Blackberry Q30 heißt Windermere

Neue Informationen zum Blackberry Q30 dringen an die Öffentlichkeit. Es soll die Stärken der Z- und Q-Reihe vereinen. Auch das OS BB10 wurde erweitert und zeigt in der Version 10.3 ein neues Konzept der Bedienung. Nicht zuletzt besinnt sich Blackberry auf die Standards und verbaut eine Hardware-Tastatur.

Geändertes Bedienkonzept, Display und Kamera

Die Tastatur ist gewissermaßen das Kernstück eines Blackberry Smartphones. Das kanadische Unternehmen hat es schwer, es hier allen Leuten recht zu machen. Die Fachpresse hat über Jahre behauptet, dass der Untergang von Blackberry damit begann, dass der Trend Touchscreen verpasst wurde. Um aufzuholen wurden tatsächlich solche Smartphone produziert. Die Kunden vermissten jedoch die Hardware-Tastatur und jetzt ist sie zurück.

Ausgestattet mit den gewohnten Buchstaben, sowie einer Leertaste, Return und Backspace wird sich der Blackberry-User schnell zurechtfinden. Mit einer Auflösung von 1.440 x 1.440 Pixeln auf einem 4,5 Zoll Display ist das Erscheinungsbild komplett. Das Windmere soll über eine Kamera mit 13 Megapixeln verfügen.

Akku, Gehäuse und Betriebssystem

Das Blackberry Q30 wird über einen äußerst dünnen Akku betrieben. Mit einer Stärke von 3.450 mAh soll das Smartphone einen vollständigen Tag mit Strom versorgt werden. Ein Metallrahmen umfasst das überaus schlanke Design, welches eine Dicke von 9,4 Millimetern aufweisen soll. Robust und schmal lautet die Devise.

Die Erweiterung des Betriebssystems setzt die am häufigsten genutzte Aktion in den Vordergrund und hebt diese farblich hervor. Links und rechts davon werden die am zweimeisten genutzten Aktionen platziert. Auf diese Weise ist der User immer schnell bei der Hand mit seinen am häufigsten genutzten Komponenten. Auch der Homescreen wurde überarbeitet. Er zeigt jetzt Symbole ohne Umrandung.

Neuerdings können die Icons auch in Ordnern (unendlicher Anzahl) zusammengeführt werden. Dadurch kann jeder Nutzer seine eigene Struktur schaffen, welche für Übersicht sorgt. Auch während der Benutzung einer App kann das Schnellmenü durch die Wischgeste mit zwei Fingern am Bildschirmrand aufgerufen werden.

Blackberry bessert Bilanz durch Immobilienverkauf auf

Der Smartphone-Pionier Blackberry, immerhin stammt das allererste Produkt aus dem Haus der Kanadier, schreibt schon seit längeren rote Zahlen. John Chen ist der neue Mann, der das sinkende Schiff wieder auf Kurs bringen soll. Zunächst wurden Mitarbeiter entlassen, um den sinkenden Verkäufen finanziell entgegenzuwirken. Bereits im Januar wurde schließlich bekannt, dass auch die Gebäude in Kanada zum Verkauf stehen.

Bis vor kurzem wurde jedoch weder ein Käufer genannt, noch gab es konkrete Zahlen, der diesen Schritt des kanadischen Unternehmens belegt. Immerhin handelt es sich um eine Fläche von 280.000 Quadratmeter von Fabrik- und Büroflächen. Auch unbebautes Land zählt zur Gesamtfläche dazu. Natürlich wird aber nicht der gesamte Immobilienbesitz veräußert. Blackberry-CEO Chen versicherte, dass die Firmenzentrale nicht verkauft wird und das Unternehmen in Kanada auch weiterhin eine starke Präsenz bilden wird.

Käufer der Flächen und Gebäude ist das amerikanische Immobiliengeschäft Spear Street Capital. Der Preis, welchen Blackberry für sein Eigentum erzielt, liegt bei 305 Millionen Euro. In Euro umgerechnet ergibt dies 200 Millionen. Es handelt sich entsprechend um eine Summe, die den angeschlagenen Konzern durchaus helfen kann. Um ausreichend Platz zu haben, wird Blackberry gleich einige Flächen zurückmieten.

Weniger Mitarbeiter brauchen auch weniger Platz, so wohl die Überlegung von John Chen, der sich zu diesem Schritt entschlossen hat. Sein Ziel das Blackberry wieder für Geschäftskunden interessant zu machen, befindet sich in der Umsetzung. Er selber ist realistisch, aber optimistisch. Bis ins Jahr 2016 soll das Unternehmen wieder schwarze Zahlen schreiben.

Um diese Zielsetzung zu erreichen, müssen auch im unternehmerischen Bereiche die Konkurrenten Apple, Google und Samsung ausgestochen werden. Der Smartphone-Markt bietet genügend Platz für weitere Unternehmen, sofern diese konkurrenzfähig sind. Im Jahr 2013 wurden laut Marktforschungsinstitut Gartner 968 Millionen Geräte veräußert. Dies bedeutet einen Anstieg in Höhe von über 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Welche Produkte hat Blackberry in der Mache?

Der angeschlagene Smartphone-Pionier Blackberry wird von den Kunden derzeit nur unzureichend beachtet. Dabei scheinen alle, die über ein entsprechendes Produkt verfügen, damit zufrieden zu sein. John Chen möchte sich wieder auf die Wurzeln des Unternehmens besinnen. Es ist jedoch interessant zu sehen, was für Produkte in nächster Zeit veröffentlicht werden sollen.

Blackberry Q20 – Der Nachfolger des Bold

Es ist zurück und viele Blackberry-Veteranen werden jubeln. Das Smartphone mit der QWERTZ-Tastatur befindet sich derzeit in der Entwicklung. Wir führen das Produkt hier unter dem Namen Q20, weil es die bisherige Serie ergänzen würde. Es ist jedoch anzunehmen, dass die Bezeichnung noch geändert wird. Chen selber nennt das Produkt bislang immer „Blackberry Classic“.

Mit der physischen Tastatur, aber auch mit einem Touchscreen ausgestattet, soll das klassische Smartphone im November veröffentlicht werden. Um ein möglichst schnelles Internet zu gewährleisten, wird vermutet dass die 4G-Erweiterung LTE Advanced mit verbaut wird. Ebenfalls im November soll auch ein Software-Update für den Blackberry Enterprise Server 12 herauskommen.

Wird es ein weiteres Blackberry Tablet geben?

Einstmals haben sich die Kanadier von diesem Markt zurückgezogen. Ein neuer CEO, ein Umbruch und sicherlich auch einige neue Ideen haben dazu geführt, dass wahrscheinlich ein weiteres Tablet aus dem Hause Blackberry erscheinen wird.

Blackberry möchte hier eine Marktlücke entdeckt haben. Die bisherigen Tablets richten sich ausschließlich an Privatanwender. Es scheinen jedoch Pläne zu existieren das Business für die Tablets interessant zu machen. Es ist bereits jetzt die Rede davon, dass Tablets in Krankenhäusern zum Einsatz kommen könnten. Hier wäre die von Blackberry vorgelebte Sicherheit und Zuverlässigkeit überaus wichtig und die Verfügbarkeit von Apps würde in den Hintergrund treten.

Haben die Kanadier hier wirklich eine Nische entdeckt? Fest steht, dass John Chen sehr von der Idee eines Smartphones angetan ist. Das Playbook aus 2011 wurde zum Ladenhüter. Das neue Tablet soll im kommenden Jahr erscheinen.

Zieht Blackberry sich aus dem Smartphone-Geschäft zurück?

Sollte sich mit den Smartphones der Marke Blackberry zukünftig kein Gewinn erzielen lassen, so steht auch ein Verkauf dieser Sparte wieder zu Debatte. Mit dieser Äußerung hat Blackberry-CEO John Chen Kunden und Blackberry Fans auf der ganzen Welt überrascht. Kurze Zeit später hat er seine Aussage diesbezüglich aber dementiert. Ein schlechter „Nachgeschmack“ bleibt dennoch zurück.

Dass der sonst so smarte Chen so dünnhäutig und offenkundig spricht, zeigt die angespannte Lage im Smartphone Sektor. Laut dem Consumer Intelligence Research Partners, die alle neuen Produkte der Kanadier untersucht haben, lag der Marktanteil in den USA bei gerundeten 0 Prozent. In seiner Aussage schloss Chen, dass ein Verkauf noch keine beschlossene Sache sein. Er machte jedoch deutlich, dass dies diskutiert werden und bald eine Entscheidung fallen wird.

Solche Äußerungen wirken sich nicht gerade positiv auf die Kunden aus. Denn niemand wird ein Smartphone kaufen, für welches es zukünftig keine Updates mehr geben könnte. Aus unternehmerischer Sicht ist dies noch unwahrscheinlicher. Denn hier wird sich im großen Maßstab an die Firma gebunden. Bestellungen von hunderten Smartphones sind möglich. Keine Führungskraft würde sich für Blackberry aussprechen, unter der Voraussetzung, dass die Smartphone-Sparte vielleicht abgeschafft wird.

Chen selber hat seine Aussage, die erstmals von Reuters abgedruckt wurde, später revidiert. Er sprach davon, dass der Inhalt aus dem Zusammenhang gerissen und neu arrangiert wurde. Er plane nicht mit dem Verkauf der Smartphone-Sparte und wollte auch die Kunden in dieser Hinsicht beruhigen. Er schloss mit den Worten, dass dieser Sektor noch nicht aufgegeben wurde und das Blackberry weiterkämpfen werde.

Ob ein Fauxpas von Chen oder von Reuters, erneut musste das Image von Blackberry einen kleinen Knacks hinnehmen. Wie häufig das Unternehmen dies noch ertragen kann oder ob es an der Marktlage zugrunde gehen wird, kann derzeit noch nicht abschließend geklärt werden.

Telekom US und Blackberry gehen getrennte Wege

Ein weiterer Partner und das kanadische Smartphone-Unternehmen Blackberry gehen getrennte Wege. Diesmal geht die Trennung jedoch von Blackberry aus. Die Telekom US ist dafür bekannt, beim Vertrieb Besonderheiten zu bieten. Es scheint jedoch willkürlich festgesetzt zu werden, welche Smartphones dieses Privileg genießen. Mal ist es das iPhone, dann kann sich das Blackberry mal wieder über eine Bevorzugung freuen. Dieses Wechselbad möchten die Kanadier zukünftig lieber vermeiden und sich auf verlässlichere Partner stützen.

Bei der Telekom US handelt es sich um ein Tochterunternehmen der hiesigen Telekom. Es wird auch keine Kündigung eines bestehenden Vertrages durchgeführt. Allerdings wurde die Entscheidung von Seiten Blackberrys gefällt, dass der bestehende Vertrag nicht verlängert wird. Dieser läuft mit Ablauf des Monats April aus. Die Konsequenzen liegen auf der Hand. Die amerikanischen Niederlassungen der Telekom dürfen mit Ablauf des Vertrages keine Blackberry-Produkte mehr veräußern.

Ob dies ein herber Schlag für die Telekom ist? Blackberrys Marktanteil ist schon seit Jahren überaus gering. In den vergangenen Monaten gingen die Verkäufe weiter zurück. Die Produkte der letzten Jahre wurden durchweg gut bewertet. Die Konkurrenz mit Namen Apple und Samsung scheint derzeit aber zu stark zu sein.

Es gibt jedoch einen konkreten Grund für die Trennung. Von der Bevorzugung einiger Geräte wurde bereits berichtet. Kunden der Telekom US sollten für die Trennung vom Blackberry und dem damit verbundenen Wechsel zum iPhone Rabatte erhalten. Nachdem dies bekannt wurde hat John Chen protestiert. Der Effekt kam prompt. Die Telekom gab jeden Blackberry Käufer einen Nachlass von 250 Dollar, wenn dieser bereits ein Blackberry besitzt. Immerhin noch 200 Dollar sollten gewährt werden, wenn der Wechsel zu einem beliebigen anderen Smartphone durchgeführt wird.

John Chen entschied daraufhin die ohnehin auslaufende Partnerschaft nicht mehr zu verlängern. Ein solches Verhalten ist aus seiner Sicht untragbar und die kanadischen Smartphones werden entsprechend ab Mai nicht mehr von der Telekom US vertrieben.

Hülle verwandelt iPhone in Blackberry!

Typo heißt der Hersteller, der sich vorgenommen hat aus dem iPhone ein Blackberry zu machen. Alles was dazu braucht ist anscheinend die physische Tastatur. Eine entsprechende Hülle wurde auf dem Markt gebracht, die nicht nur das Aussehen des Blackberrys imitiert, sondern auch die gleiche Funktion in Bezug auf das Schreiben erfüllt. Aber sollte dies als positive Werbung oder doch eher als geschäftsschädigend gewertet werden?

Hier gehen die Meinungen auseinander. Typo spricht davon, dass es dem angeschlagenen, kanadischen Konzern nur gut tun kann, wenn wieder für mehr Gesprächsstoff gesorgt wird. Blackberry selber hat jedoch geklagt, weil sie Patentrechte in Bezug auf das Design als verletzt angesehen haben.

Ein amerikanisches Bundesbezirksgericht hat festgestellt, dass es sich um eine Nachahmung handelt und das Produkt zunächst vom Markt genommen. Blackberry kann mit diesem Urteil zufrieden sein, auch wenn es wohl noch keine abgeschlossene Entscheidung ist. An der Konzernspitze stellt sich vielleicht auch die Frage, wer noch ein Blackberry mit physischer Tastatur kauft, wenn das iPhone ganz einfach aufgewertet werden kann. Allerdings musste für die „Blackberry-Ummantelung“ immerhin ein Preis in Höhe von 99,00 Dollar bezahlt werden.

Aber gerade wo auch in diesem Jahr noch das Blackberry Q20 erscheinen soll, welches eben auf das angesprochene Design setzen wird und ein wo eine physische Tastatur verbaut sein wird, kann eine „billige Nachahmung“ nicht toleriert werden. Laurence Hallier ist CEO von Typo und hat vor auch weiterhin innovative Produkte zu entwickeln und zu veräußern. Auch gegen das bestehende Urteil soll vorgegangen werden.

Neben dem Q20, welches von Blackberry-CEO John Chen spaßeshalber als Blackberry Classic bezeichnet wird, soll auch die Produktion des inzwischen dreijährigen Bold fortgesetzt werden. Dort wird noch das Betriebssystem Blackberry 7 verwendet. Es wird ein konservativer Weg eingeschlagen, als zuletzt unter Torsten Heins. Chen möchte das Unternehmen bis zum Jahr 2015 in sichere Bahnen lenken.

Blackberry verkleinert sein Immobilien-Eigentum

Laut einer Pressemeldung wird Blackberry einen Großteil seiner Immobilien und seines Grundbesitzes veräußern. Die Freiflächen und der bebaute Grundbesitz soll zu einem großen Teil im Anschluss wieder gemietet werden. Über die oder den potentiellen Käufer ist bislang nichts bekannt geworden. Die Verkäufe sollen innerhalb von einem Jahr im Finanzjahr 2015 vollständig verbucht werden.

Diese Maßnahme kann als einer der Bausteine zur Neuausrichtung und John Chen angesehen werden. Die Optimierung der innerbetrieblichen Abläufe, die Ressourcen-Nutzung und die neue Strukturierung  gehen mit diesen Verkäufen Hand in Hand. Prominente Beispiele anderer Unternehmen (u.a. Sony) haben es vorgemacht. Auch dort wurden Immobilien verkauft. Denn das Hauptgeschäft liegt nicht in der Verwaltung des Grundbesitzes. Hier lag also Kapital brach, welches jetzt anderweitig eingesetzt werden kann.

Wichtig bleibt zu erwähnen, dass Waterloo in Kanada auch weiterhin die Heimstätte von Blackberry bleiben soll. Die Immobilienverkäufe werden daran nicht ändern. Chen spricht davon, dass diese Maßnahme dem großen Ziel einer verbesserten Betriebseffizienz zu erreichen geschuldet ist. Der Verkauf von Grundbesitz ist jedoch nicht gleichbedeutend mit dem Ende von Blackberry.

Erst im letzten Jahr wurde die vollständige Veräußerung diskutiert. Auch ein Verkauf von diversen Sparten wurde zu dieser Zeit von Thorsten Heins nicht ausgeschlossen. Eine Investition in Höhe von einer Milliarde Dollar von Fairfax Holdings, mit der Option auf eine weitere Viertelmilliarde in diesem Jahr gab den Ausschlag es mit einer Neuausrichtung unter John Chen zu versuchen.

Der Verkauf ist ein weiterer Schritt sich auf die Kernkompetenzen des Unternehmens zu besinnen und sich von allem überflüssigen zu befreien. Was natürlich erhalten bleiben soll, sind die Kunden. Aber auch hier gibt es negative Meldungen. US-Präsident Barack Obama und das Weiße Haus testen derzeit angeblich Alternativen. Smartphones von LG und Samsung sollen hier in die engere Wahl genommen worden sein. Für Blackberry könnte dies eine negative Signalwirkung haben.

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