ETF-Apps: Geld anlegen und Investieren leicht gemacht

ETF-Apps: Geld anlegen und Investieren leicht gemacht

Der Aktienhandel boomt – Die Anzahl neuer Aktionäre ist in den letzten Monaten stark angestiegen. Besonders der Anteil junger Investoren ist dabei hervorzuheben. Die Beteiligung an Unternehmen, Aktien als Spekulationsobjekte und Alternativen zu klassischen Geldanlagen, werden als häufigste Gründe für ein Investment genannt. Speziell die Niedrigzinsphase der Banken und die Erholung der Wirtschaft, im Zuge der Corona-Krise, sorgen für einen regelrechten Boom am Aktienmarkt.

Warum zu einem ETF greifen?

Für Einsteiger kann der Aktienmarkt schwierig sein, um langfristig Gewinne aus dem Aktiengeschäft zu erzielen. Dasselbe gilt ebenfalls für erfahrene Investoren: Auch jahrelange Top-Aktien können kurz- und langfristigen Schwankungen unterliegen. Neben fundamentalen Zahlen und Geschäftsberichten müssen Gewinnerwartungen und die Wirtschaftlichkeit einzelner Unternehmen betrachtet werden, um Entscheidungen zu einzelnen Aktien treffen zu können.

Einfacher ist hierfür die Verwendung eines ETF. Diese „Exchange Traded Funds“ (ETF), wie beispielsweise der iShares MSCI World, bilden ganze Branchen, Indizes oder weltweite Aktienmärkte ab. Der Vorteil des Anlegers ist hierbei, dass er keine Entscheidungen auf Einzelaktien-Basis treffen muss, sondern vom Gesamtwachstum des Marktes profitieren kann.
Sollten dabei einzelne Aktienkurse (wie beispielsweise Wirecard) stark sinken, wird dies von anderen Aktien des ETF ausgeglichen. Das Risiko ist demnach deutlich besser diversifiziert, idealerweise weltweit.

Was versprechen Apps?

Per Smartphone oder Tablet einfach investieren: Das versprechen zahlreiche ETF Apps. Das Konto kann direkt am Smartphone eröffnet und verifiziert werden. ETF-Apps versprechen demnach einen einfachen und sicheren Zugang zum Aktien- beziehungsweise ETF-Markt.

Die größten deutschen Anbieter sind die sogenannten Neo-Broker Trade Republic und Scalable Capital, sowie die Online-Broker ING, Consorsbank und Comdirect.

Worauf ist bei der Wahl der Apps zu achten?

Es gibt mehrere Unterschiede, die bei der Wahl der ETF-App beachtet werden müssen: Angebot, Preise und Geräte-Möglichkeiten. Durch die Optimierung der Apps auf die Benutzer spielen Support und Kontaktmöglichkeiten nur noch eine untergeordnete Rolle.

Das Angebot der einzelnen Apps schwankt stark. Gerade bei Sparplanfähigen ETFs gibt es größere Angebots- und Kostenunterschiede. So sollte darauf geachtet werden, dass die Apps eine große Anzahl an Anbietern wie beispielsweise iShares, Lyxor, Amundi, Vanguard und Invesco im Portfolio haben. So können Sie als Investor den für Sie günstigsten ETF der einzelnen Anbieter selbst aussuchen.

Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Kosten des jeweiligen Brokers (der ETF-App). So können Kosten für Sparpläne oder Einzelkäufe anfallen. Diese sind entweder prozentual berechnet oder betragen etwa ein bis zwei Euro pro Ausführung. Mitunter gibt es individuelle Angebote von kostenlosen Sparplanausführungen, die beispielsweise automatisch zum Monatsanfang ausgeführt werden.

Größere Unterscheidungen gibt es auch bei den Gerätemöglichkeiten der Apps. So ist beispielsweise Trade Republic momentan ausschließlich auf Smartphones nutzbar, ein Investieren am Desktop-PC oder Laptop ist damit unmöglich. Anders als beispielsweise bei Scalable Capital oder Comdirect.

Zusammengefasst gibt es mehrere Kriterien, die bei einer ETF-App Wahl beachtet werden müssen: Welcher Anbieter besitzt das größte Portfolio an ETFs, welcher Anbieter hat die für Sie niedrigsten Kosten (basierend auf Ihren Investionsmethoden) und auf welchen Geräten möchten Sie später auf Ihr Depot zugreifen.

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