „sell“ herabgesetzt.

Schon jetzt kann behauptet werden, dass die Aktie im Wert gestiegen ist. Es wird sogar erwartet, dass im Zuge der Einführung des neuen Systems ein weiterer Anstieg eintritt. Dieser wird laut den Analysten jedoch keine großen Kreise ziehen. Weiterhin besteht kein Zweifel, dass die Einführung des neuen Gerätes und der Verkaufsstart sich positiv auf den Umsatz des Unternehmens auswirken werden. Auf der anderen Seite wird jedoch nicht erwartet, dass sich das Blackberry gegen die Konkurrenz von Apple und Google behaupten kann. Auch wird keine Nachhaltigkeit von dem Projekt erwartet.

Canaccord Genuity geht von einem EPS von -1,39 USD für das Geschäftsjahr 2013 aus. Im Folgejahr wird mit -0,26 USD gerechnet. Als Zielkurs für die Aktie werden 10 USD erwartet. Entsprechend wurde für die RIM-Aktie der Status „sell“ vergeben.

Besonders bei Blackberry-Liebhabern, welche ihrem alten Produkt lange die Treue gehalten haben, werden die neuen Geräte und das neue System Anklang finden. Weiterhin wird insbesondere auf den unternehmerischen Bereich abgezielt. Dort möchte sich Research in Motion platzieren. Blackberry 10 verfügt über einen hohen Sicherheitsstandard und gerade die Modelle mit physikalischer Tastatur haben inzwischen fast Seltenheitswert.

Ziel des kanadischen Konzerns ist es, auf die Konkurrenz aufzuschließen und sich als dritte Macht auf dem Markt zu etablieren. Man ist sich der Tatsache bewusst, dass Google und Apple derzeit außer Reichweite sind und steckt die Ziele lieber realistisch. Die Konkurrenz von Nokia und Windows hat daher Vorrang.

Blackberry 10 tritt in die Testphase ein

Nun ist es nicht mehr lange hin, bis eine Veröffentlichung bevorsteht. Das erste Quartal 2013 ist nur noch wenige Monate entfernt. Irgendwann zwischen Januar und März – Experten gehen vom März aus – wird BB10 erscheinen. Um potentielle Fehler gleich im Keim zu ersticken, wird das System derzeit von 50 Betreibern getestet. Das Feedback kann anschließend noch eingebracht werden.

Thorsten Heins, der deutsche CEO von RIM, hat verkündet, dass Blackberry 10 in die Testphase vorgedrungen ist. Weiterhin freute er sich bekannt geben zu können, dass es eine unglaublich positive Resonanz von den 50 Betreibern vorliegt. Kaum gibt es Rückmeldungen der guten Art, schon wird über die Auswirkungen einer Veröffentlichung von BB10 auf Apple und Google spekuliert. Es wäre jedoch voreilig Schlüsse zu ziehen. Gerade weil noch nicht alle Features des neuen Blackberrys bekannt sind, lohnen sich Spekulationen noch nicht.

Das Blackberry hat als erstes Smartphone einen treuen Kundenstamm. Viele dieser Kunden sind inzwischen, wegen der veralteten Plattform, jedoch zur Konkurrenz gewechselt. Werden diese wieder an alte Zeiten anknüpfen wollen und zurückwechseln? Aber um den Tatsachen ins Auge zu sehen, wird RIM nicht auf Apple oder Google schauen. Die Marktanteile der beiden führenden Firmen in diesem Segment, sind derzeit außer Reichweite. Microsoft mit seinem Windows Phone sollte hingegen genau im Blick behalten werden.

Aus Android-Kreisen kann inzwischen vernommen werden, dass Konkurrenz dem gesamten Geschäft gut tut. Vielleicht gibt es auch hier ein Einsehen, dass das neue Blackberry wieder eine ernsthafte Konkurrenz werden könnte. Mehrere Jahre ist RIM inzwischen abgetaucht. Wird 2013 ein gutes Jahr für RIM, so bleibt das Unternehmen aus Kanada auf jedem Fall im Geschäft. Ob die neue Blackberry-Reihe ein Erfolg wird, lässt sich jedoch erst Monate nach dem Verkaufsstart beurteilen.

Pentagon wendet sich vom Blackberry ab

Lange Zeit galt das Blackberry der kanadischen Firma Research in Motion als Vorzeigemodell in Sachen Sicherheit. Auch jetzt kann es hier die Konkurrenz durchaus noch in seine Schranken verweisen. In anderen Bereichen stehen die Kanadier Apple und Google jedoch nach. Zumindest solange, bis das neue und verbesserte Blackberry 10 auf den Markt kommt. Bis dies soweit ist, springen jedoch immer mehr Unternehmen vom “Blackberry-Zug” ab. Jetzt hat auch die amerikanische Verteidigungsbehörde verkündet, dass in Zukunft keine Blackberrys mehr benötigt werden.

Das Pentagon möchte über 160.000 Smartphones und Tablets erwerben. So heißt es laut einem Dokument, welches von der Verteidigungsbehörde eigens veröffentlicht wurde. Diese werden jedoch ausschließlich auf die Systeme iOS und Android setzen. Die Gefahr eines Schneeball-Effekts wird immer größer. Letzte Woche schon hat sich die Einwanderungsbehörde in Amerika vom Blackberry abgewandt und sich um neue iPhones bemüht. Experten warnten zu dieser Zeit bereits davor, dass weitere Unternehmen und Behörden diesem Beispiel folgen könnten.

RIM geht mit dem Pentagon ein weiterer Großkunde verloren. Da das Blackberry immer mit seiner Sicherheit geworben hat, ist dies für Werbezwecke nicht gerade optimal, wenn sich die Verteidigungsbehörde abwendet. Von Blackberry selber sind jedoch noch beschwichtigende Worte zu vernehmen. Es heißt, dass es sich bei dem Dokument um eine Ausschreibung handelt. Das Blackberry taucht dort nur nicht auf, weil das Pentagon die Daten von RIM bereits habe.

Es scheint offenkundig, dass insgesamt eine Anschaffung in großer Menge geplant ist. Welche Plattform schlussendlich genutzt wird, scheint jedoch noch offen. Auch eine Verteilung z.B. zwischen iOS und Android scheint möglich zu sein. Bewerbungsschluss ist der 27. November. Selbst wenn es sich lediglich um eine Ausschreibung handelt, so ist diese so formuliert, dass es den Anschein erweckt, dass nur Google und Apple zur Auswahl stünden. Es sieht nach einem weiteren Rückschlag für RIM aus.

Amerikanische Beratungsfirma verbannt das Blackberry

Eine weitere Nachricht, ein weiterer Rückschlag. Die späte Veröffentlichung der neuen Produkte scheint sich immer mehr zu einem Problem auszuwachsen. Jetzt springt die nächste “Gruppe” von Nutzern ab. Genau für solche Personen war das Blackberry einst gedacht. Es sollte in Unternehmen und Firmen zur Kommunikation eingesetzt werden. Aber auch in diesen Bereichen erobern das iOS von Apple und Android von Google immer mehr den Markt.

Die physische Tastatur galt einst als unumstößlich. Research in Motion hat hingegen zu lange daran festgehalten. Nun springt das nächste Unternehmen ab. Es handelt sich dabei um eine Firma – Booz Allen Hamilton Inc. – welche als Beratung für die amerikanische Regierung tätig ist. Mitarbeiter wurden aufgefordert auf iOS oder Android umzusteigen. Natürlich steht es ihnen auch weiterhin frei das Blackberry zu nutzen. Der zertifizierte Corporate-Zugang wird über das System von Research in Motion jedoch nicht mehr zugänglich sein.

Es ist nicht das erste Unternehmen welches abspringt und bis zum ersten Quartal des neuen Jahres kann noch einiges passieren. Es könnten auch noch weitere Firmen wechseln. Booz Allen Hamilton Inc. verfügte über 25.000 Blackberrys, welche jetzt durch Geräte der Konkurrenz ersetzt werden. Crystal Roberts sprach für RIM und betonte, dass immer noch mehr als eine Millionen Mitarbeiter der Regierung mit ihren Geräten ausgestattet seien. Sie mache sich keine Sorgen.

Optimismus scheint derzeit eine Tugend beim Blackberry-Team zu sein. Ist dies ein letztes Aufbäumen vor dem endgültigen Aus? Oder sind die Mitarbeiter des Konzerns tatsächlich dermaßen selbstbewusst, weil sie auf ihr neues Produkt vertrauen? Kann BB10 die Wende schaffen? Mit Spannung erwartet die Welt die neueste Produktgeneration aus dem Haus RIM. Irgendwann im Zeitraum zwischen Januar und März 2013 wird sich das neue System und die neue Produktgeneration präsentieren. Ein paar Monate danach kann eine erste Schätzung über Erfolg oder Misserfolg abgegeben werden.

Blackerry 10 – Konkurrenzsituation 2013

Die Leidenszeit der Blackberry-Fans geht in die Endphase. Wie nah Research in Motion an einer Veröffentlichung ist, wird jedoch nicht bekannt gegeben. Zu Beginn war der Release-Termin für das Jahr 2012 angekündigt worden. Dieser wurde zum Ende des Jahres und schließlich auf Anfang 2013 verschoben. Dies kann Januar bedeuten, auf das erste Quartal ausgeweitet, kann aber auch noch vom März die Rede sein. Manch einer wird sagen, dass der Unterschied zwischen Januar und März jetzt auch keinen Unterschied mehr macht. Dies stimmt so jedoch nicht.

Der Sektor im Bereich Elektronik ist einer großen Konkurrenz unterworfen. Für Smartphones und Tablets gilt dies insbesondere. Im Januar findet die Branchenmesse Mobile World Congress statt. Hier hat Research in Motion jedoch nichts zu befürchten. Sollte es jedoch zu einer Veröffentlichung im März oder später kommen, so gelten andere Voraussetzungen. Die Mobilfunkmesse findet im März 2013 statt. Dort werden auch andere Highlights aus der Branche präsentiert. Derzeit wären die Produkte noch auf dem aktuellen Stand der Dinge. Ob dies Ende März immer noch gilt, bleibt abzuwarten. Immerhin werden hochklassige Smartphones wie das Samsung Galaxy S4 mit Android Betriebssystem auf der Mobilfunkmesse vorgestellt.

Derzeit kein Thema mehr scheint ein Verkauf von Research in Motion zu sein. Ebenso verliefen die Gespräche zwecks Lizensierung wohl nicht gut. Auch hier wird angenommen, dass kein Erfolg vermeldet werden kann. Dies bedeutet, dass RIM für sich selber sorgen muss. Die Veröffentlichung im nächsten Jahr wird entscheidend sein, um die Zukunft für das Unternehmen und die verbliebenen Mitarbeiter zu bewerten.

Es werden derzeit jedoch sogar Gerüchte laut, dass selbst der Termin im März schwer einzuhalten sein könnte. Januar, so sagt Analyst Peter Misek, sei unwahrscheinlich. März liegt durchaus im Bereich des Möglichen. Eine Garantie auf eine Veröffentlichung im dritten Monat 2013 hört sich jedoch anders an.

Release Anfang 2013 – ein dehnbarer Begriff?

Schon seit Wochen und Monaten ist bekannt, dass Blackberry 10 samt Smartphones zu Beginn des Jahres 2013 auf den Markt kommen wird. Nun ist der Begriff “Beginn” jedoch eine sehr dehnbare Komponente. Mit Beginn könnten die ersten Tage, der erste Monat oder auch das erste Quartal gemeint sein. Es wird angenommen, dass die Verantwortlichen bei Research in Motion bei der Bekanntgabe des Termin selbst noch keine genaue Information herausgeben konnten.

Die Gründe dafür können vielfältig sein. Bekannte Lieferschwierigkeiten könnten die Herausgabe eines Datums erschweren. Weiterhin sollen die Kunden in keinster Weise ein weiteres Mal enttäuscht werden. Unvorhergesehene Ereignisse müssen abgepuffert werden können.

Zu Beginn der Planung sei noch ein Termin für Ende 2012 ausgegeben worden. Dies war wohl nicht einzuhalten. Neuste Äußerungen berichten von einer Veröffentlichung zwischen Januar und März 2013. Nun hat sich Analyst Peter Misek im Wirtschaftsmagazin Forbes geäußert. Er schreibt von einer Hoffnung im Januar, hält eine Ausgabe an Kunden im März jedoch für wesentlich wahrscheinlicher.

Offiziellen Äußerungen zufolge kam die Verschiebung dadurch zustande, dass den Kunden kein unfertiges Produkt präsentiert werden soll. Dies ist im Sinne der Verbraucher, aber auch von RIM. Denn weitere Fehlschläge könnte das Unternehmen nicht verkraften. Ziel sei es schließlich ehemalige Kunden zurückzugewinnen, neue Nutzer zu begeistern und nicht weitere Fans zu verlieren.

Der Analyst führt weiterhin aus, dass er mit einem weiteren System wie Android oder iOS rechnet. Eine weitere Konkurrenz auf dem Markt. Ob dies Blackberry 10 seien kann, hielt er offen. Es sei abhängig davon, ob RIM in seinen Bemühungen um eine Lizensierung erfolgreich ist, so Misek. Er selber hat dabei jedoch seine Zweifel.

Auch wenn das Produkt im März veröffentlicht wird, kann zu diesem Zeitpunkt unmöglich schon von einem Erfolg oder einem Misserfolg die Rede sein. Frühestens im Sommer kann eine Prognose über die Zukunft von Blackberry 10 und RIM abgegeben werden.

Die Blackberry-Aktie – Chance vs. Risiko

An der Börse ereignet sich merkwürdiges. Research in Motion ist wieder im Kommen. Lange Zeit sah es finster aus. Die Aktien fielen, die Produkte wurden nicht gekauft und auch in der Führung gab es Reibereien. Mit dem deutschen Chef Thorsten Heins schien sich zunächst nur wenig zu bessern. Vielleicht hat das Konzept jedoch auch nur ein bisschen Zeit zum Anlaufen benötigt.

Die letzten Ankündigungen scheinen Eindruck gemacht zu haben. Produktdaten, die sich mit der Konkurrenz messen können, Pläne zur Konsolidierung der Finanzen und der bekannte Name könnten tatsächlich für die Wende sorgen. Im Jahr 2003 eroberte das erste Blackberry den Markt und war dann Jahre nicht wegzudenken. Apple mischte sich erst 4 Jahre später in das Geschäft ein. Damals schaffte RIM es von einem Aktienwert von 2 Dollar auf über 140 Dollar anzusteigen. Wer zum günstigsten Zeitpunkt also 200 Dollar investierte, der hatte zwei Jahre später 14.000 Dollar auf dem Konto.

Es wird angenommen, dass das Management sich zu sicher war. Der Name Blackberry allein hat jedoch nicht für den Erfolg gesorgt. Mit dem Aufkommen des Touchscreens verlor der Konzern an Boden gegenüber der Konkurrenz. Die Marktanteile sanken und mit ihnen die Hoffnung der Anleger. Aber jetzt gibt es einen Silberstreif am Ende des Horizonts. Die neuen Produkte und das neue Betriebssystem sind nicht mehr fern.

Die steigenden Aktienkurse sind kein Zufall. Der ein oder andere hat die Zahlen von 2003 und den Folgejahren noch im Kopf. Ein Investment kann sich lohnen. Sollten die Produkte jedoch floppen, so könnte dies auch das Aus für RIM und das Blackberry bedeuten. Dies würde in einer absoluten Wertlosigkeit der Wertpapiere enden.

Schafft RIM das Comeback und etabliert sich wieder in einem Markt, den sie selber ins Leben gerufen haben? Auch Apple stand schon einmal kurz vor der Katastrophe und konnte sich noch retten.

Werbung:

Twitter:

Folge uns auf Twitter

Facebook: